Ein uns allen nicht bekannter Mann betrat den Laden und füllte sich nach und nach die unterschiedlichsten Artikel in die Tasche.
Angefangen hatte er am Kühlregal mit 2 Bechern Joghurt. Es folgten 4 Packungen Milka-Kekse, 4 große Flaschen Jägermeister und 2 Packungen Jacob's-Kaffee. Anschließend hockte er sich in der Getränkeabteilung hinter eines der Kopfregale und sortiere den ganzen Kram aus der einen in die andere Tasche um. Danach nahm er sich noch 3 Packungen Oreo-Kekse, 2 Flaschen Müllermilch, 1 frischen Smoothie und 2 Packungen fertige Sandwiches aus dem Kühlregal.
Danach verließ er durch den Eingang den Laden. Nicht völlig unbemerkt, da die an Kaffee und Jägermeister angebrachten Etiketten den Alarm der Warensicherungsanlage auslösten, aber leider konnte er doch unerkannt entkommen.
Einen ganzen Karton mit Schachteln der "Merci lovelies-Pralinen hatte dieser Mann aus dem Regal gezogen und sämtliche Pralinenschachteln vollkommen unbeobachtet in seinen Rucksack umgefüllt.
"Vollkommen unbeobachtet" war er in diesem Moment tatsächlich, von den automatisch aufzeichnenden Kameras mal abgesehen. Wir standen bereits am Ausgang und haben auf ihn gewartet und nachdem er mit dem prall gefüllten Rucksack die Kasse passiert hatte, ohne irgendetwas zu bezahlen, durfte er uns direkt ins Lager begleiten. Anzeige, Hausverbot, Dududu und Lalala …
Wie so oft war es wieder einer der vielen zufälligen Blicke auf den Übersichtsbildschirm unserer Videoanlage, der diesen Diebstahl verhindert hat. Ich hatte mich gerade mit einer Kollegin unterhalten und beobachtete das Geschehen im Laden, als mir dieser Typ auffiel, der nicht nur durch seine Erscheinung, sondern auch sein komisches Verhalten herausstach. Minutenlang ging er nervös und die Umgebung beobachtend hin und her. Nicht hin und her, wie ein unentschlossener Kunde hin und her gehen würde, sondern hin und her, wie man die Lange sondiert und sich einen Überblick verschafft.
Als er schließlich wieder zum Süßwarenregal zurückgekehrt war, zog er nach ein paar Augenblicken den kompletten Karton aus dem Regal und verschwand damit aus dem Hauptgang. In dem Moment waren ein Kollege und ich bereits schon auf dem Weg nach vorne, weshalb der Ladendieb im Moment des Umfüllens tatsächlich unbeobachtet war.
Auf dem Aufsteller mit den "Grinch"-Weihnachtsartikeln stehen auch mit Lebkuchen gefüllte Blechdosen mit integrierter Spieluhr. Mal gucken, wie oft wie die Melodie in den nächsten Wochen hier zu hören bekommen werden.
Insgesamt sechs Packungen Toffifee im Verkaufswert von 1,49 € pro Stück hat sich dieser nette Herr in die Umhängetasche und die Jacke gesteckt.
Trotz des eher geringen Verkaufspreises ist Toffifee bei uns mit Warensicherungsetiketten beklebt und die Ware hat auch den Alarm der Anlage ausgelöst. Jedoch hat der Bekannte des Diebs, der am Anfang des Videos im Hintergrund zu erahnen ist, zeitgleich im Bereich der Antennen gestanden und es mit seinem (mitgebrachten) Einkauf geschafft, die volle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, so dass der eigentliche Täter schnell entkommen konnte.
Ein Mann mit Rucksack löste an der Kasse, nachdem er seine Leergutbons eingelöst hatte, den Alarm der Warensicherungsanlage aus. Mein Kassierer begutachte grob den Rucksack, aber da ihm von dem Mann nur ein augenscheinlich leeres Fach gezeigt wurde, blieb das Diebesgut unentdeckt. Da der Alarm weiterhin ertönte, rief eine Kollegin, die auch gerade in der Nähe der Kasse war, telefonisch um Hilfe. Diese Gelegenheit nutze der Mann, um loszusprinten.
Weg war er und mit ihm etliche (vermutlich 13, so weit auf dem Video erkennbar) Stücke Friko-Käse im Verkaufswert in Höhe von 64,87 €. Unseres Wissens nach bringen sie Ihm dann alle zusammen 6,50 € in irgendeinem der Diebesgut-ankaufenden Kioske hier in der Stadt. Dass diese Infrastruktur vorhanden ist und so gut funktioniert ist ein Armutszeugnis für Bremen. Jeder einzelne dieser Läden gehört dauerhaft geschlossen.
Ein junger Mann hat zwei Becher Joghurt gekauft und da ihm die Löffel dazu fehlten, hat er sich einfach eine Packung Kunststoff-Mehrweglöffel genommen, diese aufgerissen und zwei der zehn Löffel mitgehen lassen.
Entdeckt hatten wir das alles, da Ines und ich bei unserer morgendlichen Runde durch den Markt die aufgerissene Packung zufällig im Toilettenpapierregal gefunden hatten …