In Amerika ist das Produkt noch zu bekommen, hier in Deutschland sind die "Lunchables" von Kraft vor so vielen Jahren schon wieder verschwunden, dass sich kaum noch einer daran erinnern wird. Ich weiß nur noch, dass wir sie in den ersten Jahren hier mit der Firma auch im Sortiment hatten.
Nun ist Gutfried seit einer Weile mit der "Snack-Box" am Start, der Inhalt ist etwa genau wie beiden Lunchables: Acht Cracker und jeweils vier Scheiben Fleischwurst und Käse. Alles zusammen für 2,49 € – aber nachdem immer wieder Kunden danach gefragt hatten, haben wir sie nun auch endlich im Sortiment. Das Risiko ist überschaubar, in einem Karton sind nur fünf Packungen drin.
Vor gut fünf Jahren hatte ich hier mal etwas über die Barebells-Proteinriegel geschrieben. Zur Konsistenz: Entweder ist da irgendwann ein Gewöhnungseffekt eingetreten oder Barebells hat die Rezeptur verändern oder sie sind zumindest im Vergleich mit anderen Proteinriegeln deutlich besser.
Auf jeden Fall haben wir sie seitdem im Sortiment, seit langer Zeit auch schon in einer recht umfangreichen Auswahl. Die laufen nämlich trotz des Preises recht gut und der "Caramel Choco" erinnert geschmacklich erstaunlich an Rolo, falls sich daran noch jemand erinnert.
Da die Riegel so gut laufen, hatte ich mich im Spätsommer letzten Jahres mal in der Vorbestellung an ein Display Milchshakes von Barebells herangetraut. Aber da war ich wohl etwas zu optimistisch. Der Aufsteller steht nun seit Mitte Oktober 2025 hier im Laden und die Abverkäufe halten sich in erstaunlich übersichtlichen Grenzen. Ich gebe zu, dass mich das wirklich überrascht hat.
Fünf Monate Restlaufzeit haben die Flaschen noch und inzwischen gönne ich mir auch eine Flasche am Tag zur Mittagspause. Dass die zu so einem Ladenhüter verkommen, hätte ich nun echt nicht gedacht …
Die "Kiosktüten" sind inzwischen übrigens geliefert und im Süßwarenregal platziert worden. Die Muster hatten wir als Platzhalter ins Regal gestellt und nach kürzester Zeit waren sie bereits verkauft. Unter der Prämisse bin ich an dieser Stelle optimistisch, dass wir diese Artikel hier gut verkaufen werden.
Wir haben einen Aufsteller mit "Kiri" (Schmelzkäse aus Frischkäse) in den Laden gestellt. ich hatte mich bei der Bestellung schon etwas gewundert, da die Ware ja eigentlich gekühlt werden muss, aber es gibt da einen Workaround, der auf einem großen Aufkleber an dem Display erklärt wird.
Gestern haben wir den Aufsteller in den Laden gestellt, 21 Tage oben drauf ist der 1. April. Dieses Datum steht auch nun handschriftlich eingetragen im vorgesehenen Feld auf der Rückseite des Aufstellers. Ob wir die 120 Packungen bis dahin verkauft haben werden? Ich bezweifle es, aber den Rest können wir dann ja noch bis Anfang Juni über das Kühlregal abverkaufen.
Ich gebe zu, dass ich so eine Technik bislang auch noch nie erlebt habe …
Hinweis auf den Espresso-Tassenportionen von Jacobs: Statt 25 sind nun nur noch 20 Sticks in einer Schachtel. Überall wird ja heimlich verkleinert und getäuscht, da wollte man hier wohl mal ganz klar ein Zeichen in die andere Richtung setzen. Find ich gut.
Mit den Weihnachtssüßwaren in der vergangenen Saison hatten wir auch einen gemischten Aufsteller mit Produkten von Niederegger bekommen, also vor allem Marzipan in den unterschiedlichsten Variationen. Diese Artikel waren nicht speziell weihnachtlich, so dass wir sie nicht nach dem Weihnachtsfest zum Sonderpreis rausgehauen haben – und so steht dieses Display bis heute hier im Laden.
Wenn man sich die Entwicklung ansieht, kommt man schnell darauf, dass die Produkte sich nur sehr schleppend verkaufen. Die Qualität ist natürlich echt gut, aber 9 Euro für ein paar Marzipan-Happen oder eine Tüte Marzipankartoffeln ist für viele Kunden eben schon abschreckend.
Das wird nicht "der Ladenhüter des Jahres", zumindest nicht in der Form, dass wir auf dem Schaden sitzen bleiben. Aber es ist schon traurig, wenn man so tolle Produkte anbietet und viele Kunden beim Anblick der Preise spöttisch lachend weiterlaufen …
Goldmännchen-Tee haben wir zwar nicht dauerhaft im Sortiment, aber wenn wir Displays mit spannenden Sorten bekommen können, bestelle ich die immer ganz gerne mal, denn eigentlich laufen die Artikel bei uns erstaunlich gut.
Die "Kindertees" mutieren momentan noch eher zum Ladenhüter – und ich versichere euch, dass ich sie ausdrücklich nicht wegen des "Jupp-Jupp-Tees" mit dem süßen Elefanten auf der Verpackung bestellt habe.
Aber ein Grund wäre der kleine Rüssler auf jeden Fall gewesen.
Auf einer Packung mit gesüßten Maltodextrin war mir dieser Hinweis aufgefallen: "Nicht über 120°C erhitzen."
Warum ist das denn so? Ist Maltodextrin so hitzeempfindlich?
Nein, Maltodextrin nicht. Aber der Süßstoff Sucralose kann ab 120 Grad Verbindungen ausbilden, die Krebserregend sein könnten. Alles nur im Konjunktiv, aber Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste und man muss ja kein unnötiges Risiko eingehen.
Wer jetzt Panik schiebt: Im normalen Küchenalltag wird man kaum auf über 120 Grad kommen, außer man kippt das Produkt, in dem sich Sucralose befindet, in heißes Fett. Beim Kochen mit Wasser ist bei 100 Grad Schluss und selbst im Backofen wird die reine Garguttemperatur 120 Grad meistens nicht überschreiten.
Die Firma Narrenkraam kommt hier aus Bremen und stellt zwar keine eigenen Süßwaren her, verpackt sie aber interessant. Die "Kiosktüten" gibt es in mehreren Sorten (Sauer, Süß, Schaum, Lakritz) und werden in den nächsten Tagen auch den Weg in unser Sortiment finden.
Einerseits kommen sie aus der Nähe, andererseits ist es einfach mal eine Alternative zu den bekannten Marken und letztendlich – ein Faktor, den man in dieser bunten Stadt nicht außer Acht lassen kann – gehe ich davon aus, dass diese Produkte (noch) nicht in den Fokus der Beschaffungskriminellen wandern.
Die Neuplatzierung ist zwar "erst" zwei Jahre her, aber unser Regal mit Bio-Wein hatte dringend eine Überarbeitung nötig. Bei der Gelegenheit haben wir gleich eine Sortimentsbereinigung vorgenommen und jeden Artikel, den wir weniger als einmal pro Monat verkaufen, ins Jenseits befördert.
Den Rest haben wir mit Hilfe unseres Lieferanten nach Möglichkeit nach Herkunftsländern und dann nach Weingütern sortiert, die nächste Hierarchie in der Ordnung war dann die Farbe.
Damit haben wir zwei einige Artikel nicht mehr im Angebot, aber das alte Regal hatte uns allen auch keinen Spaß mehr gemacht. Jetzt ist wieder alles schön kompakt auf 2 x 1,25m untergebracht:
Bei den Produkten auf dem "Go Fitnesse"-Aufsteller hatte eine Kollegin in der Zutatenliste der Protein-Waffeln einen etwas skurrilen Eintrag gefunden: Weiße Masse.
Bleibt die Frage ob "Weiße Masse" eine offizielle Bezeichnung im Lebensmittelrecht ist, die so da in der Zutatenliste stehen darf (darf ganz offenbar) oder ob solche eigenen Bezeichnungen erlaubt sind, wenn die korrekte Aufschlüsselung dahinter zu finden ist. Weiß da jemand mehr?
Andererseits … Weiße Masse, graue Schmiere, schwarze Materie – alles so monochrome Substanzen, mit denen keiner so genau in Kontakt kommen möchte.
Seit ein paar Tagen haben wir die Trockenfrüchte von Frudist im Sortiment. Derzeit "nur" auf einem Aufsteller und ohne feste Platzierung, aber mal gucken, was daraus wird.
Kennengelernt hatten wir die Produkte vor ein paar Wochen auf einer kleinen Messe. Getrocknete Früchte, gerade auch Erdbeeren, sind nicht zuletzt durch KoRo in letzter Zeit immer wieder angesagt. Aber diesmal hatte sogar ich einen "Wow"-Moment. Ganze Früchte, die sogar in getrocknetem Zustand hinsichtlich Farbe und Textur wie frische Erdbeeren aussahen. Hammer. Frudist hat mit einem selber entwickeltem Verfahren ein einzigartiges Ergebnis geschaffen. Wir waren so begeistert, dass wir die Artikel unbedingt mal bestellen mussten. Selbst wenn sich die Erdbeeren (und Himbeeren, Äpfel und Birnen) hier nicht zum Renner entwickeln sollten, wollte ich diese Chance nicht ungenutzt lassen.
Die Gläser waren mit eigentlich gar nicht primär für den Verkauf gedacht, aber so sieht man zumindest mal die Ware. Wenn das nicht überzeugt, dann weiß ich auch nicht weiter …
Läden mit eigener Blumenabteilung oder einem vorgelagerten Blumenladen werden über die "kleine" Auswahl lachen, für uns war die Anzahl an Schnittblumen, die ich vor dem Valentinstag bestellt hatte, schon außergewöhnlich groß. Die Kollegen lachten schon über mich: "Da brauchen wir zu Montag wohl keine zu bestellen, da können wir die ganzen Reste reduzieren."
Hah! Denkste! Von dem ganzen Blühgemüse war sage und schreibe ein Strauß übriggeblieben. Und das vermutlich auch nur, weil der in einem der Eimer stand, die wir hier aus Platzgründen auf der Fensterbank untergebracht hatten, wo sie etwas untergegangen und daher von der breiten Masse nicht beachtet worden waren. Wir hatten ihn zwar abends noch in den Blumenwagen vor der Kasse gestellt, aber da wollte ihn dann auch niemand mehr haben.
Seit ein paar Tagen haben wir Porridge auch als Riegel in zwei unterschiedlichen Sorten im Angebot. Bestellt hatte diese Produkte meiner Meinung nach niemand mutwillig, also haben wir sie mutmaßlich durch eine zentralseitige Zuteilung bekommen.
Immerhin hat nicht eine Kollegin oder ein Kollege dieses Produkt begeistert angestrahlt, die Reaktion glich eher einem kollektiven Augenverdrehen. Das Modeprodukt Porridge wird ja nun immer wieder als vergoldete Haferflocken verspottet. Ob man die jetzt wirklich als Riegel gebraucht hat? Aber lassen wir die Kunden entscheiden. Laufen sie ab oder werden wir sie ununterbrochen nachbestellen? Ich werden vielleicht berichten, falls "Easy Going Porridge" nicht sang- und klanglos und von mir unbeachtet hier wieder verschwinden wird.