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Fehlplatzierung

Vor einer Weile bekam ich eine E-Mail eines Kunden, gekürzt wiedergegeben:

Mir ist vorhin aufgefallen dass ein Produkt namens '"Kokoblock" zwischen anderen Kakaoprodukten steht, und wollte wissen ob Ihnen aufgefallen ist, dass Kokoblock Blumenerde und kein Kakaopulver ist. Soll das so?
Kompliment, immerhin ist da mal jemand aufmerksam.

Aber, ja, das soll wirklich so. Das Regal ist nämlich nicht das Regal "mit Kakaoprodukten" oder "mit Tee" oder "mit Kaffee", sondern es ist das Regal mit Produkten aus fairem Handel im Allgemeinen – und die Kunden würden den Kokoblock da durchaus vermuten und wir verkaufen ihn da auch. :-)

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Demolierter Rollhocker #2

Nach der verbogenen Halterung an einem der Rollhocker ist nun von einem anderen Hocker eines der Räder mitsamt Halterung komplett abgerissen. Die Qualität ist echt unterirdisch. Damit haben wir noch einen von den drei Hockern, der keine Beschädigung hat. Bis jetzt, aber ich bin zuversichtlich, dass das noch folgen wird …

Ich habe die Hocker jetzt mal durchnummeriert: Nummer 1 ist noch heile, Nummer 2 hat die verbogene Halterung und Nummer 3 hat nur noch zwei Räder. Mal gucken, wie sich das entwickelt.


Bewerbung aus Nordafrika / 2

Nach diesen drei Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz kam nun wieder eine E-Mail bei mir an. Diesmal war es ein junger Mann aus Marokko.

Wieder wird eine Ausbildung zum Verkäufer gesucht.

Wieder eine junge Person aus Nordafrika.

Wieder ist die Heimatadresse als Anschrift angegeben.

Wieder mit angefangenem oder beendetem Studium, aber mindestens Hochschulreife.

Wieder mit Berufserfahrung im Handel.

Wieder die angebotene Stelle angeblich im Internet entdeckt.

Ich finde diese Zufälle sehr, sehr merkwürdig und spätestens jetzt klingelt bei mir mindestens ein kleines Alarmglöckchen im Kopf. Sind es überhaupt Zufälle? So viele sich wiederholende Übereinstimmungen klingen für nicht mehr danach. Ist das irgendein (vielleicht sogar schon gewerbsmäßiger) Scam oder Betrugsversuch? Oder ist das eine in diesen Ländern populär gewordene Methode, über eine Ausbildungszusage oder alleine schon eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch eine Einreise nach Deutschland zu bekommen?

Ich habe gerade mal in meinen E-Mails geschaut. Ende 2024 kamen noch zwei derartige E-Mails an, die ebenfalls wieder ins Schema passen. Damit sind es insgesamt sechs solcher Zusendungen. Erfahrung im Handel, mindestens Hochschulreife, beide aus Marokko. Das ist definitiv kein Zufall! Bin ich zu misstrauisch? Ich glaube nicht.

Was mag wohl dahinterstecken? – Dachte ich und suchte mal im Web.

Da ist mir dann dieser Artikel begegnet:
Was steckt hinter den Bewerbungen aus Marokko?

Und auch dieser hier:
Viele Stellen unbesetzt – dennoch Vorsicht bei Bewerbungen aus Marokko

Dort ist ziemlich weit unten dieses Zitat zu finden: "Die anfängliche Begeisterung über so viel Interesse sei aber schnell gewichen, als sie festgestellt habe, dass die Bewerbungen alle irgendwie gleich aussahen. Eine Nachfrage bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer habe ihren Verdacht dann bestätigt: Es gebe offensichtlich Vermittler, die Betrieben mit solchen Fake-Bewerbungen junge Menschen vor allem aus Nordafrika andienen. Mit einer Einladung zu einem Vorstellungsgespräch solle versucht werden, solchen Menschen eine Einreisemöglichkeit nach Deutschland zu verschaffen."

Ist es also tatsächlich so, wie ich oben schon vermutet habe?

Lustige Strichcodes – 685

Diesen Strichcode auf den "Alpenfest-Style" Kaiserschmarrn von Lidl hat Honza entdeckt. Mir fehlt es an Fantasie und botanischem Wissen, darauf zu schließen, was das für ein Blühgemüse sein könnte. Vielleicht hat von euch ja jemand eine Ahnung. :-)


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Hochzeitsfeier-Einladung auf Bierflasche

"Wir möchten euch mit einem Bier einladen."

"Ihr meinst auf ein Bier?"

"Nein, mit ist schon richtig. Hier ist die Flasche."

Fundstück bei uns im Leergut: Eine leere Bierflasche, die mit eigenen Etiketten versehen war und damit zu einer Einladungskarte Einladungsflasche wurde. Auf jeden Fall eine lustige Idee. Ein großer Zufall wohl, dass die Flasche hier bei uns gelandet (und dann noch von uns entdeckt worden) ist – die Hochzeitsfeier hat im ländlichen Gebiet nördlich von Hamburg stattgefunden, also nicht gerade hier in der Nähe. :-)


Das ehrliche Leben

Ein Mann, der hier im Laufe der Zeit Ware in nicht unerheblichen Werten (mindestens ein mittlerer dreistelliger Betrag) geklaut und ohnehin seit Jahren schon Hausverbot hat, stand mit ein paar Gleichgesinnten vorm Laden. Ein Kollege hatte ihn durch die Scheiben erkannt und war nach vorne geeilt, um ihn daran zu erinnern, unseren Laden ja nicht zu betreten und sich im Idealfall auch gleich hier aus dem Umfeld zu entfernen. Wir können ihm zwar nicht verbieten, hier auf dem öffentlichen Gehweg herumzulungern, aber manchmal helfen solche Ansagen ja.

Der Typ fing an zu schwadronieren und erwähnte in dem Zusammenhang auch, dass er mal ein ehrliches Leben hatte. Das hat sicherlich jeder Mensch, zumindest in den ersten drei Jahren. Was dann aus einem wird, entscheidet das Umfeld. Die Aussage muss also nicht pauschal falsch sein.

Ein Mann ohne Beine, der immer bei uns vor dem Laden in seinem Rollstuhl sitzt und überwiegend still um Geld bettelt, hatte den Dialog mitbekommen und wäre vor Lachen fast aus seinem Rolli gekippt. "Ehrliches Leben, hahaha!", lachte er laut los.

Der Nasssauger und sein Karton

Wir hatten uns vor einer Weile hier für die Firma einen Nasssauger von Kärcher gekauft. Wir brauchen ihn nicht so oft und so hielt ich es für eine gute Idee, ihn in der Zwischenzeit in seinem Karton aufzubewahren, so wie ich es auch mit einem anderen Staubsauger und unserem Dampfreiniger mache.

Dummerweise passt der Sauger zwar in seinem Auslieferungszustand in den Karton, aber nicht mehr, wenn man die Rollen drangebaut hat. Die könnte man natürlich generell weglassen oder sie jedes Mal vor dem Einpacken wieder mit Kraftaufwand entfernen, aber das ist beides auch keine Option. Also bleibt der Karton oben offen. Die Schachtel hätte Kärcher ruhig etwas größer gestalten dürfen, nur ein paar Zentimeter mehr in der Höhe hätten ja schon gereicht.

Und hätte Kärcher den Karton größer gestaltet, dann hätten andere wegen der "Mogelpackung" und der unnötigen Papierverschwendung gejammert, wetten? :-P


Mayo und Bananen

Hinter einem der Regale in der Getränkeabteilung fiel mir beim zufälligen Blick auf den Bildschirm der Videoanlage eine komische Bewegung auf. Jemand hat sich einen Rucksack aufgesetzt und ist dann als wäre nichts gewesen wieder in den mehr frequentierten Bereich des Ladens gegangen.

"Warte mal eben", entschuldigte ich mich bei der Kollegin, die eigentlich darauf wartete, dass ich ihre Kassenabrechnung eingebe. Im Videorekorder einloggen, ein paar Augenblicke zurückspulen – ja, da scheint der in der Perspektive wirklich nur den Rucksack aufgesetzt zu haben. Aber ist vorher was passiert? Wieder eine halbe Minute zurück, andere Kamera auswählen. Mist, der hat was eingesteckt.

Aufspringen, nach vorne sprinten. Schrecksekunde, in der Aufzeichnung nachsehen und der Weg nach vorne dauerten insgesamt knapp 40 Sekunden. Die Zeit war ausreichend für den Mann, den Laden zu verlassen und irgendwo zwischen den Passanten und/oder in einer der Seitenstraßen zu verschwinden. Verflixt. Aber manchmal geht es einfach nicht schneller.

Eingepackt hatte er sich letztendlich eine Flasche Mayonnaise unserer Eigenmarke und ein paar Bananen. Da bekommt man ja schon fast Mitleid mit dem Dieb. Gutheißen will ich den Diebstahl zwar dennoch nicht, aber sowas ertrage ich deutlich besser, als wenn die "Profis" sich die Taschen mit Ware im Wert von teilweise dreistelligen Beträgen füllen, weil sie kartonweise Käse, Schokolade, Butter oder was auch immer einpacken …

Zwei Flens-Aufsteller auf Palette

Mit der heutigen Getränkelieferung haben wir auch zwei Displays mit Bier von Flensburger nebst leeren Rahmen für die Flaschen in den Displays bekommen. Alles sorgsam und ordentlich auf einer Europalette verstaut. So weit ist alles schön.

Die beiden Displays stehen jeweils auf einer eigenen Viertel-Palette mittig auf der großen Palette zwischen den Leerkisten, wie auf dem Foto zu sehen ist. Manche Aufsteller sind leicht, diese hier beinhalten jedoch jeweils 240 Bierflaschen und wiegen daher so viel wie ein Saarland Airbus A380. Wie wir die da runterbekommen sollen, ist mir momentan noch ein großes Rätsel. Wir haben zwar unsere Techniken und die werden wir auch anzuwenden versuchen, aber bei so schweren Aufstellern kommen wir da durchaus schon an den Rand des machbaren. Im schlimmsten Fall müssen wir die Ware da zumindest zu einem Teil abpacken. Aber das werden wir später wissen …