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Saubere Werbung

Jüngste Werbeaktion der Fischrestaurantkette "Nordsee" in der Bremer Innenstadt: Mit einer Schablone und einem Hochdruckreiniger bewaffnet, haben sie an mehreren Stellen in der City ihre Werbebotschaft sozusagen aus der Dreckschicht auf den Gehwegen herausgearbeitet.

Kann man sich drüber aufregen. Man kann das auch, so wie das Stadtamt, als eine unerlaubte "Sondernutzung" ansehen und mit Bußgeldern drohen und veranlassen, dass der alte Zustand wieder hergestellt wird.

Mit "Nordsee" habe ich nichts zu tun. Zuletzt habe ich dort vermutlich vor ca. 20 Jahren ein Fischbrötchen gegessen. Ich finde die Aktion trotzdem witzig und überhaupt nicht störend. Es wurde nichts beschädigt, es wurde niemand behindert und irgendwelche Werbetafeln verschandeln auch nicht die Gegend.

Aber wenn das jeder machen würde?!

Dann hätten wir immer saubere Gehwege. ;-)

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Kommentare

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Michel am :

Haben die Piraten vor zweieinhalb Jahren schon gemacht: http://wiki.piratenpartei.de/Reverse_Graffiti/2009-09-05_-_Alt%C3%B6tting

FlyingT am :

Und Alexandre Orion in 2007... also neu war das jetzt bei beiden nicht

The other one am :

Alter Zustand?

Gibt es denn auch Hochdruckverschmutzer? Die sind dann aber nur den Angestellten im Stadtamt Bremen bekannt.

TheK79 am :

LOL, war ja klar, dass sich irgendwelche stockkonservativen Behörden dran stören. Wahrscheinlich ärgern sie sich, dass so sichtbar wird, wie dreckig viele Wege sind…

krassdaniel am :

Konservative Behörden dürfte es in Bremen wohl eher nicht geben...

JSG am :

Hat der BVB in Berlin beim Pokalfinale gemacht. Aufgrund dieses zeitlichen Zusammenhangs würde es mich nicht wundern, wenn sich das ein Nordseeler dort abgeguckt hat...

Schaf Nase am :

Ich versuche mir gerade den Kostenbescheid vorzustellen, wenn Nordsee den alten Zustand nicht wieder herstellt.

"... für die Rückverschmutzung der von Ihnen widerrechtlich gereinigten Verkehrsflächen ..."

Kletterkatze am :

Gibt es in England schon länger. Eine britische Firma hatte sich das Konzept ausgedacht und macht seitdem damit Werbung. Witzige Idee, die keinem weh tut, finde ich.

Stelle mir gerade vor, wie es aussehen würde, wenn deutsche Bürokraten Nordsee dazu bringen, den Ursprungsszustand der "Werbeunterlage" wieder herzustellen. :-P

griz am :

Naja, ich sehe das mir gemischten Gefühlen. Die Idee ist ja ganz witzig aber ich möchte nicht, das überall irgendwelche Werbelogos das Gesamtbild verschandeln. Ich hab lieber eine homogene graue dreckige Wand als das dort alles mit irgendwelchen Konzern-Logos zugepflastert ist.

Wenn mein dreckiges Auto an der Straße steht, dann möchte ich auch nicht, dass dort jemand ein MediaMarkt-Logo oder ähnliches "reinmalt"

Oskar am :

Dann wird das Auto eben mit der Lackierung "Grundverschmutzung" (erhältlich in verschiedenen Varianten und Intensitäten) versehen oder hergestellt. Dann wird der Kontrast fehlen zwischen Dreck, entferntem Dreck und Dreckslackierung, und so werden die Werbemaßnahmen verpuffen und unterbleiben.

Das hätte ich nicht gedacht, daß eine Kommune sich tatsächlich darüber ereifern kann, statt verschämt zu schweigen und es klammheimlich durch bessere Sauberkeit zu unterbinden!

Schaf Nase am :

"und es klammheimlich durch bessere Sauberkeit zu unterbinden!"

Damit würde dieser Form der Werbung in der Tat die Grundlage entzogen.

rusama am :

Typisch Bremer Schreibtischtäter,sich über jeden unwichtigen Kram aufregen aber bei wirklich Wichtigen Anliegen 10.000 Anträge ausfüllen und 20 Jahre vergehen lassen

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