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Leergut-Kostenrechnung

Börnd wollte hier wissen:

Mich würde die grobe Kostenrechnung für den Kreislauf "Leergut" interessieren. Wer bezahlt den Automaten und die Reparatur? Ich nehme an du. Wie rechnet sich das (für dich)?

(Genaue Zahlen sind nicht nötig)
Da ich auch gar nicht mit genauen Zahlen aufwarten kann, hat sich das ohnehin erledigt. Eigentlich kann nicht nicht mal ungenaue oder auch nur grob geschätzte Zahlen liefern, daher hier einfach mal ein paar Gedanken zu dem Thema:

So ein großer Leergutautomat liegt übrigens bei ca. 25.000 Euro, dazu kommen Wartung und Reparaturen, über die Laufzeit vielleicht 2000 Euro pro Jahr. So ganz aus reinem Spaß an der Freude kauf man sich sowas also nicht. Bei mir waren es mehrere Gründe, die dazu geführt haben, dass ich im Oktober 2007 (das ist schon 12 Jahre her!), den ersten Leergutautomaten gekauft habe. Zum einen gab es teilweise erhebliche Differenzen mit den zentral in den Zählzentren erfassten Einweggebinden, zum anderen wurde das Leergutaufkommen, gerade auch während der Jahre mit 24-Stunden-Öffnung, immer mehr. Das hat teilweise zu kompletter Unproduktivität bei mir geführt, da ich zeitweise nur noch zwischen Büro und Leergutannahme gependelt bin. Zu Spitzenzeiten saß ich noch nicht mal wieder am Schreibtisch, als schon die Klingel wieder durch den Laden tönte. Ich hatte das Phänomen hier im Blog mal Leergutklingel-Tinnitus getauft.

Aber nicht nur meine Arbeitszeit, sondern auch die der Mitarbeiter war immer mehr an die Leergutannahme gebunden. Dabei war es nicht die reine Zeit, die Flaschen zu zählen und einen Bon zu drucken, es war das selbe Problem wie im soeben verlinkten Beitrag von 2009: Arbeit unterbrechen (ggf. sogar mehrere Mitarbeiter gleichzeitig), zur Leergutannahme laufen und nach dem Leergut wieder in die Arbeit reinfinden. Und das teilweise für nur eine oder zwei Flaschen.
Dazu kommt noch ein weiterer Faktor, den jeder verstehen kann, der schon einmal mit bloßen Händen in eine Plastiktüte gefasst hat, in der Flaschen in irgendwelchen stinkenden Pfützen aus Bier und anderen Getränkeresten, vielleicht noch mit Dreck, Zigarettenkippen und toten Fliegen durchsetzt, schwimmen. Dieser Ekelfaktor holt uns selbst heute noch immer wieder ein, wenn die Maschine mal aus irgendwelchen Gründen nicht funktioniert.

Das ließe sich bestimmt alles ganz genau in Zahlen und dann auch in Geld darstellen. Habe ich nie getan, aber egal wie die Antwort lautet: Ich würde nicht mehr auf den Automaten verzichten wollen und selbst wenn der B500 irgendwann mal abgängig ist, würde ich (zumindest nach der derzeitigen Leergut-Situation) wieder das Geld investieren und einen neuen Rücknahmeautomaten anschaffen.

Frage zu Selbstscanner-Kassen

Norbert hatte ein paar Fragen zum Thema Selbstscanner-Kassen an mich:

Wie stehst Du als Marktbetreiber zu Selbstscanner-Kassen? Völlig unrealistisch in einem Problemviertel? Eigenartige Auslagerung der Arbeit an den Kunden? Tolle Lösung?
In einem Problemviertel (was wir hier übrigens nicht sind), würde ich vermutlich keine Kassen zum selber Scannen installieren. Das Geld kann man dann wohl direkt aus dem Fenster werfen. Bei uns hier wären solche Kassen wohl tatsächlich eine interessante Alternative, jedoch ist es hier im Markt bekanntlich mit dem Platz etwas beschwerlich, denn ich würde nicht auf die gewohnte Ausstattung an herkömmlichen Kassenplätzen verzichten wollen. Wir haben hier ganz sicherlich viele Kunden, die das Angebot von Selbstbedienungskassen bestimmt gerne nutzen und dabei auch nicht betrügen würden.

Sicherlich wird mit solchen Kassen Arbeit an die Kunden abgeschoben. Aber unter Umständen, und da kann ich gerade nur für mich selber sprechen, ist das dennoch angenehm: Die beiden Geschäfte hier in Bremen, bei denen solche Kassen installiert sind und die ich benutze, sind der Hornbach-Baumarkt (relativ oft) und das nervige schwedische Möbelhaus (versuche ich zu vermeiden). In beiden Märkten hat man meistens nicht sehr viele Artikel und die SB-Kassen sind auch meistens so frei, dass man sofort einen freien Platz findet. Artikel scannen, Karte durchziehen, fertig. Daraus folgt: Während die einen noch überlegen, an welcher Schlange sie sich am besten anstellen sollen, bin ich meistens schon wieder auf dem Weg aus dem Laden.

Bei uns wäre das bestimmt nicht ganz so einfach, denn es gibt unglaublich viel zu beachten. Manche Artikel müssen über Artikelnummern erfasst werden (Backwaren, Gemüse, Kleinsthersteller ohne Strichcodes), wir haben reduzierte Artikel, Pfand und noch viele andere Kleinigkeiten, die bei uns in einem wirklich umfangreichen Kassentraining vermittelt werden. Ich denke, dass wir so oft eingreifen müssten, dass wir auch gleich bei der herkömmlichen Kassenlösung bleiben können.

Kleingeld am Monatsende?

Michael hatte eine Frage:

Ist eigentlich im Supermarkt an den Mengen der rein- und rausgehenden Münzen zu spüren, wie weit der Monat schon vorangeschritten ist?

Sprich, zum Zahltag kommen vermehrt Kunden mit größeren Scheinen an, und drei Wochen danach braucht man bei Euch quasi kaum noch Münzrollen, weil die Leute vermehrt ihr angesammeltes Kleingeld aus Geldbörsen und Jackentaschen zusammenklauben... und das geht so, bis sie wieder frisches Geld auf ihr Bankkonto bekommen haben.

... ist so ein Effekt tatsächlich bei Euch spürbar?
Lange Frage, sehr kurze Antwort: Nein. :-)

Okayokay, um Michael nun nicht nur mit vier Buchstaben abzufertigen, hier eine etwas längere Antwort: Was auffällt ist, dass kurz vor Monatsende aber auch kurz vor der Monatsmitte mehr Leute ihr Kleingeld zusammenzukratzen scheinen. Da werden teilweise alle Taschen der Bekleidung nach irgendwelchen Münzen durchsucht. Es scheint also so, als ob die Gedanken des Fragestellers nicht ganz so abwegig sind.

Dass wir hier zu den genannten Zeiten spürbar mehr Münzgeld-Rollen benötigen, kann ich so jedoch definitiv nicht bestätigen. Das ist dann maximal nur in so geringem Umfang, dass mir das in knapp zwei Jahrzehnten noch nicht mit irgendeiner erkennbaren Regelmäßigkeit aufgefallen ist.

Frage zum Herbstgebäckabsatz

Norbert wollte wissen, wie sich Herbstgebäck / Weihnachtsware in den Monaten von der Lieferung Ende August / Anfang September bis zum Weihnachtsfest verkauft. In welchem Zeitraum werden welche Artikel der gesamten Ware am stärksten verkauft.

Eigentlich kann sich das fast jeder selber beantworten. Wann kauft ihr Lebkuchen? Wann Adventskalender und wann die "richtigen" Weihnachtssachen, also beispielsweise Schokoladenweihnachtsmänner? Die meisten von euch werden da ähnliche Gewohnheiten haben und ich denke, dass das etwa so aussieht:

Spekulatius, Lebkuchen: Fangen relativ stark an und steigern sich bis Anfang Dezember noch leicht.

Dominosteine, Kekse & Kuchen, Stollen: Fangen schwächer an als Spekulatius, haben ihren Höhepunkt aber ebenfalls Anfang Dezember.

Marzipan und Frutgummiartikel haben ebenfalls ihren Höhepunkt Anfang Dezember, setzen aber erst ein paar Wochen nach den bereits genannten Produkten ein. Von dort eine kontinuierliche Steigerung.

Schokolade und Hohlfiguren: Fangen erst Mitte Oktober schwach an und steigen ab der zweiten Novemberhälfte schnell in die Höhe.

Adventskalender haben ihren Höhepunkt natürlich nicht erst Anfang Dezember, sondern Ende November. Von ihnen wird die große Masse auch erst im November verkauft, vorher sind das quasi Ladenhüter.

Frage zu Urlaub

Thorsten hatte folgende Frage:

Wie handhabst du es deinen Mitarbeitern zu "kritischen" Zeiten Urlaub zu gewähren? Ich rede von den typischen Konstellationen: Pfingsten, Weihnachten, Ostern, Silvester, zum Teil auch Sommerferien. Oftmals kommt es dort zu Tagen oder auch Wochen in denen die Urlaubswünsche zu sehr überschneiden und eine ordentliche Besetzung im Markt nicht gegeben ist. Es gibt ja einige Faktoren die Einfluss nehmen, wie z. B. Betriebszugehörigkeit, schulpflichtige Kinder etc …

Wie handhabst du so etwas in deinem Betrieb?
Ganz einfach: Niemand hat hier im Unternehmen irgendeinen Urlaubsanspruch, da wir diesen gleich schon zu Beginn des jeweiligen Beschäftigungsverhältnisses arbeitsvertraglich vollständig ausschließen. Mit dieser zugegebenermaßen recht unkonventionellen Lösung umgeht man kurzerhand sämtliche Diskussionen und mögliche Querelen um die Urlaubszeiten sehr elegant und bekommt als Unternehmer auch noch pro Jahr und Mitarbeiter ein paar Wochen mehr Arbeitsleistung für den gezahlten Lohn. :-)

So. Schnappatmung wieder einstellen. :-)

Es gibt natürlich auch bei uns Zeiten, nämlich die oben erwähnten Feiertage und anderen Termine, an denen am liebsten jeder zu Hause bleiben würde. Aber wir finden dazu eigentlich immer eine Lösung, zumal auch durchaus drei Leute bei uns gleichzeitig Urlaub haben können, wenn deren jeweiligen Aufgabenbereiche nicht miteinander kollidieren.

Ferien: Mitarbeiter/innen mit Kindern haben natürlich ein Vorrecht, in den Ferien ihren Urlaub zu nehmen. Alle anderen müssen ihre Urlaubsplanungen darum herum konstruieren.

Die Arbeitszeiten und Urlaube rund um Feiertage lösen sich eigentlich auch immer ganz entspannt auf. Ostern und Pfingsten sind zumindest bei uns hier die Zeiten, an denen meistens niemand länger zwingend abwesend sein möchte. Weihnachten und Silvester dagegen schon eher. Das lösen wir aber ganz pragmatisch: Es gibt in den beiden Wochen generell keinen Urlaub und wer an Heiligabend arbeitet, kann Silvester frei haben, wer Heiligabend frei haben möchte, muss Silvester ran.

Frage zur Personalstruktur

"Nicht der Andere" hat hier gefragt:

Statt sowas wie 3 Voll- und 32 Teilzeitlern könnte man doch auch einfach 19 Vollzeitler beschäftigen. Oder einfach größtenteils Vollzeitler und einige Teilzeitler, weil man die Einsatzzeiten der Letzteren besser auf Flaute und Sturm anpassen kann.

Oder scheitert's schon daran, daß man den Teilzeitlern weniger pro Stunde zahlt in Hinsicht auf deren geringeren Steuersatz oder weil die zum Teil als Aufstocker ja auch Geld vom Amt erhalten?
Ist nicht gerade eine konkrete Frage an mich, aber ich habe das mal als Anlass genommen, über eine schwierige Gratwanderung zu schreiben, die mich hier schon seit fast zwei Jahrzehnten verfolgt: Stellt man besser Vollzeitkräfte, Teilzeitmitarbeiter oder Aushilfen ein?

Wenn man nicht nur Vollzeitkräfte einstellt, wird man ja gerne von Außenstehenden (oder Stammtischsitzenden) als wenig sozialer Arbeitgeber beschimpft. Aber es gibt nun mal auch einen Markt für Leute, die weniger Stunden arbeiten wollen (oder nur können) und auch Aushilfsjobs auf 450-Euro-Basis sind heiß begehrt, die Schüler und Studenten unter euch werden wohl kaum irgendwo eine Vollzeitanstellung übernehmen wollen.

Mitarbeiter mit mehr Stunden identifizieren sich meistens mehr mit dem Unternehmen und sind einfach viel tiefer in der ganzen Materie drin. Bei Aushilfen, die nur einen oder maximal zwei Tage pro Woche mal da sind, kann diese Verwurzelung meistens gar nicht wachsen. So gesehen ist die Anstellung von (interessierten) Vollzeitmitarbeitern für den Betrieb schon sehr wichtig.

Aber es gibt noch einen weiteren Punkt: Mit der Anzahl der Mitarbeiter wächst auch die Ausfallsicherheit. Wenn eine Aushilfe ausfällt, bricht nur ein Viertel der Stunden weg, die eine Vollzeitkraft macht. Krankheiten und Urlaub lassen sich somit natürlich viel leichter überbrücken.

Ich denke, es gibt nicht den einen richtigen Weg. Hier im Markt in der Gastfeldstraße habe ich aktuell 26 Mitarbeiter/innen. Darunter sind 9 in Vollzeit (35 bzw. 40 Stunden), 8 Teilzeit (18-34 Stunden) und 9 Aushilfen, also ziemlich genau jeweils ein Drittel. Vereinzelte Schwankungen gibt es immer mal, aber große Abweichungen von diesem Schema habe ich hier seit ein paar Jahren schon nicht mehr und ich denke, so habe ich meinen Weg hier gefunden.

Übrigens: Die Vollzeitkräfte sind im Durchschnitt schon seit 8 Jahren hier beschäftigt, der Rekordhalter seit fast 13 Jahren. Die Fluktuation findet also eher bei den Aushilfen statt, was völlig normal ist.

Klar ist Feuerwerk bestellt!

In diesem Kommentar wollte vor ein paar Tagen jemand wissen, was denn mit der diesjährigen Feuerwerksbestellung ist. Die hatte ich irgendwann mal ganz unspektakulär nebenbei gemacht und das hier gar nicht erwähnt, aber natürlich ist da was bestellt.

Wenn da irgendwann eine gesetzliche Regelung kommt und diese privaten Feuerwerke verboten werden – okay, dann ist es so und dann werde ich als Feuerwerks-Fan damit leben müssen. Aber aus Einzelhändlersicht werde ich, so lange es eben nicht reglementiert ist, nicht auf diesen Zusatzumsatz verzichten wollen.

"Müll bei Edeka. Hunderte Schokohasen."

Ich habe gerade diesen Link zu einer Twitter-Meldung bekommen:

Müll bei Edeka. Hunderte Schokohasen.

Es folgte die Frage nach meiner Einschätzung der Situation.

Ehrliche Antwort? Ich kann dazu kaum etwas sagen, da die Umstände vollkommen unklar sind. Das fängt mit der (für mich) wichtigsten Frage an: War das ein selbstständig betriebener Markt oder ein sogenannter "Regiemarkt", also ein direkt von der Edeka betriebener, in dem Angestellte wirken, die meistens ein ganz anderes Verhältnis zu den Dingen haben, da sie eben nicht mit ihrem eigenen Vermögen für ihr Tun haften.

Die zweite wichtige Frage ist, warum die Milka-Hasen im Müll liegen. Auch da kann ich natürlich nur spekulieren, aber ich möchte an dieser Stelle einfach mal ein paar Optionen in den Raum werfen, die man vielleicht als Außenstehender nicht sieht. Dass die Schokokarnickel "einfach so" in der Tonne gelandet sind, kann ich mir jedenfalls kaum vorstellen. Die Supermärkte werden zwar in den Medien immer gerne so dargestellt, als wäre ihre Hauptaufgabe, essbare Lebensmittel zu vernichten – aber davor kommt noch ein weiterer Punkt: Es sind Wirtschaftsbetriebe, die Gewinn erzielen wollen, und davon möglichst viel. Verkaufsfähige Ware mehr oder weniger grundlos wegzuwerfen erscheint da als nicht sehr erstrebenswertes Ziel.

Warum liegen die Hasen im Müll? Ich weiß es doch nicht! Die folgenden Überlegungen könnt ihr gleichermaßen für Angestellte als auch Inhaber durchspielen, letztere werden oder sollten aber eine gesündere Einstellung zu ihrem Kapital haben. Für alle gilt aber, dass die Diskussionen zum Thema "Lebensmittel wegwerfen" inzwischen in allen Köpfen angekommen sein sollten und wenn man schon aus betrieblichen Gründen diese Entscheidung treffen möchte, man vielleicht auch noch mal die moralische / ethische Komponente berücksichtigen sollte.

Es besteht also tatsächlich die Möglichkeit, dass angewiesen wurde, diesen Überbestand einfach wegzuwerfen. Das wäre jedoch in so vielen Punkten falsch, dass ich kaum dran denken mag. (Alleine schon aufgrund des Imageproblems, da ja gerade die selbstständigen Einzelhändler das Erscheinungsbild der Edeka auf jeden Fall schützen sollten.)

Es gäbe aber natürlich auch die Option, dass die Ware, aus welchen Gründen auch immer, überhaupt nicht mehr verkauft werden konnte. Vielleicht gab es einen Warenrückruf, da von der Schokolade potentiell eine Gefahr durch Fremdkörper oder Giftstoffe ausgeht. Oder irgendeine Flüssigkeit ist auf den Osterhasen ausgelaufen oder sie standen in einer Pfütze (z.B. Wischwasser) und haben allesamt nasse "Füße" bekommen. Vielleicht haben sie sich durch Hitzeeinwirkung verändert (austretendes Fett macht die Schokolade zwar nicht giftig, aber haben will sie auch niemand mehr) oder es gab einen Schädlingsbefall. Oder die Sachen sind gar nicht aus diesem Jahr, sondern schon vor langer Zeit abgelaufen und auch deshalb nicht mehr verkehrsfähig. Möglichkeiten gäbe es viele, das Wegwerfen plausibel zu begründen.

Die "Schnubbelfluse" hätte ja auch einfach mal im betroffenen Markt nach den Beweggründen fragen können, anstatt einfach ein Foto (ist es überhaupt echt oder doch bearbeitet?) so zusammenhangslos zu veröffentlichen.

Damit will ich nicht das Wegwerfen von Lebensmitteln verteidigen! Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass ich es es nicht ausstehen kann, noch gute Lebensmittel wegzuwerfen. Das geht bei uns im Laden ja sogar schon so weit, dass wir manche Artikel mit einem symbolischen Sonderpreis von nur ein paar Cent anbieten, um auf jeden Fall einen (interessierten) Abnehmer finden können. Und wenn dann alles nicht hilft, haben sogar noch oft genug meine Mitarbeiter die Möglichkeit, diese Waren zu verzehren oder mitzunehmen. Oder denkt an die Aktion, als wir vor der tagelangen Schließung des Marktes den Inhalt unserer Gemüseabteilung tatsächlich verschenkt haben.

Fragen zu den Kühlanlagen

In den Kommentaren zu diesem Beitrag bezüglich unserer neuen Kühlanlagen hatte Bernd ein paar Fragen, die ich hier mal für euch beantworten möchte:

· Hat das lange MoPro-Regal vorne Rollos um in der Nacht Strom zu sparen?

Ja. Momentan fahren wir sie noch über einen kleinen Stecker manuell rauf und runter, langfristig (also wenn alle neuen Lichtbänder montiert sind) sollen die Rollos zusammen mit der Beleuchtung (auch mit der von den Sydney-Tiefkühltruhen) parallel zur allgemeinen Marktbeleuchtung geschaltet werden.

· Ist es richtig, dass das Kühlsystem das MoPro-Regal und den TK-Raum versorgt und die Sydney-Truhen wiederum autarke Einzelsysteme sind?

Richtig. Jede einzelne Sydney-Tiefkühltruhe ist für sich alleine komplett funktionsfähig. Die beiden Kühlregale in der Gemüseabteilung und für die Getränke sind ebenfalls komplett steckerfertig und ohne weitere Infrastruktur lauffähig.

Die großen Kühlregale sind eine Kombination aus Verbundanlage und steckerfertigen Einzelgeräten: Jedes der sieben Module hat seinen eigenen kleinen Kältekreislauf (Kältemittel: Klimafreundliches Propan) mit vollständiger Technik. Im schlimmsten Fall fällt also ein Element aus, aber niemals die ganze Anlage.
Aber das ist erst die eine Hälfte dieser Technik: So sind die Kühlregale noch nicht funktionsfähig, denn die Abwärme kann noch nicht abgeführt werden. Dafür gibt es den großen Sole-Kreislauf, bestehend aus dem Pumpenmodul im Keller und dem Rückkühler an der Außenwand …

· Wie funktioniert das Kühlsystem genau? Ist das Kühlsystem konsequent redundant ausgeführt oder gibt es gemeinsame Komponenten, die einen Komplettausfall auslösen könnten?

… Wenn dieser Kreislauf ausfällt, hätten wir tatsächlich einen Totalausfall der Anlage – jedoch halte ich diese Chance für sehr unwahrscheinlich. Auf dem Pumpenmodul befinden sich zwei große Grundfos-Magna-Umwälzpumpen, von denen jede alleine den Job vermutlich für alle Zeiten diskussionsfrei schaffen könnte. Der Druck in der Anlage beträgt einskommairgendwas Bar, das Kältemittel ist einfach nur Wasser mit einem Zusatz für Frost- und Korrosionsschutz. Da läuft nichts im kritischen Bereich an irgendwelchen Leistungsgrenzen oder mit Drücken im Bereich von mehreren zehn Bar, was die ganze Technik sehr harmlos macht.

· Welches Kältemittel kommt zum Einsatz?
· Welche Mengen an Kältemittel und Wasser kommt zum Einsatz?

Propan, pro Gerät ca. 200 Gramm und etwa 200 Liter Wasser im großen Kreislauf.

· Wie hoch ist der voraussichtliche Stromverbrauch für das Kältesystem und was verbraucht eine einzelne Sydneytruhe? Tritt voraussichtlich eine Verbesserung zum vorherigen System ein?

Kann ich gar nicht genau sagen. Aufgrund vieler Faktoren schwankt der Stromverbrauch monatlich teilweise erheblich. Rechnerisch verbraucht die Anlage pro Gerät erst mal weniger, allerdings haben wir mehr Geräte, was die Sache wieder relativiert. Der entscheidendere Punkt ist die Ausfallsicherheit und ggf. Wartungs- und Reparaturarbeiten, die in den nächsten Jahren erst mal nicht anfallen werden.

· Ist der Wasserkreislauf nur mit Wasser gefüllt oder ist es eine Mischung wie z.B. beim Auto?

Siehe vorherige Antworten.

Frage zum Warennachschub

Kurz vor unserem Umbau hatte mich Ulrich aus der Schweiz angeschrieben, weil er einfach mal wissen wollte, wie das bei mir so mit dem Warennachschub funktioniert. Da das sicherlich auch den einen oder anderen von euch interessiert, hatte ich diese Anfrage auf meinen "zu verbloggen"-Stapel gelegt, den ich nun endlich so nach und nach abarbeite.

· Bestellst Du alles selber oder gibt es einen automatisierten Nachschub auf Basis Deiner Abverkäufe in Verbindung mit Soll-/Meldebeständen?

Automatisiert bekommen wir (bis auf eine Ausnahme) nichts geliefert. Technisch wäre sowas möglich, aber auf unserer kleinen Fläche, in der wir nicht nach "Schema F" bestellen können, sondern bei vielen Artikeln einzeln überlegen, ob wir sie (je nach dem wie voll die Produkte unmittelbar daneben sind) überhaupt in der Mindestbestellmenge im Regal unterbringen können, ist Handarbeit einfach präziser. Nur die Zeitungen / Zeitschriften werden nicht manuell bestellt, sondern kommen automatisch vom Pressevertrieb.

Dann gibt es noch einige erstaunlich viele (fiel mir erst beim Schreiben der folgenden Aufzählung auf) Artikel, die weder automatisch, noch durch uns bestellt werden. Hier kommen die Vertreter und lösen die Bestellung aus, die dann bei Lieferung von uns gepackt wird, oder die Fahrer verräumen ihre Ware und lösen anschließend auch selber schon gleich die nächste Bestellung aus. Dazu gehören ein Teil des Brotsortiments, Eier, Haushaltswaren, ein Gebäcklieferant, Gewürze, Hachez-Schokolade und im Grunde sämtliche Faitrade-Produkte.

Alle anderen Artikel bestellen wir selber, unabhängig davon, ob es sich dabei um Produkte aus dem Edeka-Großlager handelt, um Lieferanten, die mit Edeka Lieferverträge haben, oder auch um diejenigen, von denen ich direkt eine Rechnung bekomme.


· Wie wirst Du bei der Mengenberechnung IT-technisch unterstützt?

Aus der Antwort der ersten Frage ergibt sich hier, dass das technisch möglich wäre, von uns aber nicht genutzt wird.


· Wie oft wirst Du beliefert?

Aus der Belieferung mit Zeitungen, Brot und Obst/Gemüse und Frischwaren wie Molkereiprodukte, Wurst und Käse ergibt sich, dass ich diese Frage mit "täglich" beantworten kann. Andere Lieferanten kommen regelmäßig ein bis drei Mal pro Woche, dazu gehören Naturkostprodukte, Eier, Fleisch und Getränke.

Alle anderen Artikel werden bei Bedarf bestellt und haben einen entweder unregelmäßigen oder regelmäßigen (aber nur alle paar Wochen wiederkehrenden) Bestellturnus.


· Wirst Du aus einem Verteilzentrum beliefert oder direkt von den jeweiligen Lieferanten?

Den Löwenanteil unserer Ware bekommen wir von unserem Edeka-Großlager, wobei sich auch das wieder in mehrere Bereiche aufteilt: Tiefkühlkost, Trockensortiment, Frischwaren, Gemüse.

Alles andere wird von den jeweiligen Lieferanten direkt geliefert.


· Wie berücksichtigst Du bei der Berechnung von Nachschubmengen Aktionen und Promotionen?

Da wir, was auch wieder dem geringen Platz hier geschuldet ist, kaum an großen Aktionen und Werbemaßnahmen mitmachen, gibt es da nicht viel zu berücksichtigen.

Pfeiler und Tiefkühltruhen

In diesem etwas älteren Beitrag "Aktionsfläche und blaue Kisten" hatte Chris_aus_B in diesem Kommentar gefragt:

Kannst du nach ein Foto nachliefern von der Ecke/Reihe von Truhen wo der Pfeiler integriert ist (im Prinzip hier genau im Bildhintergrund, nur halb verdeckt vom Vordergrund)?
Klar, kein Problem. Dort steht ein Pfeiler, um den wir die Tiefkühltruhen herum gebaut haben, wie es auch hier im Plan zu sehen ist. (Auf dem verlinkten Bild die untere Tiefkühlinsel (hellblau), der Pfeiler ist das kleine schwarze Quadrat.)

Die Sydney-Truhen gibt es in unterschiedlichen Längen, die sich praktischerweise so kombinieren ließen, dass wir den Pfeiler genau einbauen konnten. Wir nutzen den kleinen Platz, der sich vor dem Pfeiler ergeben hat, um dort Einkaufskörbe zur Verfügung zu stellen:


Frage zu Temperaturen in Kühlgeräten

Jens hatte mich vor ein paar Monaten angeschrieben:

Hallo Björn,

bei einem Einkauf im Netto hier, musste ich gerade an Deinen Beitrag "33 Grad" denken.

Dort scheinen Sommer für Sommer die Kühlanlagen Probleme zu haben. Die Temparaturlogger zeigen dann Werte zwischen 10 und 15 Grad und jeden Morgen wischt jemand die Suppe vor den Kühltheken auf.

Vorletztes Jahr habe ich mich beim Gesundheitsamt darüber beschwert und die, bzw. die Gewerbeaufsicht haben meterweise Milch- und Joghurtprodukte, sowie Wurst entsorgen lassen.

Gerade eben wieder um die 12 Grad beim Joghurt. Das kann doch nicht gut sein für die Ware? Merken Kunden etwa nicht, wenn die Ware einfach nicht wirklich kühl/kalt ist?

Alles sehr seltsam...
Ich kenne die Geräte und die Umstände dort natürlich nicht, aber die dort angezeigte Temperatur muss nicht zwingend auf ein ernsthaftes Problem hindeuten. Es könnte z.B. sein, dass das Kühlregal gerade im Abtaumodus ist. Dadurch wird es zwar mal wärmer, gerade auch die gemessene Ausblastemperatur, aber die Kerntemperatur der Ware bleibt im grünen Bereich.

Aber es gibt ja den ultimativen Temperaturtest für Kühlgeräte, den man auch als Kunde und ohne technische Hilfsmittel durchführen kann: Nehmt ein Stück Butter (Am besten die Eigenmarke, nicht gerade die ohnehin generell auch im kalten Zustand weicheren Kerrygold oder Kjärgarden o.ä.) zur Hand und drückt sie vorsichtig. Ist die Butter hart, ist die Temperatur gut. Ist sie buchstäblich butterweich, ist das ein Zeichen für eine über einen längeren Zeitraum zu hohe Temperatur.

Fragen zur Warensicherung

"SB" hatte hier ein paar Fragen zur Warensicherungsanlage:

Welchen Sinn macht die, wenn sie doch nur kurz vor dem Ausgang einen möglichen* Diebstahl anzeigt?

1) Ist der Kunde generell gehalten (und tut er es idR auch?), beim Anschlagen der Anlage einzuhalten und sich kontrollieren zu lassen?
2) Was tut Ihr bei nicht anhaltenden Kunden?
3) Was tut Ihr bei 'Kunden', die (mit gefülltem Beutel) einen Sprint aus dem Laden machen?
4) Was tut Ihr bei Kunden, die Euch bedrohen?
Das ist insgesamt tatsächlich ein sehr heikles und sehr sensibles Thema und ständigen Gratwanderungen zwischen Recht und Unrecht, sich beklauen lassen und gute Kunden verärgern. Ich kann da natürlich nur für uns und wie wir mit dem Thema umgehen sprechen. Die Vorgehensweisen in anderen Geschäften können davon durchaus abweichen und entweder deutlich laxer oder auch wesentlich strenger sein.

Zur ersten Frage: Meistens sind die Kunden bei uns ganz friedlich, wenn der Alarm auslöst. Entweder findet sich das dann direkt an der Kasse ("ich hab hier noch dies und das aus dem einen und dem anderen Laden") oder wir finden den Grund für den Alarm mit dem Handchecker in kürzester Zeit. Es gibt auch Leute, die direkt beim ersten Alarm, aus welchen Gründen dieser auch immer auslösen mag, demonstrativ an die Decke gehen, aber die sind netterweise (bei uns zumindest) die Ausnahme.

Wenn jemand einfach durch die Kasse geht, Alarm auslöst und weitergeht, rufen wir meistens hinterher. Die meisten Leute, vor allem die ehrlichen, bleiben dann stehen und man kann meistens ungestört den Grund für den Alarm suchen. Wenn ich denke, dass jemand auf keinen Fall irgendwas eingesteckt hat, weise ich z.B. in solchen Fällen darauf hin, einfach mal in Ruhe zu Hause nach beispielsweise eingenähten Sicherungsetiketten zu suchen. Diese befinden sich bei Textilien häufig in der Nähe der Waschanleitung und sind meistens mit dem Hinweis versehen, sie vor dem Tragen / Waschen herauszutrennen. Auch Ladendiebe, vor allem die weniger "professionellen" und Gelegenheitsdiebe, bleiben häufig stehen, wenn sie sich ertappt fühlen, und man kann sich in Ruhe um den Diebstahl und die Folgen kümmern.

Wer einfach so den Laden verlässt und beim Auslösen der Warensicherunsanlage direkt losrennt, war zumindest bei uns bislang immer ein Dieb, denn in solchen Fällen überprüfen wir das Elebte natürlich immer mit Hilfe der Videoaufzeichnung. Die Ware ist dann zwar weg, aber wir haben ein Bild von dem Täter und können im Wiederholungsfall, sofern wir ihn erkennen, rechtzeitig reagieren. Das ist gar nicht so abwegig und in der Vergangenheit schon häufiger passiert. (Es wäre natürlich auch denkbar, dass jemandem einfällt, dass er gerade einen wichtigen Termin oder seinen Bus verpasst und deshalb losrennt und der Alarm durch ein eingeschlepptes Etikett ausgelöst wird, aber den Fall hatten wir noch nicht in all den Jahren.)

Zur vierten Frage: Wir lassen es erst gar nicht so weit eskalieren, schon gar nicht bei ehrlichen Kunden, dass es einen Grund gäbe, irgendwelche Drohungen (Gewalt oder Rechtsfolgen) auszusprechen. Bei Ladendieben dagegen mussten wir uns schon allerhand anhören und körperliche Gewalt androhen lassen, aber das meistens nur während der Wartezeit auf die Polizei.

Fragen zu Umbaubeweggründen

"Jemand" wollte wissen:

Björn: Mich würde mal interessieren, was du dir von dem Umbau erhoffst? Also dass er sehr schick aussieht, dürfte außer Frage sein aber meinst du, dass du den Umbau auch an deinen Umsätzen erkennen kannst? Oder ist das eine reine Erhaltung und Verbesserung des Zustandes, der einfach regelmäßig notwendig ist?

und SB direkt hinterher:

...und: Hast Du den Umbau selbst designed (wenn ja: Aus dem Gefühl heraus?) oder hat Dir dabei ein Verkaufspsychologe (Warenplatzierung, Verkehrslenkung, ...) geholfen/beraten?
Das kann ich euch beantworten: Die Beweggründe waren ganz pragmatischer Natur – aufgrund der langen Verzögerung, vor allem auch durch diese Mietvertragsgeschichte, sind wir über das "kontinuierlich auf einem Stand halten" hinweggekommen, so dass wir jetzt einfach einmal alles neu machen (müssen). Das war notwendig, da viele Einrichtungsgegenstände schlichtweg abgängig waren. Vor allem die Kühlanlagen waren nicht mehr zeitgemäß, denn das Kältemittel in unseren großen Systemen (R404a) ist ein ganz böses Zeugs (3.900x stärkere Wirkung beim Treibhauseffekt als CO2) und ab 2020 verboten. Alte Anlagen dürfen zwar in Betrieb bleiben, aber sie dürfte nicht mehr (z.B. nach einem Leck) wiederbefüllt werden. Unsere neue Anlage arbeitet mit Propan innerhalb der Geräte und mit einem Wasserkreislauf, um die Wärme aus dem Laden zum Rückkühler nach draußen zu bewegen.

In dem Zusammenhang haben wir natürlich auch optimiert: Die Warengruppen, bei denen es bei uns immer zu eng war, sind größer geworden: Getränke, Tiefkühlung und Convenience. Dagegen haben wir die Sortimente Drogerie, Non Food und Teile des Trockensortiments (also der "normalen" Lebensmittelregale) schrumpfen lassen. Wäre natürlich schön, wenn sich das im Umsatz bemerkbar machen würde, aber das war, vor allem nicht in konkreten Zahlen, nie Teil der Planung.

Bei den Planungen war übrigens überhaupt kein Verkaufspsychologe, Ladenplaner oder ein ähnlich veranlagter Fachmann hauptverantwortlich dabei. Weder beim Sortiment, noch bei der Ladengestaltung. Natürlich habe ich im Laufe der Zeit zwangsläufig mit vielen Leuten geredet, von denen auch die unterschiedlichsten (guten und teilweise umgesetzten) Ideen kamen, aber ohne zu lügen kann ich sagen, dass der Laden, so wie er jetzt ist (bzw. in den nächsten Wochen noch werden soll) im Grunde vollständig auf meinem Mist gewachsen ist.

Ich mache das hier inzwischen seit über 18 Jahren und vielleicht könnte man bestimmte Dinge aus monetärer Sicht noch besser machen. Aber ich möchte meinen Laden so haben, dass ich mich darin wohl fühle – ansonsten hätte ich auch irgendwo als Angestellter mein Dasein fristen können.

Frage zur Türentscheidung

Antje wollte gestern wissen:

Warum hast du dich eigentlich für Kühlmöbel ohne Türen (also für die nicht-TK-Geräte) entschieden? Sind die mit Türen nicht eine ganze Ecke energiesparender?
Doch, die Türen sparen einiges an Strom, zumal die Regale nicht mehr durch Luftverwirbelungen (offene Ladentüren, Durchzug) gestört werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass es im Bereich vor den Kühlregalen nicht mehr so kalt ist, was einige Kunden angenehmer empfinden und die Sortimente dort länger begutachten.

Dem gegenüber stehen aber gleich mehrere Nachteile:

1. Die Türen kosten relativ viel Geld.

2. Der Blick auf die Ware wird teilweise erschwert. (Spiegelungen)

3. Impulskäufe können weniger werden, weil Kunden aufgrund der Türen nicht "mal eben" an anderen Kunden vorbei ins Regal greifen können.

4. Die Türen sind eine riesige Glasfläche, die saubergehalten werden muss.

5. Bei engen Läden (wie bei uns) sind die Türen unpraktisch, weil es in den Gängen bei geöffneten Türen zu eng werden kann.

6. Werden Anlagen mit Türen in Altbauten nachgerüstet (oder nur die Türen an bestehende Anlagen in Altbauten), kann sich das negativ auf das Raumklima auswirken, da die Geräte die Luft trocknen – und mit Türen eben nicht mehr.

7. Die Arbeit im Regal (packen, reinigen, Etiketten stecken) wird mühsamer, da man alles durch die Türöffnungen hindurch machen muss.

In der Summe fiel daher bei mir die Entscheidung gegen die Türen.