Etwas doof geguckt hatte ich ja zugegebenermaßen schon, als ich die mit unseren Flaschenzippeln gesicherten Limoncello-Flaschen hier im Regal entdeckt habe. Ich kann mich nicht erinnern, dass davon schon jemals (auch ohne Sicherung) eine geklaut wurde und beim Preis von 2,79 ist das nun auch weder der Stoff, den sich Alkoholiker für den Eigenbedarf einsacken, noch das Zeug, dass zum Weiterverkauf entwendet wird.
Warum die gesichert sind? Das kann nur die berühmte Macht der Gewohnheit gewesen sein. Karton auf, Sicherungen dran, fertig. Notwendig ist es bei uns bei eigenmarken-Käse und Milka-Schokolade, aber bei diesen Flaschen hätte ich nun keine Bauchschmerzen, sie ohne jegliche Sicherung hier im Laden anzubieten.
Ich wusste, dass des die Durian (aka Stinkfrucht aka Kotzfrucht) gibt, nicht zuletzt von diversen Auftritten im Dschungelcamp, aber in einem Laden hatte ich sie auch noch nie gesehen. Bis zum Besuch eines Asia-Shops in Holland, wo ein ganzer Haufen von diesen Früchten tiefgefroren angeboten wurde.
Schlimmer als der Geruch dürften die Stacheln sein, die sind nämlich richtig fies.
Seit Herbst letzten Jahres haben wir ein paar Sorten Tiefkühlpizza der noch recht jungen Marke Crosta Mollica im Sortiment. Wer sie noch nicht kennt, aber Pizza mag, sollte sie unbedingt mal probieren.
Leider bei uns (zumindest über unser Edeka-Großlager) nicht bestellbar ist die Sorte "Bosco", die mit Champignons, Trüffeln und geröstetem Knoblauch belegt ist. in Rotterdam lagen diese in einer Filiale von Albert Heijn in der Tiefkühltruhe. Warum dürfen die Holländer so geile Tiefkühlpizza haben und wir müssen uns mit Margherita und Salami langweilen?
Bei uns passiert das eigentlich kaum. Manche Kunden fragen, wenn sie "größere Mengen" kaufen, ob sie es günstiger bekommen können, aber das ist selten. Wobei die Definition von "größere Mengen" in den Augen mancher Betrachter eben auch schon mehr als zwei Stück sind.
Hatte den Cartoon irgendwann mal im www entdeckt. So funktioniert es bei uns natürlich nicht, dass Preise unmittelbar kalkuliert haben, hat man doch eher bei Posten oder großen/teuren Einzelprodukten. Ich fand das Bild dennoch blogbar.
Derzeit haben wir ein Display mit unterschiedlichen Protein-Snacks von Gofitness-Nutrition hier im Markt stehen.
Die Artikel sind nicht weiter erwähnenswert (der von mir probierte "Pancake" mit Pistazien-Füllung hat mich leider auch nicht zu weiteren Tests motiviert), aber als eine Kollegin die Preisschilder an dem Aufsteller befestigt hat, musste ich schmunzeln. Mein erster Gedanke, den ich auch spontan laut aussprach: "Das sieht aber scheiße aus."
Es folgte ein demonstrativ entnervter Gesichtsausdruck, gefolgt von der Frage, wie ich das denn gemacht hätte.
Ja, wie hätte ich denn? Den Text überkleben wäre auch blöde gewesen. "Nee, hätte ich wohl auch so gemacht", antwortete ich lachend, "sieht aber trotzdem scheiße aus." Die Ware steht jetzt so im Laden.
Auf dem Foto in der Perspektive von vorne kam mir beim Schreiben dieses Beitrags der Gedanke, dass wir die Preisschilder ja ganz wunderbar auch jeweils an die aufgeklappten Deckel der einzelnen Kartons hätten kleben können. Aber da hätte die Preise in den unteren drei Fächern niemand entdeckt, da man ja nur in den wenigsten Fällen genau von vorne in die Fächer hineinschaut.
Ein Sachbearbeiter aus dem Steuerbüro, mit dem wir seit Jahren zusammenarbeiten, hat seinen Job gekündigt. Wir kennen uns seit Jahren und darum hatten wir zum Abschied noch einmal telefoniert. Als er mir erklärte, dass ist der Job "zu stressig" ist, bin ich vor Scheck fast lachend vom Stuhl gefallen.
Wir reden da gerade wohlgemerkt von Finanzbuchhaltung.
Auf den "Knusperkissen"-Katzensnacks unserer Edeka-Eigenmarke (Herzstücke) haben wir diesen Strichcode mit einer Katze entdeckt, die sich gerade genüsslich streckt:
Fundstück in unserer Plakatdrucksoftware, in die sich mal wieder ein falsches Produktbild auf das Plakat zu einem Artikel geschlichen hat. Das gäbe aber ein Hallo, wenn die Kunden sich auf ein knuspriges Walnuss-Feigen-Brot freuen würden und stattdessen nur in eine olle Zwiebel bissen.
Oder jetzt neu: Das Walnuss-Feigen-Zwiebel-Brot. Mild im Abgang mit Tränenpotential.
Hier trudelte eine etwas ungewöhnliche E-Mail ein. Adressiert war sie an bjoern@harste.info, angesprochen wurden der oder die Empfänger mit "Guten Tag Sielaff SiVario Team" – die E-Mail kam mir folglich schon nach den ersten fünf Wörtern mehr als sonderbar vor.
Ich zitiere mal in Ausschnitten:
[…] ich bin auf eurer Webseite aufmerksam geworden und habe gesehen, dass ihr Robotik- und Handling-Systeme für industrielle Anwendungen realisiert. Der Fokus auf effiziente und sichere Automatisierung wirkt sehr überzeugend.
[…]
Wir bei […] beschäftigen uns intensiv mit Rust als moderner, speichersicherer Ergänzung zu C/C++ sowie mit KI-Coding-Agenten wie Copilot für die Softwareentwicklung. In unseren Trainings zeigen wir Entwicklerteams praxisnah, wie sie Rust im Umfeld von Embedded- und Systems-Programmierung einsetzen können und wie sie KI-Agenten in ihren bestehenden Entwicklungs-Workflow integrieren können, ohne die Kontrolle über den Code zu verlieren.
Nutzt ihr in eurem Entwicklungsteam bereits Rust, C/C++ oder KI-Agenten wie Copilot in der Softwareentwicklung, oder habt ihr darüber nachgedacht, solche Technologien in eure Automatisierungssoftware einzusetzen?
Wenn das Thema für euch interessant ist: Wäre ein intensiver Crashkurs für euer Entwicklerteam noch vor Anfang des neuen Jahres, also innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen, eine Option? […]
So lautet meine Antwort:
Moin,
vielen Dank für die E-Mail, als Antwort gibt es einen kleinen Hinweis aus der Praxis: Bevor man anderen das effiziente Arbeiten mit Rust, C++ oder allgemein irgendwelchen KI-Agenten beibringen möchte, sollte man erst einmal sicherstellen, dass man eine ganz normale E-Mail an die RICHTIGE Firma senden kann.
Ich bin NICHT Sielaff, ergo schon gar nicht das Sielaff SiVario Team, ich verkaufe keine Leergutautomaten und stelle sie auch nicht her. Ich besitze so ein Gerät und berichte zeitweise in meinem Blog darüber. Aber nehmen Sie sich die Verwechslung nicht allzu sehr zu Herzen, ich wurde von einer Amtsrichterin auch schon für das Sozialgericht Bremen gehalten – nur, weil ich in einem Blogeintrag darüber berichtet hatte.
Aber wenn Sie möchten, kann ich Ihnen gerne einen Workshop anbieten: "Grundlagen der digitalen Kommunikation: Wie man das Adressfeld richtig nutzt." (Crashkurs, 5 Minuten) Erst die, danach die Rust-Schulung.
Einen passenden Ansprechpartner finden Sie bestimmt hier: https://sielaff.de/impressum
Wir hatten vor vielen Jahren mal einen Kollegen namens Johny im Team. Das ist inzwischen rund 14 Jahre her, aber nun trat er bei mir unfreiwillig privat noch einmal in Erscheinung. Er hatte sich damals nämlich ein paar stabilere Holzkisten hier im Lager für sich privat zurückgestellt und entsprechend beschriftet, aber nach seiner Kündigung hier vergessen. Nachdem die Kisten dann noch eine ganze Weile (möglicherweise auch ein paar Jahre) herumstanden, weil sie einfach niemanden gestört hatten, nahmen wir sie mit nach Hause, um aus ihnen Brennholz für den Kaminofen zu machen.
Zusammen mit anderem Holz lagen nun auch die Teile dieser Kisten einige Jahre in unserem Brennholzlager und bei diesem Brettchen musste ich einfach vor der feierlichen Einäscherung noch ein Erinnerungsfoto machen. Damit sind wir nun endgültig geschiedene Leute.
Ein Kollege und ich unterhielten uns mitten im Laden, als wir von einer jungen Frau angesprochen wurden: "Arbeiten Sie hier?"
Grinsend antwortete ich: "Nee, wir warten nur noch auf den Feierabend."
Leider fehlte der jungen Dame das Ironie-Detektionsgen und sie guckte uns stumm an als kämen wir von einem anderen Planeten. Schnell schob ich hinterher: "Nein, alles gut, wir gehören dazu. Was können wir für dich tun?"
Kann ja nicht immer funktionieren mit den blöden Sprüchen.
Bei der letzten Leerung der Elepfandspendenbox fiel mir dieser Zettel entgegen. 10.000 Euro am Stück (von meinem Geld, zumindest habe ich die Notiz so verstanden) habe ich leider gerade nicht über, um sie an die Eliprojekte abzutreten.
Insgesamt ist hier zwar schon weit mehr als nur 10.000 Euro an Spendengeldern von uns an den REA e.V. überwiesen worden, aber der Löwenanteil Elefantenanteil davon stammt von unseren Kunden. Nichtsdestotrotz habe ich schon seit langer Zeit den jeweils höchsten Bon pro Woche mit meinem Geld verdoppelt und drücke auch für alle durch den Automaten geschobenen Einweg-Gebinde, von selber hier in der Firma konsumierten Getränken, auf die Spendentaste. Da dürfte so nach und nach auch eine ordentliche Summe zusammenkommen, da bin ich sicher.
Ines hat mich schon so oft angestubbst, dass wir auch mal mehr mit der Presse machen sollten. Woanders fließen 500 Euro Spendengeld und dann wird ein plakatgroßer Scheck demonstrativ überreicht und das Foto ist hinterher in der Zeitung zu sehen, wir haben die bisher gespendeten 12.000 Euro einfach nur sang- und klanglos an den REA e.V. überwiesen.
Anruf eines Mitarbeiters einer Zeitarbeitsfirma, von der ich noch nie gehört habe. Kurzer Monolog des Anrufers über die Firma und dass man deutschlandweit Partner der Edeka sei mit der abschließenden Frage: "… und jetzt möchte ich wissen, warum arbeiten wir noch nicht zusammen?"
"Das kann ich Ihnen sagen, ich brauche Sie nicht."
Die Antwort kam wohl im Frage-Antwort-Portfolie des Anrufers nicht vor und er stutzte einen Augenblick, besann sich dann aber doch wieder: "Man weiß ja nie, Urlaubszeit, Krankheitswelle oder einfach nur für Inventuren. Wir bieten Lösungen für jeden Bedarf und können beim Packteam oder an der Kasse mit fachkundigen, ausgebildeten Mitarbeitern helfen, die auch mit der Edeka-Welt vertraut sind."
Aber es half alles nichts. Ich erklärte ihm, dass ich das hier seit über 25 Jahren mache und in der ganzen Zeit wirklich noch nie die Notwendig bestanden hat, die Dienste einer Zeitarbeitsfirma in Anspruch zu nehmen. Bislang sind wir immer so klargekommen und ich glaube auch nicht, dass sich das in nächster Zeit ändern wird.
Mehrere Krankheitsfälle gleichzeitig während der Urlaubszeit hatten wir hier auch schon und, ich gebe es zu, das war streckenweise schon ausgesprochen stressig. Dennoch haben wir es immer mit eigenem Personal geschafft und das wird auch noch in den nächsten Jahren so klappen, davon bin ich überzeugt.