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Paketboten sind eine Seuche

Bei Ebay hatte ich vor einer Weile einen alten Roland-Synthesizer aus den frühen 90ern erstanden. Ein vier Autostunden von uns entfernt wohnender Freund hatte ihn damals abgeholt und das Gerät bis jetzt bei sich gelagert. Nun wollte er ausmisten und da ich keine Chance habe, mal eben bis nach Hessen zu fahren, habe ich über DHL eine Abholung beauftragt.

Die mit Spannung erwartete Kiste ist "etwas" größer und wurde angeblich vorhin hier zugestellt. Nein, wurde sie nicht. Hundertprozentig nicht. So sehr nicht, dass ich das sogar vor Gericht aussagen würde. Ich habe mir nämlich sogar die Videoaufzeichnung +/- 15 Minuten rund um den Abgabezeitpunkt angesehen – es kam kein DHL-Bote hier durch die Tür, schon gar nicht mit einem über einen Meter langen Quader unterm Arm. Im Flur zu den Wohnungen oben oder bei meinem Nachbarn oben war das Gerät auch nicht gelandet.

Ein Missverständnis in der Anschrift kann es eigentlich nicht gegeben haben. Ich bin da ja nun wirklich gebranntes Kind und wenn es irgendwie geht, gebe ich mindestens meinen Namen mit dem Zusatz "c/o EDEKA-Markt" an. In diesem Fall lautete der Empfänger "EDEKA-Markt Björn Harste", das KANN man nicht missverstehen.

Jungejungejunge, da wählt man schon mit DHL den besten Paketdienst aus, um nichts zu riskieren, und dann sowas. Und nun? Ist das 30 Jahre alte Gerät eben weg. Ich habe dazu mal einen Fall bei DHL aufgemacht. Ob da was bei herauskommt? :'(


Salzkristalle

Von diesen Salzsteinen, die wir vor ein paar Jahren mal bekommen hatten, hatte ich irgendwann im letzten Jahr auch mal einen zur privaten Verwendung mitgenommen. So richtig prickelnd war das Ergebnis nicht, vielleicht konnte ich damit auch nur nicht umgehen. Der Salzstein lag zumindest seit vergangenem Herbst auf einem Teller unter der Haube unseres Gasgrills bei uns auf der Terrasse und hat nun beim etwas verspäteten Angrillen den Weg ins Tageslicht gefunden.

Erstaunlich, was die Luftfeuchtigkeit im Laufe mehrerer Monate mit dem Stein und dem Teller gemacht hat. Erstaunlich im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich staune darüber, wie sehr und wie gleichmäßig der alte Teller mit Salzkristallen überzogen worden ist:


WUNDERLAND

In den letzten Jahren war ich nur noch selten im Kino. Meistens warte ich dann auf die Veröffentlichung auf BluRay und gucke mir die Filme zu Hause mit Beamer und meiner großen Dolby-Digital-Anlage an – aber dieses Jahr stehen zwei Filme an, die ich mir definitiv mal wieder im "richtigen" Kino geben werde.

Einer davon läuft morgen an: Wunderland

Mit aufwendigen Cinemascope-Aufnahmen erwacht das Hamburger „Miniatur Wunderland“ in diesem Dokumentarfilm zum Leben. Die Zwillingsbrüder Frederik und Gerrit Braun verwirklichten im Jahr 2000 mit der Eröffnung des Wunderlands ihren bis dato gehegten Lebenstraum. Schnell entwickelte sich die riesige Anlage zur größten Modelleisenbahn der Welt und wurde mit 1,4 Millionen Besuchern im Jahr auch zu einer der größten Publikumsattraktionen Europas. Mit bisher unveröffentlichtem Archivmaterial und aufwendigen Animationen nimmt der Film mit auf eine Reise in die kleinste Welt der Welt, an der längst nicht mehr nur Frederik und Gerrit Braun arbeiten.
Ich hatte in all den Jahren nie einen Draht zum MWL, bin aber in letzter Zeit ein großer Fan davon geworden. Ob nun menschlich wegen der vielen netten Leute im Wunderland, aus rein technischer Sicht oder wegen der unzähligen kleinen Details, da gibt es wirklich für jeden etwas zu gucken und zu staunen. Fans werden den Film sicherlich sowieso ansehen. Alle anderen haben danach vielleicht ja noch mehr Lust, mal der Speicherstadt in Hamburg einen Besuch abzustatten. (Und wem das Wunderland dann doch zu langweilig ist, der kann ja im selben Gebäude im Erdgeschoss ins Hamburg Dungeon gehen. :-)


(Screenshot: Miniatur-Wunderland)

Tag im Büro

Den Tag kann ich mir rot im Kalender anstreichen: Die verbrannten Kalorien überwiegen die Zahl der heute gelaufenen Schritte. So passiert es, wenn man den kompletten Tag zu Hause im Büro sitzt. Normalerweise sind es etwa drei- bis viermal so viele Schritte wie kcal, vor allem auch an den Tagen, an denen ich mit dem Fahrrad zur Firma fahre. :-)
Die eine Etage wundert mich. Ich bin nämlich definitiv bei uns hier im Haus mehr als nur einmal hoch und runter gelaufen, aber okay.

Mein Ruhepuls ist übrigens so niedrig, alles in Ordnung.


KI-Cola

Im vergangenen September hatte Coca-Cola eine Sorte herausgebracht, deren Geschmack mit KI-Unterstützung entstanden war. Die dazugehörige Pressemitteilung könnt ihr hier lesen.

Wir hatten auch die Chance, zwei Dosen der "3000" Limited Edition zu bekommen. Gemütlich auf dem Sofa sitzend haben Ines und ich die vor ein paar Tagen bei uns zu Hause in Ruhe probiert. Keine Ahnung, was ich genau erwartet hatte, aber diese Cola erinnerte irgendwie an Schlumpf-Eis. Ich würde sie mir nicht noch einmal kaufen, Ines schon. Hatte von euch da draußen jemand diese Sorte in die Finger bekommen? Und? Wie sind die Meinungen dazu? :-)


ISD 8

Das ist schon der letzte Teil dieser Mini-Serie. Mehr Material hatten haben wir für das ISD-Konzept nie zusammengetragen. Zusammenbekommen sicherlich, aber wir haben eben nie weitergemacht.

Der "Spielzeug-Tauschbasar" ist sicherlich interessant, aber das müsste entsprechend organisiert und ggf. von den Eltern (wir hatten unter "Genehmigungen" ja auch ausdrücklich darauf hingewiesen) abgesegnet oder sogar begleitet werden.

Man stelle sich nur die stolzen Eltern vor, wenn das Kind die aktuelle Playstation gegen ein etwas abgeliebtes Kuscheltier eingetauscht hat. :-)

Wie ihr seht, hatte ich mich schon früh intensiver mit der Welt des LEH beschäftigt. "ISD" entstand im Sommer nach meiner Berufsausbildung. Wenn ich da an Leute wie meine damalige Kollegin denke, die ihre Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel deshalb gemacht hatte, weil sie, ich zitiere, "nichts anderes gefunden hat" … Seufz.

Mich hatte die ganze Materie dagegen schon früh begeistert und dass ich gerade mal drei Jahre nach Beendigung meiner Ausbildung mit einem eigenen Supermarkt in die Selbstständigkeit gestartet war und nun, knapp 24 Jahre später, immer noch diese Firma habe und leite, spricht wohl für sich …


ISD 7

Die PR-Aktivität "Kindermalwettbewerb" ist von unseren Ausmalbildaktionen ja nicht weit entfernt. Sowas wäre eine schöne Aktion zur Kundenbindung, vor allem natürlich auch, wenn die Bilder hinterher eine Weile im Markt ausgestellt werden. Bei uns in jeder Hinsicht aus Platzgründen einfach nicht hinzubekommen. (Oder mal ganz dreist auf dem Gehweg? So ganz schmal ist der ja nicht und andere Gewerbetreibende nutzen die Flächen ja auch ständig für sich …)


ISD 6

Ein Kinderfest auf dem Parkplatz. Natürlich in einem abgesperrten Bereich, ist ja klar. Aber die Idee ist klasse und mit genug Lagerplatz könnte man sich bestimmte Dinge auch einfach für den Markt selber kaufen uns müsste sie nicht ausleihen …


ISD 5

Neben Mitarbeiterschulungen hatten wir auch viele Ideen für mögliche Aktivitäten in und um den Laden. Wenn ich ehrlich bin, finde ich diese Sachen auch jetzt immer noch richtig gut und wenn wir einen Parkplatz mit ausreichend Fläche vor dem Laden hätten, würde ich die eine oder andere der heute und in den folgenden Wochen vorgestellten Aktivitäten durchaus mal veranstalten. :-)


ISD 4

Der dritte Teil unserer ISD-Packteamschulung. Wer das Gefühl hat, dass darin viel "gesunder Menschenverstand" zu finden ist, der hat Recht. Genau das erkläre ich auch heute noch unseren potentiell neuen Mitarbeitern, wenn ich mit ihnen unsere aktuelle Packanweisung durchgehe.

Übrigens waren die ISD-Unterlagen nie zum direkten Aushändigen an die Mitarbeiter gedacht gewesen. Man hätte die Seiten so natürlich an die Mitarbeiter ausgeben können, aber eigentlich war gedacht, dass Einzelhändler diese Ideen verwenden, um zum Beispiel eigene Arbeitsanweisungen ausarbeiten zu können und um dabei nichts zu vergessen.

Das war auch schon der letzte Teil der Kategorie "Mitarbeiterschulung". Aber nächster Woche folgt die zweite Rubrik.


ISD 3

Teil zwei unserer ISD-Schulungsunterlagen für das Packteam.

Gerade in der Rubrik "Preisauszeichnung" ist wieder zu erkennen, dass das Werk zu einer Zeit entstanden ist, als Scannerkassen noch nicht so weit verbreitet waren. Der gesamte Umgang mit Preisauszeichnern und den Etiketten würde heute maximal noch zu einer Erwähnung am Rande führen. ;-)


"Eggtimer"

Im letzten Urlaub hatten wir uns in einem Haushaltswarengeschäft in Rotterdam den "Eggtimer" gekauft. Das Teil ist eine Eieruhr zum Mitkochen, die sich während des Kochvorgangs vom Rand her hell verfärbt und anhand der aufgedruckten Skala den aktuellen Zustand der Eier anzeigt.

Die ersten beiden Versuche waren natürlich noch nicht perfekt, da wir erst unseren Weg finden mussten. Aber seitdem, ich schwöre es, gab es nur noch perfekte Eier. Ich feiere dieses Teil wirklich sehr!

Zu kaufen gibt es die Dinger überall im Internet, da wird man schnell fündig. wer es also einfach mal zum Spaß selber ausprobieren möchte oder ständig mit zu hart oder zu weich gekochten Eiern kämpfen muss, sollte sich so ein Teil unbedingt zulegen. Ich bin ernsthaft begeistert! :-)


ISD 2

Dies ist die erste Seite unserer damals geplanten und als "allwissend" konzipierten Unterlage. Damit das gesamte Werk hinterher einheitlich gestaltet ist, hatten wir uns vorher schon überlegt, wie die einzelnen Seiten mit ihren Überschriften und Inhalten gestaffelt werden können.

Die grobe Zuordnung stand oben im Kasten neben unserem Logo. Hier also Mitarbeiterschulung. Um was es dann ging, stand in roter Schrift darunter. Auf dieser Seite war das Grundwissen / Packteam 1/3. Natürlich kann so eine Auflistung nicht auf die individuellen Bedürfnisse der Unternehmens eingehen.

Was hier und in den folgenden zwei Wochen im Themenbereich "Grundwissen / Packteam" zu sehen ist, findet sich heute übrigens auch zu großen Teilen auf unserer Packanweisung wieder, die neue Mitarbeiter bei mir bekommen und unterschreiben müssen.


Kaum Anekdoten von PLUS

Vor ein paar Tagen erst ist mir auf gefallen, dass ich schon aus fast jeder Zeit meiner beruflichen Laufbahn irgendwelche erwähnenswerten Anekdoten hier im Blog untergebracht habe. Nur die Zeit, immerhin 2,5 Jahre, bei PLUS ist da relativ spurlos an mir vorbeigegangen.

Natürlich habe ich der Zeit auch einiges erlebt, aber das sind nicht die Geschichten, die man seinem Enkel irgendwann am Kamin sitzend erzählt. Es sind wenige Dinge, an die ich mich erinnere und die lassen sich hier in einer kleinen Aufzählung aneinanderreihen:

1. Totenstille: Beim Discounter wird gespart, wo man sparen kann. Musik gab es bei uns nicht und diese komplette Ruhe, vor allem wenn nur wenige Kunden da waren, empfand ich durchgängig als unangenehm. Nie als "schön still" sondern als unangenehm trostlos – und das kam mir direkt am ersten Tag schon so vor.

2. Suchen Sie doch selber! Ich hatte es so gelernt und war es so gewohnt und praktiziere es hier in meinem eigenen Laden seit knapp 24 Jahren konsequent und eiche auch sämtliche Mitarbeiter darauf: Wenn ein Kunde einen Artikel sucht, lässt man ihn nicht mit der Info "Gang siebzehn, rechte Seite" selber suchen, sondern geht mit hin und zeigt das gewünschte Produkt.
Als ich das ebenfalls an meinem ersten Tag bei PLUS gemacht hatte, bekam ich vom Filialleiter die Ansage, dass für sowas keine Zeit ist und dass ich nicht mit jedem Kunden mitzurennen habe.

3. Begegnungen mit Ines gab es damals offenbar schon. Wir hatten keinen direkten Kontakt und über Grußfloskeln hinausgehende Konservation führten wir nicht. Aber sie war damals Kundin in meiner Filiale und auch wenn ich mich an meine jetzige Frau als damalige Kundin nicht mehr erinnern kann, so doch an "die Kundin mit der großen Sonnenblumen-Haarspange", die sie war. 13 Jahre später haben wir dann geheiratet …

4. Klein halten! Nach einem Jahr als stellvertretener Filialleiter habe ich meinen eigenen kleinen Markt bekommen. Dass das die letzte Klitsche war, wusste ich bei der Versetzung natürlich noch nicht. In allen Lebensmittelgeschäften mit wenig Umsatz gibt es ein Frischeproblem, weil Molkereiprodukte und Gemüse einfach so wenig laufen, dass man mit vielen Abschriften zu kämpfen hat. Da gab es zwei Phänomene:
1. Wenig Umsatz = Wenig Personal, oft genug waren wir nur zu zweit in dem Laden und mussten dennoch alles schaffen. Pausen gab es nur mit Unterbrechungen, weil man z. B. zur zweiten Kasse musste (Oder man hätte mit stoischer Ruhe die Kunden warten lassen müssen, was ich aber wieder persönlich nicht übers Herz gebracht hätte.
2. Durch die vielen Abschriften kam ich immer wieder in Erklärungsnöte. Entweder hatte man immer die volle Warenfülle, was zu entsprechenden Verlusten führte, wenn die Ware zu alt wurde. Oder man hatte immer wieder Sortimentslücken durch vorsichtige Bestellungen, was auch nicht gut war. Meine einzige Abmahnung in meinem Berufsleben habe ich bei PLUS bekommen – und über die konnte ich wegen Lächerlichkeit nur lachen. Druck und Drohszenarien gehörten einfach dazu, es wurde einem permanent der Eindruck hinterlassen, ein Depp zu sein.

5. Finale: Umso lustiger war es, als mein Weg in die Selbstständigkeit beschlossen war und ich meinem unmittelbaren Vorgesetzten, dem Bezirksverkaufsleiter, meine Kündigung in die Hand gedrückt hatte. "Ohh, wollen Sie sich das denn nicht doch noch mal überlegen? Sie machen doch so gute Arbeit hier bei uns …" Blablabla. So gute Arbeit, dass man ständig daran erinnert wurde, wie beschissen die Leistung doch ist, die man abliefert. Zwei Wörter, die einem zu viel innerem Frieden verhelfen können: Fuck You. Ich war weg und kam nie wieder. :-)

Die 23er-Jahrensendblogeinträge 10/10

Auch in der heimischen Weihnachtsbäckerei hat die Umfirmierung von SPAR auf EDEKA ihre Spuren hinterlassen. Statt der legendären SPAR-Tanne gab es diesmal eine deutlich pragmatischere Überraschung aus dem Backofen für mich.

Das SPAR-Kind wollte bestimmt nur damit flexen, dass es inzwischen lesen und schreiben kann. Das große Tännchen-Plätzchen ist natürlich irgendwie cooler, aber gefreut habe ich mich natürlich trotzdem. :-)