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Aldi, Lidl und die Resteposten

Das Zitat des Bloggers "Das ist Aktionsware, und Aktionsware steht immer bei den Aktionsartikeln im Non-Food-Bereich!" aus meinem letzten Beitrag zum Blauen Punkt erinnert mich daran, daß ich noch etwas zum Thema Discounter und Restposten schreiben wollte.
Jens-Christof Niemeyer hatte sich ja schon gewundert, warum ich es nicht erwähne. Nunja, ich hatte tatsächlich Stress. Es gibt so vieles, was aus Zeitgründen vorerst unbearbeitet bleiben muss...
LPVnet berichtete am 1.4. kurz über einen eigenen Laden für Restposten und FAZ.NET legte am 4.4. mit einem detaillierten Bericht nach: Aldi baut seinen ersten Restpostenmarkt. Am 16. April eröffnet der Discounter Aldi-Süd in Mannheim-Waldhof unter dem Namen "1001" einen "Markt nur für Aktionsartikel". Je mehr Aktionen es im Einzelhandel gibt, um so mehr unverkäufliche Reste bleiben liegen. Die Aktionen kannibalisieren sich zunehmend selbst. In dieser Woche bieten alle Discounter Fahrradzubehör an...
Deswegen führe ich so wenig Nonfood. Wenn ich Aktionen mit Nonfood fahre, dann mit Rückgaberecht, wie bei den Büchern, deren magere Reste inzwischen in einen kleinen Karton passten, den ich heute versandfertig gemacht habe.

Blauer Punkt Frischetest

Der Verbraucher kann künftig mit Hilfe des «blauen Punktes» bereits beim Einkauf feststellen, ob ein Lebensmittel noch frisch oder schon verdorben ist. Das bisher auf den Lebensmitteln aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum sei nur ein Anhaltspunkt und berücksichtige nicht, ob die Kühlkette unterbrochen wurde oder nicht. Das erklärt Professor Dietrich Haarer, Experimentalphysiker an der Universität Bayreuth laut Bericht der Leipziger Volkszeitung.
Er sagt, das Interesse der Händler an der Einführung sei nicht besonders groß, da sie befürchten müssten, mehr Ware als bisher wegwerfen zu müssen.
Nun, ich würde den blauen Punkt begrüßen, denn die Kühlkette wird bei uns penibel eingehalten, also wäre der blaue Punkt für mich ein Mittel zu mehr Kundenzufriedenheit. Und ich kann den Discountern gegenüber punkten. Denn diese haben wegen enger Personaldecke nicht die Zeit, die ich in meinem Markt der Frische widme. Oft trifft man bei ungeschultem Discounter-Personal auch auf Unwissenheit und Ignoranz, wenn es um die Kühlkette geht. Hierzu habe ich schon vor einem Jahr einen treffenden Bericht in einem Weblog gefunden: Bismarckheringe im Glas, ungekühlt...

Philip Morris Verbraucherinformation

Ab April 2005 wird der Zigarettenhersteller Philip Morris sogenannte "Onserts", quasi Beipackzettel, in ihren Original-Zigarettenschachteln der Marken Marlboro und F6 unterbringen.
Die Faltblätter liegen zwischen Packungsfolie und Packungsrückseite und enthalten Informationen über die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens, über die Haltung des Herstellers zum Thema Jugendschutz und andere Themen in Zusammenhang mit dem Rauchen.

Inhaltlich stellen diese Blättchen nichts Neues dar. Die Art und Weise, dem Raucher diese Informationen zu vermitteln, ist dagegen schon neu.

Persönlich stehe ich dieser "Aufklärungsarbeit" der Zigaretten-, aber auch der Alkoholindustrie skeptisch gegenüber. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob das wirklich ernst gemeint ist (immerhin kann dies direkt den Umsatz beeinträchtigen) oder ob diese Aktionen eher heuchlerisch sind und sich einfach nur schön medienwirksam verkaufen lassen.

Beck's-Pferde

Ich wollte sowieso davon berichten, daß morgen der letzte Tag für die Beck's-Pferde im Dienst der Brauerei ist, als ich diesen Artikel gefunden habe.
Zu bestimmten Anlässen sollen übrigens noch die Pferdekutschen zu Showzwecken durch die Straßen rollen - nur eben nicht mehr regelmäßig Bier ausliefern.

Zwiebelfisch-Tee

Inspiriert durch ein Bild beim Zwiebelfisch habe ich eben einfach selber mal eine Packung Meßmer Brennnnnnessel-Tee geöffnet, um mir das Alte-Neue-Rechtschreibung-Phänomen einmal selber anzusehen.
Es ist nun tatsächlich so, daß auf der Packung "BreNNNessel" steht, auf den einzelnen Kuverts dagegen noch "BreNNessel", ganz nach der alten Rechtschreibung.

Auf der Website findet man übrigens auch noch die alte Variante mit 2 "n".

Liebe Damen und Herren Packungs- und Website-Designer - wenn ihr was macht, dann macht das jedenfalls auch vollständig.


Preisvergleich

Daß W*M preislich deutlich noch vor Aldi liegt, kann man sich kaum vorstellen, scheint aber wohl wahr zu sein. Andererseits haben in dem Vergleich der SPAR- und der EDEKA-Markt vernichtend schlecht, weil zu teuer, abgeschnitten.

Ich frage mich nur, ob es sich bei den beiden letztgenannten um einzelne Märkte handelte oder um einen Durchschnitt von verschiedenen Geschäften - denn eigentlich sind unsere Sparsamen auf Aldi-Niveau. Jedem Einzelhändler ist die Preisgestaltung natürlich selber überlassen und wenn der Preisvergleich in Märkten stattgefunden hat, bei denen jemand dieses "Discount-Sortiment", aus welchen Gründen auch immer, einfach teurer verkauft als empfohlen, ist das Gesamtergebnis für einen nationalen Preisvergleich natürlich gleich verfälscht.

Lidl

Heute beim Werbeblogger gefunden: "Die Agentur Economia zieht sich aus dem Rennen um die geplante TV-Kampagne von Lidl zurück. Als Grund gaben die Hamburger die miese geschäftliche Umgangsform und einen erheblichen Preisdruck des Discounters an.."

Ein schöner Auszug aus dem Artikel bei der Financial Times Deutschland:
In Kreisen der Agentur heißt es, Lidl habe im Laufe des Auswahlprozesses den Preis so massiv drücken wollen, dass die Zusammenarbeit nicht mehr wirtschaftlich sei. Wenn man kostenlos arbeiten wolle, "dann lieber für Amnesty International", so ein Mitarbeiter.

Geiz ist geil und die Discounter erfreuen sich einer unangemessenen Beliebtheit - und den Preis dafür zahlen vor allem die Mitarbeiter. Und auch die Verbraucher verlieren.
Dazu hat die SPAR übrigens letztes Jahr eine passende Kampagne gestartet: Den SPAR-Effekt. Kommentare von Verbrauchern ausdrücklich erwünscht.
Von mir ist da übrigens auch ein Statement zu finden. :-)

Nachhaltige Ernährung

Aus einer Broschüre der Verbraucherzentralen:

Nachhaltig konsumieren heißt, negative Auswirkungen des eigenen Konsums auf Umwelt und Gesellschaft soweit wie möglich vermeiden. Bei der Ernährung heißt das:
· den Fleischkonsum verringern,
· ökologisch erzeugte Lebensmittel bevorzugen,
· gering beziehungsweise mäßig verarbeitete Lebensmittel vorziehen,
· unverpackte oder umweltverträglich verpackte Erzeugnisse auswählen,
· sozialverträglich erzeugte, verarbeitete und vermarktete Produkte (Erzeugnisse aus Fairem Handel) kaufen sowie
· regional und saisonal erzeugte Lebensmittel wählen.


Das war übrigens jetzt kein erhobener Zeigefinger, sondern wirklich nur eine sachliche Information.