Ob unsere Auswahl an "Ready to Drink"-Produkten nun besonders groß oder klein im Vergleich zu anderen Supermärkten ist, vermag ich nicht zu sagen. Wir haben 15 verschiedene Produkte im Angebot und auf einigen ist mir vor ein paar Tagen aufgefallen, dass der Hinweis, um was es sich beim Inhalt der Dosen handelt, auffällig groß auf dieselben gedruckt ist. Es gibt zwei Variationen: "ALKOHOLISCHES MISCHGETRÄNK" und "ALKOHOLHALTIGES MISCHGETRÄNK"
Eine gesetzliche Pflicht scheint diese Deklaration wohl nicht zu sein, ansonsten würde man sie wohl auf sämtlichen dieser Produkte finden. Aber zumindest kann keiner sagen, er hat den Hinweis nicht gesehen und ging davon aus, einfach nur 'ne Dose mit Limo zu trinken …
TriTop ist so eine Kindheitserinnerung. Mitte der 80er habe ich bewusst zum ersten Mal mit dem Sirup, den es damals noch in Glasflaschen gab, zu tun gehabt. Die Marke gibt es grundsätzlich immer noch, hat aber mit dem Original von damals außer dem Namen und der ungefähren Flaschenform nicht mehr viel gemeinsam.
Ein paar meiner Mitarbeiter, einige sogar um die dreißig Jahre alt, kannten "TriTop" überhaupt nicht: "Nie gehört, was ist das?" Vielleicht sollte das zukünftig meine Benchmark sein, um historische Produkte ins Sortiment aufzunehmen (oder eben auch nicht) – und nicht meine eigenen sentimentalen Empfindungen.
Aber immerhin haben wir inzwischen schon ein paar Flaschen von dem Aufsteller verkauft. Mal gucken, wie sich das noch entwickelt …
Es ist schon knapp 15 Jahre her, dass wir das Produkt "Kalte Muschi" im Angebot hatten. Ob es GENAU DIESES Produkt noch gibt, weiß ich nicht. Die Website ist nicht erreichbar und in einigen Onlineshops, in denen man diesen Artikel finden kann, ist er derzeit nicht lieferbar.
Auf jeden Fall hatten wir mal "kalte Muschi" im Sortiment und ich hatte das immer für einen auffälligen Produktnamen mit unverblümt provozierendem Unterton gehalten.
Es hat 15 Jahre gedauert, um zu erfahren, was es mit dem Namen auf sich hat:
Rotwein mit Cola ist ein Spanien seit Jahrzehnten schon das heimliche Nationalgetränk. Der Begriff Calimocho (vom baskischen Kalimotxo) ist ein Cocktail aus Rotwein und kohlensäurehaltigem Cola-Erfrischungsgetränk. "Traditionell" soll dazu die originale Coca-Cola verwendet worden sein. Die Mischung ist in verschiedenen Regionen Spaniens (und auch Lateinamerikas) sehr beliebt. (Vermutlich parallel zu Tinto de verano – Zitronenlimonade mit Rotwein)
Der Begriff Kalimotxo wird auf Deutsch ungefähr "Kalimotscho" ausgesprochen – und daraus hat sich hierzulande irgendwann die deutlich eingängigere Verballhornung "Kalte Muschi" (oder auch "Kahle Muschi") entwickelt haben. Das war's schon. Mehr muss man zur Entstehung des Namens nicht sagen.
Fand ich interessant. Schön, dass man immer wieder Neues lernt.
Fünfzehn Jahre lang dachte ich, wir hätten damals einfach bloß ein Getränk mit einem möglichst pubertären Namen verkauft, über den junge wie alte Kunden immer wieder amüsiert gelacht oder sich auch peinlich berührt abgewandt haben. Dabei war diese temporäre Sortimentsbereicherung neben den Bionade-Kisten an der Tiefkühltruhe womöglich noch Bildungsarbeit mit baskischem Migrationshintergrund …
Das ist dann wohl die letzte Erwähnung von Frosty Pocket hier im Blog: Die noch vorhandenen Mengen haben wir über den Warenrückruf der Edeka übermittelt und die restliche Ware steht hier in Bananenkartons mit "gesperrt"-Vermerk versehen und wartet nun darauf, vom Außendienst der Agentur abgeholt zu werden.
124 Tütchen sind es noch, 56 von den ursprünglich 180 haben wir also verkauft. Ach, nee, stimmt gar nicht. 54 haben wir verkauft, die beiden anderen in der Rechnung haben sich Ines und unser Nachwuchs einverleibt. Das ist jetzt kein Beinbruch gewesen, zu viel Glycerin kann zu Kopfschmerzen, Übelkeit oder auch Durchfall führen, verursacht aber keine dauerhaften Schäden, da der Stoff als unbedenklich gilt, weder krebserregend noch erbgutschädigend ist und vom Körper vollständig abgebaut wird.
Es kann eben nur bei zu hoher Dosierung zu den erwähnten, durchaus unangenehmen Nebenwirkungen kommen, was nun auch der Grund für den Rückruf war.
Wir versuchen bei uns ja immer irgendwie zu vermeiden, dass Lebensmittel im Müll landen. Auch mal länger abgelaufene Produkte "verschenken" wir oft genug für einen symbolischen Preis von 5 oder 10 Cent.
Manchmal sind die Sachen einfach nicht mehr zu retten, da ist sowas dann zwar gut gemeint, aber Möhren in diesem Zustand möchte ich hier einfach gar nicht mehr anbieten.
In mehr als einem Monat war auch für einen Euro pro Dose kaum etwas von dem Collab-Aufsteller verkauft worden.
Das war's jetzt. Nun sind die Dosen mit 80 Cent auf roten Sonderpreisetiketten auf dem Restetisch gelandet. Ich glaube, viel mehr kann man zur Schadensbegrenzung bei so einem Artikel nicht machen. Vom Restetisch verkauft sich bei uns eigentlich alles, da bin ich zuversichtlich, dass wir die Collab-Dosen loswerden.
Bin mal gespannt, wann die ersten Leute fragen, ob wir das Getränk wiederbekommen können. Die werde ich dann aber enttäuschen müssen …
Mit dem Außendienst der Agentur habe ich bereits schon kommuniziert und die Ware wird natürlich zurückgenommen. Hier steht sie daher schon nicht mehr im Verkauf und so hat sich die Überlegung, ob Ladenhüter oder nicht, ohnehin erledigt …
Deutlich weniger Ware für den Anfang als im letzten Jahr und sogar noch weniger Ware als im Jahr davor steht nun hier auf der Fläche. Dass wir die Saison mit nur sieben Aufstellern/Displays anfangen ist schon ungewöhnlich.
Da wird natürlich im Laufe der nächsten Wochen und Monate noch wesentlich mehr kommen. Aber so ist erst einmal der Anfang für die üblichen Kommentare gemacht: "Jetzt schon?!" und "Das wird auch jedes Jahr früher!"
Lustig aber, wie beständig wir bei einigen Artikeln sind. Vergleicht mal das aktuelle Bild mit den Bildern der letzten beiden Jahre. Die "Lebkuchen-Allerlei"-Tüten (der hohe Turm mit den roten Kartons) und die einfachen Spekulatius (die weißen Tüten mit der roten Spitze) haben wir neben ein paar anderen Klassikern immer mit dabei …
Und Spekulatius. Und Baumkuchen. Und bestimmt noch viele andere Artikel, die sich jetzt noch in Kartons und unter Stülpdeckeln verstecken. Wenn wir es zeitlich schaffen, bauen wir die Ware heute noch auf. Ansonsten müssen die Sachen noch bis morgen tapfer im Lager durchhalten …
Edeka-Harste goes new Ways neue Wege: Wir haben jetzt auch mal ein Display mit Produkten von "The Pink Stuff" hier im Laden stehen. Wer sich von gelegentlich oder auch häufiger mal in den putzwütigen Ecken von Instagram und TikTok herumtreibt, dürfte die knallpinken Packungen schon längst einmal gesehen haben. Vor allem die rosasarbene Reinigungspaste hat sich dort in den vergangenen Jahren wohl zu einem ziemlichen Hype entwickelt. DAS war jedoch nicht der Grund für mich, diesen Aufsteller mal zu bestellen.
Dabei ist das Zeug erstaunlicherweise nämlich gar keine neumodische Social-Media-Erfindung oder das Produkt irgendwelcher Influencer. Die Geschichte der Paste reicht bis in die 1930er Jahre zurück. Ob sie ihren heutigen Namen tatsächlich nur deshalb bekam, weil die Kunden das rosa Reinigungsmittel ohnehin längst einfach nur "The Pink Stuff" nannten oder ob das Mittelchen von Anfang an so hieß, habe ich nicht herausfinden können.
Ob die Paste (und die anderen Mittelchen dieser Serie) nun tatsächlich irgendwelche Wunder vollbringt, kann ich nicht beurteilen. Der Hersteller selber bezeichnet die Paste letztlich auch nur als milden Scheuerreiniger und warnt bei empfindlichen Oberflächen durchaus vor möglichen Kratzern.
Als ich die Proben vor ein paar Monaten mal im Kollegenkreis herumgezeigt hatte, erntete ich viele "Ahh!"s und "Ohh!"s und so kam ich darauf, dass dieses Produkt (als Artikel für den Verkauf) durchaus mal ausprobierenswert wäre. Und nun bin ich mindestens genauso neugierig, ob unsere Kunden mit dem pinken Zeug schon etwas anfangen können. Wird der Aufsteller schnell leer oder haben wir den nächsten LHDJ hier vor uns?
Ein kompletter Karton Pralinen der Marke "Schwarze Herren Schokolade" ist hier im Regal abgelaufen. Abgesehen davon, dass wir ohnehin nicht eine einzige Packung davon verkauft haben, hat auch nie jemand bemerkt (oder sich gar darüber beschwert), dass die Dinger inzwischen seit mehreren Monaten abgelaufen waren.
Einigen wir uns darauf, dass wir auf diesen Artikel komplett verzichten können …
Nach Solare noch ein neues Produkt aus der Fernsehwerbung: Jim Beam mit Ananas.
Dieses gewagte Whiskey-Experiment (Mit Bourbon kann man es ja machen …) steht nun aber ganz frisch hier bei uns im Laden. Jetzt kauft gefälligst, kauft. Ist bei uns auch für 15,99 Euro zum Discount-Dauerpreis zu bekommen.
Karambolen / Sternfrüchte kommen normalerweise leuchtend gelb in den Handel. Dann sind sie schön reif und sind (bedingt) auch zum Verzehr geeignet. Diese Sammlung an Früchten, die wir vor einer Weile bekommen hatten, war dagegen wohl eher für geduldige Konsumenten gedacht, welche diese mit etwas Zeitaufwand in den kommenden Wochen sorgsam lagern und darauf hoffen konnten, dass sie nachreifen.
Da man diese Früchte aber fast nur als Deko für Cocktails und auf Buffets verwendet, spielt die Farbe im Grunde gar keine Rolle, da ohnehin niemand die Sterne mitisst …
Schade: Die Frosty Pocket Slushys laufen nicht annähernd so gut, wie ich gehofft hatte. Eine bestimmte Erwartung hatte ich zugegebenermaßen nicht, ich hatte den kleinen Aufsteller nur bestellt, weil ich das Produkt lustig fand. Über die tatsächliche Beliebtheit bei den Kunden hatte ich in dem Moment gar nicht nachgedacht.
Einige der Tüten sind schon verkauft. Dass dieses (aktuelle) Bild und das aus dem Beitrag von Anfang Juli gleich aussehen, liegt nur daran, dass die obere Ebene des Aufstellers mit der restlichen Ware aus den unteren Ebenen des Displays von einer Kollegin gerade schön aufgefüllt worden war.
So interessant ich dieses Produkt auch finde, es ist auf dem Weg zum Ladenhüter. Vor allem auch, da die heißeste Phase des Jahres nun grundsätzlich vorbei ist. Eigentlich schade. Beides.
Wir haben zwei Muster von unterschiedlichen Ölen von "Vola" bekommen. Spontane Meinung: Brauchen wir nicht, mit 6,99 € für 150 ml Öl auch nicht gerade günstig und warum ausgerechnet in einer Plastikflasche?
Dazu kennt kaum jemand die Marke. Kunden müssten sich für relativ viel Geld auf eine komplett neue Marke einlassen. Das ist wohl tatsächlich eher was für den Onlinehandel und nicht für einen Supermarkt. Vielleicht mal als Zweitplatzierung zum Thema Grillen o.ä., aber fest im Olivenölregal? Ich bezweifle den Erfolg (hier bei uns im Laden) und lasse auf jeden Fall die Finger davon.