Wir nähern uns dem Ende der Abbrucharbeiten unserer alten Nebenräume. Die letzte Wand (hinter dem Wurst-Kühlregal und den Eiern) ist mittlerweile auch schon fast weg. Dann fehlen noch ein paar Quadratmeter Fliesen an der Außenwand und dann wird erst mal aufgeräumt.
In zwei Wochen kommen übrigens die Handwerker und dann wird es wieder wohnlich.
Durch meine zerlegte Bürotür zog dauernd ein etwas unangenehmer Duft in den Laden. Kein ekeliger Gestank, aber dennoch waberte dieses typisch holzig-staubige Aroma, das man aus alten Dachböden kennt, durch den hinteren Bereich des Ladens. So ordnete ich an, das Loch mit einer Folie zuzukleben.
Und dann hat der Kollege ausgerechnet einen gelben Sack dazu missbraucht. Die Dinger, deren Ausgabe aufgrund der häufigen missbräuchlichen Verwendung (zumindest hier in Bremen) inzwischen so fürchterlich streng reglementiert ist. Die Dinger, die ohnehin ständig Mangelware sind und mit denen es seit Anfang des Jahres unglaublich viel Chaos rund um die Coupons und Ausgabecodes gab. Und dann gerade bei uns, immerhin sind wir offizielle Verteilerstelle. Wir haben doch eine Vorbildfunktion.
Buchstäblich über Nacht hat das Schloss von meiner alten Bürotür den Geist aufgegeben. Der Schlüssel lässt sich beim besten Willen nicht mehr drehen. Na, sowas aber auch …
Da die Tür ohnehin ein Fall für den Schrott ist, habe ich kurzerhand mit zwei beherzten Fußtritten die Füllung aus der unteren Hälfte der Tür getreten. Schön, wenn man sich dafür nirgends verantworten muss.
Sieht jetzt fast so aus, wie auf der Rückseite, wo das Poster mit dem Badezimmer aus der Bauernhof-Ruine hängt. Mit dem Unterschied, dass das hier kein Foto ist:
Nicht nur, dass wir an Tür zur alten Backstube letztes Jahr aufgrund des defekten Schlosses schon herumsägen mussten, nun ist auch noch ein großes Stück auf der Innenseite abgebrochen.
Ich wollte sie aufmachen, dabei ist sie mir aus der Hand gerutscht und als ich danach schnell greifen wollte, habe ich sie nicht richtig mit der Hand erwischt. Stattdessen bin ich dagegen geschlagen und habe die Tür dabei so sehr beschleunigt, dass sie gegen die Kante vom Edelstahlwaschbecken schlug.
Egal. Sowas von egal. Die Tür ist schon so gut wie verschrottet.
Wer's aufgebaut hat, darf es auch wieder kaputtmachen. Gut, dass die Handwerker, und da bin ich sicher, das vollkommen ohne Grund für Beanstandungen hinterlassen werden.
Apropos "Abbruch" … Im Markt in Findorff bricht über der Tür zwischen Verkaufs- und Nebenräumen das Mauerwerk auseinander. Zu klärende Preisfrage: Ist das ein Fall für uns oder muss sich die Hausverwaltung darum kümmern?
Was meint ihr? (Unverbindlich, ich gehe dem natürlich richtig nach!)
Nachdem statt der beiden verrosteten Träger ein neuer (Kalksandstein-)Sturz eingebaut und alles wieder sauber verputzt wurde, sieht unsere Tür in den Keller nun so aus. Noch keine Schönheit, aber zumindest technisch wieder hergerichtet.
(Das Rohr mit dem Kabel lässt sich derzeit nicht verhindern, verschwindet aber ebenfalls im Rahmen der Neuinstallation der kompletten Elektrik hier im Gebäude.)
Das Mauerwerk über der Tür in unseren Maschinenraum hat einige Risse und Frostschäden. "Sollen wir das noch eben mit erledigen? Jetzt sind wir gerade hier und haben alles Material da", lautete die Frage. Die Antwort war: "Ja!"
So viele Jahre hat der Schlüssel von meinem ehemaligen Büro durchgehalten. Aber jetzt wo ich dabei bin, die ganze Ecke abzureißen, da bricht der mir ab.
Hätte ja die paar Wochen auch noch durchhalten können …
Einer der Läden im Umkreis des Marktes hat auf seine aus familiären Gründen abgeänderten Öffnungszeiten hingewiesen – und zwar mit einem ausgedruckten Zettel, der ungefragt mitten an die Tür meines Ladens in der Münchener Straße geklebt wurde.
Das ist nun aber sehr ungeschickt, denn welcher Kunde liest schon, dass das der Hinweis an der Tür nicht von uns ist? (Und denkt evtl., dass unser Laden geschlossen hat?)
Das Übergangsprofil an meiner neuen Bürotür sah zwar toll aus, hat aber leider an der linken Seite nur eine ganz minimale Überdeckung gehabt. Das ging die ersten Tage gut, aber ein falscher Tritt und mit einem knarzenden Geräusch drückte sich die Schiene vor das Laminat.
Hab mir schon ein neues Aluprofil besorgt, das rund 1,5 mal so breit ist. Damit sollte sich diese hohe Kante problemlos überdecken lassen. Ich suche noch die Motivation, das Ding anzubauen.