Zwei Männer betraten gemeinsam den Laden und standen auch schließlich hintereinander in der Kassenschlange. Ob die Aktion abgesprochen war oder ob der Vordermann gar nichts von dem Diebstahl wusste, vermag ich nicht zu sagen. Mutmaßlich aber schon, dazu unten mehr. Der Hintermann zupfte plötzlich seine Umhängetasche nach vorne und griff dreimal ins Regal mit der Tonies-Schokolade und deponierte diese in seiner Tasche.
Wie viele Tafeln genau verschwunden sind, wissen wir nicht. Fünf Stück kann man bequem mit einmal zugreifen nehmen, im schlimmsten Fall sind auf diese Weise 15 Tafeln zum Verkaufswert von jeweils 4,49 € verschwunden, es könnten auch weniger gewesen sein. Die Schokolade ist natürlich gesichert und hat auch den Alarm der Warensicherungsanlage ausgelöst, aber in dem Tumult an der Kasse, es war nämlich gerade relativ voll und derjenige, der nicht die Schokolade eingesteckt hatte, zog durch sein Handeln in dem Moment die volle Aufmerksamkeit auf sich, während der eigentliche Dieb schnell aus dem Laden verschwand.
Ein junger Mann hat eine Packung Milka-Kekse, in der sich wiederum mehrere kleinere Packungen befanden, geöffnet und die kleinen Mini-Päckchen in seinen Hosentaschen verschwinden lassen.
Das ist nun kein bedeutender Diebstahl aber ein doch weiteres Zeugnis dafür, was hier so tagtäglich bei uns passiert …
Ich hatte auf dem kleinen Vorschaubild unserer Videoanlage irgendwie eine komische Bewegung vom Süßwarenregal gesehen. In Kombination mit Hoodie und Schirmmütze und der großen Tasche erhöhte sich mein Puls schlagartig.
Schnell spulte ich die Aufzeichnung zurück und sah, was ihr hier auch sehen könnt: Insgesamt 11 Pakete Kitkat-Multipacks verschwanden in der Jacke des jungen Mannes. Da die Zeit zum Ansehen der Aufzeichnung eventuell wertvolle Sekunden beim Erfassen des Täters gekostet haben könnte, liefen wir schließlich relativ zügig nach vorne, was den Typen jedoch misstrauisch werden ließ, so dass er alles wieder in einer anderen Ecke des Ladens auspackte.
Hätte ich diesen kleinen und nur Sekundenbruchteile dauernden Schnipsel nicht zufällig auf dem Monitor gesehen, hätte er wohl die Ware im Wert von knapp 33 Euro erfolgreich entwenden können …
Erst eine, dann noch eine weitere Ladung große Milka-Tafeln ließ dieser junge Mann in seiner Umhängetasche mitgehen.
Hatte es zumindest versucht. Diese Artikel sind bei uns nicht ganz grundlos mit Warensicherungsetiketten versehen. Es folgte das übliche Prozedere – Anzeige, Hausverbot, Rauswurf …
Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Herr die Seifenstücke für den Eigenbedarf hatte mitgehen lassen. Das Produkt und auch die Anzahl an Seife und damit auch der Warenwert sind nun nicht gerade das typische Zeug, das im Zusammenhang mit Beschaffungskriminalität in den einschlägigen Läden verschachert wird.
Seife … hatten wir bei Ladendieben so auch noch nicht dabei.
Ein Mann nahm sich zwei Stapel Milka-Schokolade aus dem Regal und ging mit den rund 20 Tafeln in den Gang mit Chips und Knabbergebäck, wo er sie hinter seinem Rücken in den mitgebrachten Rucksack steckte …
Ein Mann steckte sich zwei Dosen und zwei Mehrwegflaschen des Produkts "V+ Curuba" von Veltins in seine Jacke und konnte leider den Laden verlassen, bevor die Kollegin reagieren konnte.
Ihr war der heruntergekommene Typ verdächtig vorgekommen und noch während sie auf dem Weg ins Büro an die Videoanlage war, steckte er in wenigen Augenblicken die Flaschen und Dosen ein und ging schnurstracks aus unserem Laden.
Es sind nicht immer die "Profis", die sich hier die Taschen (und Rucksäcke) vollmachen, sondern auch diese vielen, vielen kleinen und alltäglichen Diebstähle, die in ihrer Summe auch einen nicht unerheblichen Schaden verursachen.
Während seines Einkaufs konnte sich ein Mann zwischendurch zunächst nicht entscheiden, ob er eine oder zwei Flaschen Alkohol benötigt. Er nahm zwar erst zwei Flaschen aus dem Regal, stelle eine jedoch wieder zurück.
Die in der Tasche verbliebene fand letztendlich nicht den Weg mit den Waren aus dem Einkaufskorb auf das Kassenband – und wurde dem angehenden Ladendieb schließ durch die angebrachte Warensicherung (aka "Flaschenzippel") zum Verhängnis.
Der Mann versuchte zwar, sich herauszureden, war dabei aber friedlich. Schließlich folgten die obligatorische Anzeige und der Hinweis, dass er ab sofort eine neue Einkaufsstätte aufsuchen muss.