Die Leuchtturmfabrik liegt bei uns in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem Markt in der Münchener Straße. In deren Restecafe werden unter anderem bei uns aussortierte Lebensmittel verwendet.
Da ist mir beim Aufräumen in den letzten Tagen in einer der Schubladen und Papierstapel ein bislang unbekanntes oder wieder vergessenes Schreiben in die Hände gefallen, in dem sich das Leuchtturmfabrik-Team Ende letzten Jahres ausdrücklich für die vielen Dinge bedankt hat, die wir ihnen gegeben haben.
(So viel zum Thema, dass ich anderen nichts gönne …) (Sowieso NIEMALS!!!111einself)
Nur nicht bei uns. Meine Meinung über diese Organisation ist euch ja bekannt. Das ursprüngliche Ziel, Lebensmittel vor der Vernichtung zu retten und Bedürftigen zu helfen, ist durchaus löblich; ebenfalls ausdrücklich nicht abstreiten möchte ich, dass es bestimmt Leute gibt, die einfach nicht klarkommen, egal womit, und denen mit dieser Hilfe ernsthaft geholfen ist.
Nur sind die Tafeln meiner Meinung nach über dieses ursprüngliche Ziel inzwischen deutlich hinausgeschossen. Wie man hier sieht, werden inzwischen auch schon neue, frische Artikel erbeten, dazu noch Drogerie- und Hygieneartikel. Bestimmte Dinge werden abgelehnt, selbst wenn sie verwertbar wären. Es wirkt auf mich so, als wenn diese ganze Organisation mit ihrer gigantischen Verwaltung, die nach außen eine ganz, ganz schlimme Armut in diesem Land suggeriert, vor allem einen ganz großen Selbstzweck hat. Man schafft einen scheinbaren Notstand, durch dessen Beseitigung man sich zum Held der Nation feiern lässt.
Seit über zehn Jahren haben wir an der Kasse als Dauereinrichtung Spendendosen für das Kinderhilfswerk hängen. Da diese gerade mal wieder voll war, haben wir die Gelegenheit genutzt und mal eine Dose für einen Ortsverband der DLRG installiert.
Wieder jemand der seinen Bon so in die Pfandspendenbox gesteckt hat, dass ein großer Teil noch aus dem Schlitz guckt. Habe ich das Glück, diese Fälle immer gerade im richtigen Moment zu sehen oder werden andere so hinterlassene Bons schlichtweg gestohlen? (Oder von ehrlichen Kunden vollständig in die Box geschoben?)
Im letzten Stadtteilkurier des Weser-Kuriers war ein Artikel über die Familie, der vor knapp einem Jahr das halbe Haus ausgebrannt ist und unsere daraufhin initiierte Pfandspendenaktion. Sogar diese Aktion von "Erbse" wurde darin erwähnt.
(Nur fürs Protokoll: Der Artikel ist nicht auf meine Veranlassung hin entstanden! Es ist schön, dass er gedruckt wurde, aber es war und ist nie Thema gewesen, den Brand und die Spendenaktion medial zu meinem Vorteil zu nutzen. Dieses Blog sehe ich diesbezüglich als neutrale Position, da ich darin genauso über negative Dinge berichte, die einfach zu unserem Alltag gehören.)
"Drin ist drin", werden wohl die meisten denken, die ihren Leergutbon in die Acrylbox neben dem Rücknahmeautomaten stecken. Aber nicht ganz drin ist auch leider schnell wieder draußen.
Vielen Dank von uns allen an (vermutlich Blogleserin) Christine für die gespendeten 50 Euro. Damit sind alleine von uns hier schon über 1600 Euro für den Wiederaufbau des ausgebrannten Dachgeschosses zusammengekommen!
Vor ein paar Tagen kam ein Paket in die Firma. Absender war Blogleser "Erbse" (ich interpretiere in die Unterschrift auf dem Zettel mal den Wunsch auf Anonymität) und der Inhalt bestand aus leeren Einwegflaschen und Dosen, deren Gegenwert ich in die Pfandbonspendensammlung aufgenommen habe. Immerhin 13,75 Euro! Ich sage ganz herzlichen Dank, auch im Namen der betroffenen Familie. (Zitat: "Sehr geil!")
(Das erwähnte exotische Leergut war übrigens nicht so spannend, die Dosengröße fiel mit einem Liter schon aus dem Rahmen, war aber nicht in den beeindruckenden Ausmaßen hier fotografisch festzuhalten.)
Falls sich jemand inspiriert fühlt, die Aktion nachzumachen – die Adresse vom Laden könnt ihr dem Impressum entnehmen. Wer Porto sparen will, kann das Geld auch via Paypal schicken, ich leite es dann ebenfalls weiter. (Paypal-Konto: shopblogger - at - gmail.com, Betreff: "SPENDE DACH")
Dieser Typ mit den langen Fingern war wieder da. Während ein Begleiter neben ihm Stand, stopfte er den Inhalt einer Plastiktüte in den Automaten. Zwischendurch zeigte er dem anderen Typen kurz die Kamera über dem Automaten, grinste wie schon bei seinem letzten Besuch einmal debil in die Linse und fummelte parallel dazu schon wieder an der Spendenbox herum.
Er hatte die Rechnung ohne uns gemacht. Mit mehrere Kollegen versammelten wir uns um die beiden und schlossen die Türen. Etwas überrumpelt reichte er uns auch zunächst diskussionslos den angeforderten Ausweis. Zum Glück erst nachdem wir die wesentlichen Daten notiert hatten, ging der Typ jedoch durch. Trat den Mülleimer durch Raum und bahnte sich wie ein wild gewordener Stier den Weg durch die Menge. Da wir seine Daten haben, ließen wir ihn einfach ziehen.
Und seinen Pfandbon haben wir in die Box gestopft.
Vorhin war uns aufgefallen, dass der Deckel der Pfandbon-Spendenbox ausgebeult war. Das lag daran, dass irgendjemand den Deckel mit relativ viel Gewalt (bis kurz vor die Berstgrenze) nach vorne gebogen und über den kleinen Metallriegel am Schloss geschoben hat. Das fiel auf den ersten Blick gar nicht auf, aber als wir die Bons entnehmen wollten, mussten wir uns mit dem klemmenden und verbogenen Riegel auseinandersetzen.
Die Videoaufzeichnung reichte zum Glück bis Donnerstag Nachmittag zurück und da sahen wir dann einen Typen, der sich an der Kiste verging und es dann noch schaffte, mehrere Bons durch den von ihm geschaffenen Schlitz zu klauen.
Zwischendurch guckte er netterweise noch einmal nach oben in die Kamera (auf diesem Video natürlich nicht zu sehen), so dass wir ein erstklassiges Foto von ihm haben.
Alle Mitarbeiter sind gewarnt und ich bin sicher, dass der noch mal wiederkommt. So eine Melkkuh (scheinbar unerkannt) plündern zu können, muss doch verlockend sein.
Mit der Pfandbonspendenbox sind bis gestern 435,30€ zusammengekommen, die ich vorhin auf das "Feuerhilfe"-Konto überwiesen habe.
Von mir persönlich (und natürlich vor allem auch im Namen der betroffenen Familie) einen riesigen Dank an alle, die sich im Laufe der Zeit daran beteiligt haben. Die Box bleibt natürlich auch weiterhin dort hängen!
Wieder ein Moment, in dem ich denke, an der Pfandspendenbox eine Notiz zu befestigen, mit der die Kunden darauf hingewiesen werden, die Pfandbons richtig in die Kiste zu stecken.
Möchte gar nicht wissen, wie oft die Bons schon mit einer Ecke aus dem Schlitz guckten und ggf. gestohlen wurden.