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Die Antwort ist 42 (Gramm)

Douglas Adams soll einst einen Bäcker gefragt haben, warum das Universum existiere. Der Bäcker verstand nur Bahnhof "Hefewürfel", reichte ihm exakt 42 Gramm und sagte: "Damit expandiert alles." Der Bäcker dachte an seine Brötchen, Adams dagegen schrieb die Zahl sofort auf und den Rest kennen wir. So oder so ähnlich soll sich die Geschichte wohl zugetragen haben. ;)

Hefe findet man im Supermarkt in zwei üblichen Erscheinungsformen: Als trockenes Pulver im Backregal und als kleinen, leicht bröseligen Würfel im Kühlregal. Wobei die Sache mit dem Finden der Würfel im Kühlregal schon zu so manch kuriosen Beschilderungen geführt hat. Offenbar tarnen sich die kleinen Würfelchen in den großen Kühlregalen ladenübergreifend sehr erfolgreich.

Letzterer wiegt übrigens grundsätzlich 42 Gramm – aber warum ausgerechnet 42? Ist das die ideale biologische Hefemenge? Eine geheime Bäckernorm? Hat Douglas Adams vielleicht doch etwas damit zu tun? Illuminati? Bill Gates? Sie?!

Die Erklärung ist erfreulich bodenständig: Früher bekamen Bäcker ihre Hefe in Blöcken zu 500 Gramm. Diese wurden in zwölf gleich große Portionen geteilt, wobei jede Portion für ungefähr ein Kilogramm Brot vorgesehen war. 500 geteilt durch zwölf ergibt 41,66666 […] Gramm. Da niemand Lust hatte, beim Hefeverkauf bis in die Unendlichkeit hinter dem Komma weiterzuschneiden, wurden daraus gerundete 42 Gramm.

Diese Größe hat sich gehalten, obwohl heute vermutlich kein Bäcker mehr mit einem Lineal vor einem halben Kilo Hefe steht und sich die benötigte Hefemenge abteilt.

Der Hefewürfel ist damit ein kleines Stück lebendige Wirtschaftsgeschichte, dazu im wahrsten Sinne des Wortes: Millionen einzelliger Pilze, zusammengepresst zu einer Verpackung, deren Größe nur deshalb existiert, weil die Zwölf einfach kein besonders eleganter Teiler von 500 ist.

42!!! :)


Der Papst und die Tortillas

Bei manchen Produktnamen lohnt es sich, kurz über die Übersetzung nachzudenken. Diese "Salsa-Sauce" unserer Eigenmarke zum Beispiel ist, wenn man das spanische Wort direkt ins Deutsche übersetzt, eine Sauce-Sauce.

Natürlich weiß man hierzulande ziemlich genau, was mit Salsa gemeint ist: Eine fruchtig-scharfe Tomatensauce, in die man beispielsweise Tortillachips tunkt. Insofern ist die Bezeichnung durchaus verständlich. In Spanien bedeutet "Salsa" allerdings schlicht "Sauce". Die sprachliche Präzision erschließt sich also vor allem dann, wenn man des Spanischen eher weniger mächtig ist. :P

Andererseits finde ich diese doppelte Absicherung doch durchaus beruhigend. Bei einer einfachen Sauce könnte man schließlich noch Zweifel haben, selbst nach dem Kauf. Aber eine Sauce-Sauce? Die wird wohl hundertprozentig eine Sauce sein. Dazu trinkt man einen Chai-Tee und schon ist auch die Versorgung mit Tee-Tee gewährleistet.

Nein, ich bin nicht päpstlicher als der Papst und ich lege auch wirklich nicht jedes Wort hier auf die Übersetzungs-Goldwaage legen. Aber ein bisschen schmunzeln wird man wohl noch dürfen …


Andere Länder, andere Läden – 018

Die Norweger grillen gerne. Sobald es das Wetter erlaubt (oder auch nicht), verbringen sie Zeit draußen mit Familie und Freunden am Grill oder Lagerfeuer und brutzeln Fleisch und Fisch aller Art.

Diese Bedientheke in einem EUROSPAR-Supermarkt in Nordnorwegen, in dem Grillfleisch wortwörtlich bergeweise angeboten wurde, ist wohl der beste Beweis dafür.

Ein Lebensmittelkontrolleur hätte hier in Deutschland vermutlich Schnappatmung bekommen. Die Nakkekoteletter (Nackenkoteletts) sind jedenfalls weit über die maximal zulässige Füllhöhe der Theke aufgetürmt worden. (Zumindest unterstelle ich das mal mit meinem Wissen um solche Geräte.)

Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass die dort nicht alt geworden sind. :)


Leere Eispackung im Laden

Im Gewürzregal lag eine leere Packung "Bio-Eispralinen Himbeere" der Marke Gelato Classico. Boah! So oft hatten wir es schon, dass Leute irgendwas im Laden aufgegessen oder sich den Inhalt in die eigene Tasche umgefüllt haben … Augenverdrehend pfefferte ich die aufgerissene und entleerte Schachtel in die Papppresse.

Er danach fiel mir ein, dass ich das Produkt noch nie zuvor gesehen hatte. Klar, woher auch? Wir haben es nämlich gar nicht im Sortiment. Offenbar hatte sich die Eispralinen jemand mitgebracht und unterwegs gefuttert.

Dennoch verdrehe ich die Augen, wenn auch nicht ganz so weit: Kann man sowas nicht im Mülleimer entsorgen? Muss man sowas in ein Gewürzregal in einem Supermarkt stecken?! Eben!


Bakerman

Die Produkte, die wir tiefgefroren für das Bake-Off-Regal vorrätig halten, tragen unterschiedliche Markennamen. Es gibt welche unserer Eigenmarke "gut & günstig", andere sind aus der hauseigenen Bäckerei Schäfers und dann gibt es noch die Artikel von Bakerman:



Bei dem Namen Bakerman, was ja nun nichts anderes als "Bäcker" bedeutet, muss ich immer unweigerlich an eine Strophe aus dem Lied "The Bells of Notre Dame" aus dem Disneyfilm rund um besagte Kathedrale* denken:

Morning in Paris, the city awakes
To the bells of Notre Dame
The fisherman fishes, the bakerman bakes
To the bells of Notre Dame
Und schon ist der Ohrwurm im Kopf. Bitteschön:



*) PS: Die Geschichte dreht sich vor allem um die Kathedrale und das Leben in Paris, der Glöckner Quasimodo ist im Buch eigentlich nur, im Gegensatz zu sämtlichen Verfilmungen, ein eher beiläufiger Handlungsstrang. Ich habe es letztes Jahr als Hörbuch gehört. Über 20 Stunden, vorgelesen von Oliver Rohrbeck. Oder anders: Klugscheißer Justus Jonas hat einen zwanzigstündigen Vortrag über das alte Paris gehalten. Sehr witzig irgendwie. :)

Andere Länder, andere Läden – 017

Bakepotet, zu Deutsch: Backkartoffel.

Dicke Kartoffeln, einzeln in Alufolie verpackt, gesehen in einem Supermarkt in Norwegen. Eigentlich kein unspektakulärer Artikel, wenngleich mir sowas aus hiesigen Läden nicht bekannt ist. Aber daher durchaus erwähnenswert.

Fast bemerkenswerter ist das Herkunftsland: Storbritannia – Großbritannien.


Der selbstgemachte SotF-Dino

Obwohl ich selber wirklich viel (aber auch sehr bewusst) mit KI-Anwendungen herumspiele, war es mir zugegebenermaßen gar nicht in den Sinn gekommen, dass die Packungen hier aus der Tiefkühltruhe mit den Urzeitviechern mit KI-generierten Motiven ausgestattet sind. War natürlich irgendwie naheliegend und ich hätte auch den Hinweis "KI-generiertes Bild" am Rand jeder Schachtel selber entdecken können, aber da hat mich die Edeka wortwörtlich eiskalt erwischt.

Das musste ich natürlich auch mal selber Testen: "Erstelle mir doch mal einen T-Rex aus Brokkoli."

Das Ergebnis war ein grimmig guckender T-Rex aus Brokkoli, genau der aus dem Bild unten, der jedoch in einer wilden Urzeitlandschaft mit zerklüfteten Felsen und Farnen stand.

"Der Ansatz ist gut. Kannst du ihn in eine "frostige" Umgebung stecken? So als würde er in einer (rechteckig gestalteten (bitte!)) Höhle aus Eis stehen?"

Nach ein paar Augenblicken hatte ich dieses Bild vorliegen. Es ist wirklich gut geworden, auch die eckige Eishöhle ist super – aber ich glaube, mit derart gestalteten Motiven würden sich die Kunden nur erschrocken von unseren Tiefkühltruhen abwenden. ;)


Bitburger WM-Caps

Pünktlich zum Start der Fußball-WM 2026 haben wir in den letzten Tagen per Paketdienst einen ganzen Karton Bitburger-Schirmmützen mit dem Aufdruck der Fußball-Nationalmannschaft bekommen.

Warum wir sowas knapp drei Monate nach dem WM-Finale bekommen … Ach, egal, nicht darüber nachdenken. Wir werden sie erstmal hier im Lager unterbringen und vielleicht fällt uns noch ein, was man damit anstellen kann. :P


Grüße von der Servicezentrale

Wollte nur ins Blog … :D

Das Telefon klingelte, ich meldete mich wie immer.

Der Anrufer: "Ja, hi, hier ist die Servicezentrale. Ist die Marktleitung im Haus?"

"Ja, sogar am Telefon."

"Die Vertretung?"

"Nein, die richtige Marktleitung.

"Herr Björn Harste?"

"Ja, genau."

"Oh, schöne Grüße. Ciao!"

[Klick!]

Noch im Rahmen (oder so ähnlich …)

Mit einer der letzten Lieferungen an Leerkisten, um unseren Überschuss an Bierflaschen entsorgen zu können, haben wir von unserem Getränkegroßhändler das hier bekommen.

Und da sollen wir jetzt Glasflaschen reinstellen und das Gesamtkunstwerk hinterher sicher auf eine Palette mit weiteren Kisten stapeln.

Wie gut, dass wir immer rollenweise Stretchfolie vorrätig haben …


"Was wäre, wenn der Laden …?" – die KI-Versionen | Folge 1

In diesem Blogeintrag vom 13. April 2024 ist ein simpler und nicht weiter überlegter Schnappschuss hier aus dem Laden zu sehen. Ich stand zum Zeitpunkt der Aufnahme vor einer der Tiefkühltruhen mit Kuchen und Torten und hatte durch den Hauptgang in Richtung Eingang geblickt.

Aus einer Laune heraus hatte ich ein paar Dinge mit dem Bildgenerator von ChatGPT ausprobiert und dazu war mir ausgerechnet und eher zufällig genau dieses Bild in die Finger gefallen. "Mach mal was draus", diktierte ich per Prompt – wichtig war dabei nur, dass die Perspektive und der Wiedererkennungswert möglichst erhalten bleiben sollten. Beim Rest durfte sich die KI frei austoben. Wir haben immer mehr ausprobiert und am Ende hatten wir sehr viele Bilder, die alle in einem Spektrum zwischen Kopfkratzen und stürmischer Begeisterung lagen. Ihr glaubt gar nicht, was man aus so einem profanen Supermarkt alles machen kann, wenn der limitierende Faktor nur die Vorstellungskraft ist.

Auch wenn die Bilder digital ohne menschliches Zutun entstanden sind, sind die Ergebnisse teilweise erschreckend beeindruckend. Inzwischen war mein Laden schon an Orten und in Zuständen, bei denen selbst die vermutlich entspannteste Gebäudeversicherung längst kapituliert hätte. ;)

Das heutige Thema lautet: Bonbons


Teelichthalter auf Leergutautomat

Irgendjemand hatte in den letzten Tagen eine Teelicht-Halterung auf dem Leergutautomaten platziert. Ob das nun Absicht war oder das Ding nur abgestellt und schließlich vergessen wurde, ließ sich nicht ermitteln.

Leider haben wir momentan keine LED-Teelichte mehr hier im Sortiment, sonst hätte ich die Halterung auch noch mit einer kleinen Lampe bestückt. :)


Sehr große Rechnungen

Vom Plakatdruck stand der Druckertreiber bei uns am PC im kleinen Büro noch auf A3. Ohne daran zu denken, habe ich diverse Rechnungen der Edeka auf den Drucker geschickt – und guckte reichlich blöd, als ich den fast anderthalb Zentimeter dicken Papierstapel im A3-Format in der Ablage des Druckers vorfand.

Wäre das jetzt nur ein Exemplar gewesen, hätte ich mir vielleicht den Spaß gegönnt, sie so zum Steuerbüro zu geben. Aber ich wollte unsere FiBu-Sachbearbeiterin nicht unnötig foltern und hab den ganzen Kram noch einmal auf A4 ausgedruckt …