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DAS ist ein Überraschungs-Ei

Eine Kollegin hatte mir ein demoliertes Ü-Ei ins Büro gebracht, das an der Kasse aufgefallen war. "Hier, für Eure Tochter", waren ihre Worte, als sie das Ei auf die obere Ebene meines Schreibtischs legte.

Grundsätzlich fühlte sich die Raumtemperatur hier im Büro gar nicht so warm an, aber der warme Luftstrom aus meiner Klimaanlage im Wärmepumpenbetrieb strich wohl die ganze Zeit genau in die Richtung. Als ich eine Weile später wieder zu dem Ei guckte, staunte ich nicht schlecht. Dass Schokolade in der Heizungsluft mal weich wird, kommt vor. Aber dass sich so eine eiförmige Kinderüberraschung gleich fast komplett auflöst, hatte ich bis dato auch noch nicht erlebt …


Zigarettenschachtel voller Geld

Im Laden lag eine geöffnete Zigarettenschachtel herum. Abgesehen von einigen Tabakkrümeln am Boden der Packung war vom ursprünglichen Inhalt nichts mehr zu erkennen. Stattdessen war sie gefüllt mit Kleingeld und Banknoten, diversen Kassenbons und ein paar bereits benutzten und wenig appetitlich anmutenden Kosmetikprodukten.

Die Packung lag so blöde in einem Gang, dass wir sie gerade nicht in der Videoaufzeichnung sehen konnten. Damit war uns natürlich auch die Chance genommen, herauszufinden, wem sie gehörte. Nachdem sich zwei Wochen lang niemand gemeldet hatte, kümmerten wir uns mit einer pragmatischen Lösung darum:

Die leere Schachtel, alte Kassenbons und eine halbvolle Cremetube mit ranzig-schmierigem Rand rund um den Deckel definierten wir als entsorgbar. Der Rest bestand aus etwas über 45 Euro in Bargeld, ein großer Teil davon in Münzen. Auf glatte 50 Euro aufgerundet haben wir diese Summe nun der Spendensumme unserer Elepfandspendenbox hinzugefügt. Ich denke, das ist fair und eine akzeptable Lösung, an der sich auch niemand bereichert.

Lustige Strichcodes – 772

Gefunden auf den "Eye Bad Mask" Pads der Marke Yeauty, die unsere Tochter unbedingt haben wollte: Ein Strichcode in Form des Produkts, nämlich Augenpads.

Könnte aber natürlich auch eine Geleebohne, ein fettes Grinsen oder ein Nierentisch mit drei abstehenden Beinchen (nicht im Bild) sein. Aber das mit dem Augenpad ist wohl am wahrscheinlichsten. ;-)


Mars macht mobil!

Als Ines und ich mit unserer Kleinen an Silvester nach Feierabend noch ein paar Stunden hier im Markt waren, hörten wir plötzlich ein Geräusch, als wenn irgendetwas heruntergefallen wäre. "Was war das denn?!", wunderte ich mich und sah nach. Nun …


Lustige Strichcodes – 768

Diesen Strichcode in Katzenform haben wir auf einer Packung "Pawsome" Katzen-Nassfutter entdeckt, die wir privat in einem Heimtier-Fachgeschäft gekauft hatten. Wir können ja auch nicht alles bei uns im Supermarkt anbieten. ;-)


Unfreiwilliges Dosenöffnen an der Kasse

Eine Kollegin kam mit einer Getränkedose ins Lager gelaufen, aus welcher der Inhalt in dünnem Strahl herausspritze. Die soll der Kollege an der Kasse versehentlich geöffnet haben, hieß es. Okay, kann passieren oder vielleicht war sie auch schon offen und erst durch die Bewegung beim Kassiervorgang wurde der Inhalt so weit aufgewühlt, dass sich das Kohlendioxid aus der Flüssigkeit löste.
Augenblicke später wurde die zweite Dose ins Lager getragen, auch aus dieser floss der süße Inhalt heraus und auch der Grund war der selbe: Versehentlich an der Kasse geöffnet. Häh?! Wie kann man bitte zwei Dosen versehentlich an der Kasse öffnen?

Och, das geht ganz einfach, sogar mit einer einzigen Handbewegung. Die Voraussetzung dafür ist nur, dass die beiden Ringe der Verschlüsse sich miteinander verhakt haben. Den Rest seht ihr hier:


Keine pinken Flirtkörbchen

Einkaufskörbe, die leuchtend rosa sind, geistern seit einer Weile durch alle Medien, zum Beispiel: Korbdating in Saarlouiser Supermarkt oder auch hier: Körbe für Singles in Neusser Edeka (Paywall). Auf der Website vom E-Center Warnow Park wird konkret auf die pinken Körbe eingegangen.

Die Idee ist ja eigentlich schon ganz witzig. Aber ich bin da auch ziemlich skeptisch. Die meisten Menschen sind erfahrungsgemäß recht unaufmerksam und Schilder werden ja bekanntlich schon aus Prinzip nicht gelesen. Wie viele Leute werden einen der pinken Körbe nehmen und damit ihren Einkauf erledigen, ohne auch nur annähernd auf eine wie auch immer geartete Kontaktaufnahme aus zu sein?

Ich meine, ein profaner (und wie auch immer kolorierter) Einkaufs­korb ist für die meisten kein soziales Signal, sondern ein schlichter Gebrauchsgegenstand. Er wird genommen, weil er da ist, weil er den Einkauf erleichtern soll – und nicht, weil er etwas bedeuten soll. Ich könnte mir vorstellen, dass die Sache mit den "Single-Körbchen" am Ende weniger an bösem Willen als an reiner menschlicher Unaufmerksamkeit scheitern wird – einer Ressource, die bei Supermarktkunden erfahrungsgemäß reichlich vorhanden ist.

Was haltet ihr von den pinken Einkaufskörben?

Brotchips-Knust

In den ersten zwei Jahrzehnten waren die von Chipita herausgebrachten Brotchips unter dem Namen "7Days" auf dem Markt. Vor ein paar Jahren wurde die Marke von TUC übernommen, was durch die zeitgleich erfolgte Preiserhöhung in Verbindung mit einer drastischen Reduzierung des Inhalts dem Produkt die Auszeichnung Mogelpackung des Jahres eingebracht hat.

Die Bake-Rolls schmecken leider so gut wie eh und je und da es absolut keine Alternative dazu gibt, laufen sie nicht nur bei uns weiterhin richtig gut, nein, wir nehmen sie auch privat immer wieder gerne mit. Die Sorte mit Knoblauch ist einfach zu lecker.

Worauf ich eigentlich hinaus wollte: Die Brotchips heißen nicht umsonst "Bake Rolls". Wie sie genau hergestellt werden, kann ich leider nicht sagen. Durch das konsequente Loch in der Mitte tippe ich darauf, dass sie, ähnlich wie Baumkuchen, auf einer Stange steckend gebacken werden. Aber nachdem ich diese Chips nun seit über 20 Jahren kenne und gerne esse – ich habe zum allerersten Mal den Knust, also ein Endstück, von so einem Brotchipsstrang in einer Tüte gehabt. Vielleicht hatte ich diese Stückchen auch schon früher in den Tüten und habe sie einfach immer nur vollkommen ignorant aufgegessen, das würde ich nicht abstreiten wollen.

Aber heute … das erste Foto eines Bake-Rolls-Knusts. :-)


Wärmebehandlung

Aus bestimmten Gründen steht auf Fleischprodukten, vor allem aber bei Geflügel, eigentlich immer der Hinweis dabei, dass da Produkt nur durcherhitzt zu verzehren ist.

Auf TK-Gänsebrustfilets, die wir derzeit in den Tiefkühltruhen liegen haben, findet sich dieser Hinweis irgendwie auch, nur in einer recht ungewöhnlichen Formulierung. Der Begriff "Wärmebehandlung" lässt ja nun sehr viel Spielraum für Interpretationen – angefangen bei fünf Minuten vor der Infrarotlampe bis hin zum Aufheizen auf rund 1000 Grad beim Härten von Stahl.

Also: Zumindest Geflügel immer durchgaren. Da reicht es im Zweifelsfall, dass das Fleisch vollständig nicht mehr roh aussieht. Wer ein Bratenthermometer hat, kann gezielt kochen: Überschreitet die Kerntemperatur wenigstens 70 Grad Celsius, sollten alle gefährlichen Keime abgetötet worden sein.

"Wärmebehandlung" … Ist ja schon irgendwie richtig, habe ich aber in dem Zusammenhang nun zum ersten mal in meinem Leben in dieser Formulierung gehört.


Datenkrise im Backzutatenregal

Es musste ja irgendwann so kommen. Erst wurde der Kühlschrank per WLAN vernetzt, dann der Kaffeevollautomat, dann der Toaster – und nachdem die ganze Küche online war, sind jetzt die Lebensmittel dran. Angefangen bei den Mandeln.

Offenbar hatten sie ein viel schwaches Passwort ("backen123") und wurden daher Ziel eines gezielten Angriffs aus dem Darknet. Oder, je nach Perspektive, einfach aus dem dunklen Vorratsschrank. Experten vermuten, dass kaum aufspürbare Datenspuren von Haselnüssen oder sogar schon fertig gebackenen Zimtsternen an dem ominösen Vorfall beteiligt sein könnten.

Was zunächst nur nach einer kleinen, unbedeutenden Krise im Backzutatenregal klingt, war aber nun kurz vor Weihnachten ein ausgewachsenes Cyber-Drama. Nuss-Knacker mit Root-Ambitionen hatten sich über die Firewall hier ins Sortiment geschmuggelt und die Mandeln übernommen. Datenforensiker haben einen Trojaner namens "El Marzipano 95" entdeckt. Session-Hash-Würmer hinterließen krümelige Logfiles, und der Passwort-Manager musste abschließend noch schriftlich Stellung nehmen.

Inzwischen ist die Integrität der Mandeln wieder hergestellt worden und die Kundschaft darf weiter einkaufen und backen. Der Hersteller versichert, man habe die Sicherheitslücke nachhaltig geschlossen und alle betroffenen Mandeln neu verpackt.

Trotz des glimpflichen Ausgangs bleibt ein schaler Beigeschmack: Wenn’s die Mandeln schon erwischt hat – wie sicher sind dann eigentlich unsere Korinthen?


Clementinenkiste statt Präsentkorb

Clementinenkisten, die lässige Alternative zum Präsentkorb. Die Stoffummantelung war von Ines schnell genäht, der Weihnachtswichtel übrigens auch, und schon ließ sich ein unkompliziertes aber durchaus wertiges Präsent zusammenstellen:

Was haltet ihr davon? Geht gar nicht oder eine prima Alternative zu den klassischen Körben, die aus meiner persönlichen Sicht doch reichlich verstaubt wirken?


Persische Limetten aus Brasilien

Im ersten Moment wirkte das etwas irritieren. Ja, wo kommen die Zitrusfrüchte denn nun her? Bis man sich dann daran erinnerte, dass "Persien" zwar noch als das Land Iran existiert, aber man die Bezeichnung eigentlich nur aus alten Geschichten kennt. Was soll man auch machen, wenn die Früchte so heißen? Angebaut werden sie in Brasilien und so kommen die "Persischen Limetten" eben aus Brasilien.

Ich muss zugeben, die Bezeichnung "Persische Limetten" hatte ich bis zum Ausdruck dieses Schildes noch nie gehört. In über drei Jahrzehnten im LEH hießen diese grünen Kugeln auf jeder Form von Schild immer nur "Limetten".

#wiederwasgelernt :-)