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Acryl-Box

Inzwischen kam die bestellte Acry-Box für die gespendeten Pfandbons hier an und da ich einen Bon im Laden gefunden hatte, habe ich diesen als Einstand schon in die Spendenbox gesteckt.

Dann wollen wir das Ding mal befestigen. Einen Platz habe ich schon gefunden!


Die "Spende dein Pfand"-Box (2)

Dass dieser Beitrag unter der Kategorie "Bösewichte" steht, lässt euch vermutlich schon erahnen, um was es geht. Ja, es hatte keine 24 Stunden gedauert, bis ein heruntergekommener Typ sich an meiner selbstgebastelten Spendenbox vergriffen hatte. (Ja, ja. Schweigt jetzt einfach.)

Es war zugegebenermaßen etwas zu optimistisch, das Ding nur festzukleben, aber mit so viel Dreistigkeit hatte ich irgendwie nicht gerechnet. Und das, obwohl wir echt schon alles erlebt haben.

Der Typ gab Leergut ab, pflückte währenddessen den Karton von der Automatentür und steckte ihn unter seine Jacke. Das Warensicherungsetikett, das ich nach diesem Kommentar in die Box gelegt hatte, löste an der Kasse Alarm aus und so ging der Mann wieder in den Laden, riss an einer weniger einsehbaren Stelle den Deckel auf und steckte sich die Leergutbons eben so in die Tasche.

Dass die "Spende dein Pfand"-Box nicht mehr am Automaten hing, fiel mir leider erst etwa zwei Stunden später auf, aber wir hatten ja erstklassige Videoaufnahmen vom Täter.

Am nächsten Tag (Freitag vor Weihnachten) war er nachmittags wieder bei uns. Einerseits, um Leergut abzugeben, andererseits wollte er bei der Gelegenheit gleich einen Teil der geklauten Leergutbons einlösen. Die Rechnung hatte er aber ohne uns gemacht, denn etwa eine Stunde später verließ er in Begleitung mehrerer Polizeibeamte meinen Laden. :-)

Und nun? Hängt derzeit erst mal gar keine Box dort.

Aber: Ich habe während der Weihnachtstage eine Acryl-Spendenbox bestellt, die speziell für Pfandbons konstruiert wurde und etwas an einen Briefkasten erinnert. Diese Box werden wir neben unserem Rücknahmeautomaten fest installieren und dann können wir den Verwendungszweck immer mal variieren. Entweder für Projekte mit aktuellem Bezog oder sonst für bestehende Organisationen, wie z. B. die DGzRS oder Sea Shepherd.

Infobrief statt Weihnachtskarte

Von einem Lieferanten kam mit der Tagespost ein Briefumschlag, in dem ein farbig bedruckter A4-Bogen steckte:

"Sehr geehrte Geschäftsfreunde,

wie im letzten Jahr möchten wir auch heute auf den Versand von Weihnachtskarten verzichten und diesen Betrag spenden.
"
Darunter noch Grüße, Glückwünsche und ein ausführlicher Hinweis auf die Organisation, an welche die Spende gehen soll.

Der Ausdruck, der Umschlag, das Papier, das Porto, der Aufwand – da hätten sie auch eine Karte schicken können. Oder gar nichts und einfach einen Hinweis auf die fehlende Weihnachtspost auf den letzten Lieferpapieren oder Rechnungen andrucken können.

Aber so wirkt das irgendwie komisch …

Spendendosen an der Kasse

Wir haben an der Kasse dauerhaft platziert eine Spendendose für das Kinderhilfswerk und auch für die Tiertafel Bremen. Sea Shepherd würde ich eigentlich gerne auch weiterhin unterstützen und, natürlich, auf jeden Fall auch die DGzRS.

Nur wie schafft man das, ohne ein Spendendosensammelsurium im ohnehin viel zu engen Kassenbereich aufzustellen? Die ideale Lösung wäre eine "Multispardose", sowas in der Art wie auf diesem Foto bei Pinterest zu bestaunen. Nur dann eben pro Fach mit der Beschriftung für die jeweilige Organisation, welcher das Geld zukommen soll. Ich fände das cool und die Kunden könnten sich aussuchen, wem sie ihr Geld zustecken. Die dauerhafte Auswertung dieser Sammlung wäre bestimmt auch mal interessant. :-)

Habt ihr eine Idee, wo man sowas bekommen könnte? Unter den allgemeinen Suchbegriffen bin ich nicht weitergekommen.

Geregeltes Leben

Ich saß selber an der Kasse, als ein Mann mittleren Alters auf mich zu kam. Er sah zwar nicht so heruntergekommen wie unsere typischen Junkies aus, man sah ihm aber durchaus eine wilde Vergangenheit mit entsprechendem Lebenswandel an. Er druckste zunächst etwas herum und ich befürchtete schon, dass eine Frage nach einem Job oder irgendwelchen anderen Gefälligkeiten folgen würde. Dem war allerdings nicht so.

Es war gerade kein anderer Kunde in der Nähe, nur einer meiner Mitarbeiter stand noch an der Kasse. Der Man begann, uns aus seiner Vergangenheit zu erzählen. Dass er früher ein rechts wildes Leben gelebt hat und dabei auf die schiefe Bahn geraten war, inklusive Alkohol und Drogen. Inzwischen würde er aber wieder ein geregeltes Leben haben. Mit Entzug und psychologischer Betreuung und kompletter Vergangenheitsbewältigung.

Anerkennend nickte ich, fragte mich aber immer noch, warum er uns das alles erzählen würde. Kommt doch noch die Frage nach einem Job?

Nein, sie kam nicht. Er berichtete weiter, dass er früher auch geklaut hat, unter anderem in seiner Wohngegend in Mitteldeutschland in einem SPAR-Markt und das würde er gerne irgendwie wieder gutmachen und das eben bei mir, da ich hier den einzigen SPAR-Markt betreibe, den er hier in der Gegend kennt.

Wahrheitsgemäß erklärte ich, dass ich rechtlich und finanziell überhaupt gar nichts mit dem ehemals bestohlenen Geschäft zu tun habe und dass ich irgendeine Wiedergutmachung nicht annehmen könnte, weil mich die Sache nicht betrifft. Mein Mitarbeiter hatte eine andere Idee:
"Stecken Sie doch einfach 20 Euro hier in die Spendendose für die Tiertafel. Sie haben dann mit uns zwei Zeugen dafür, dass auf jeden Fall der gute Wille erkennbar war."
Und so geschah es dann… :-)

Trostpreise für Tombola

Es ist ja nicht so, daß wir nicht gerne großzügig sind. Zuletzt habe ich 10% des Feuerwerksverkaufes an die Opfer der Flutkatastrophe in Südasien gespendet. Aber manchmal reicht's auch.

Den Kids, die gerade Sachpreise für ihre Schultombola (Zugunsten eines Multikulti-Familiendorfes irgendwo am Ende der Welt...) gespendet haben wollten, habe ich jedenfalls ein paar Dutzend Einkaufsgutscheine mit 10% Ermäßigung in die Hand gedrückt. So habe ich auch ein bißchen etwas davon. ;-)