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Wie kurz ist eine Kurzbewerbung

Natürlich schickt ein Unternehmen Bewerbungsmappen wieder zurück, wenn ein Bewerber, der sich auf eine offiziell ausgeschriebene Stelle beworben hatte, nicht genommen wird.

Wie ist das eigentlich bei "Kurzbewerbungen"? Ich hatte z.B. vor einiger Zeit einen Zettel hier an der Tür hängen mit dem Hinweis, dass ich Aushilfen suchen würde und dass eine Kurzbewerbung ausdrücklich reichen würde. Daraufhin bekam ich etliche Bewerbungen als Loseblattsammlung oder auch nur einem einzelnen Zettel, aber unter anderem auch eine komplette Bewerbungsmappe. Anschreiben, Lebenslauf, Foto, etliche Zeugniskopien – und das alles in einer hochwertigen, dreiseitigen Kunststoffmappe.

Natürlich bin ich anständig und schicke das Mäppchen an den Absender zurück. Aber: Müsste ich das überhaupt, weil es ausdrücklich nicht gefordert war? Wie seht ihr das?

Dezember 1899

Fehlermeldung aus meiner Zeiterfassungssoftware. Auf diese Weise wird der Anwender normalerweise darauf hingewiesen, wenn irgendwo unschlüssige Buchungen (also z.B. zweimal hintereinander ein- oder ausgestempelt) auftauchen.

Wie diese Meldung zustande gekommen sein könnte, ist mir allerdings ein Rätsel. Ich versichere, dass wir das elektronische Zeiterfassungssystem mit den Chipkarten hier erst im Jahre 1907 angeschafft haben! :-)



(Und, nein, nicht gephotoshopdingenst!)

Arbeitskleidung

Wenn alle schwitzen und leiden, erlaube ich meinen Mitarbeitern durchaus, auf Arbeitsbekleidung, also Kittel oder Westen, zu verzichten. Meistens renne ich schließlich als einziger noch in meiner roten Weste herum.

Aber selbst ich verzichte momentan darauf. Und nun gehe ich erstmal wieder in den Laden, einen neuen Kräuteraufguss machen. :-O

'ne Glaskugel wäre praktischer...

Gut, geht nicht immer anders. Vor allem wenn es voll ist im Laden und sich an der Kasse die Kunden schon stapeln und die Kassierer(innen) nur noch versuchen, die Massen abzuarbeiten - aber trotzdem ist es irgendwie ziemlich unsinnig, wenn Mitarbeiter mich anrufen und auf verdächtige Kunden aufmerksam machen, die sich z.B. hinter den anderen Kunden vorbeigequetscht haben.

Wenn dann nämlich die Info kommt, dass das Ereignis schon "vor 5-10 Minuten" stattgefunden hat, hilft es nämlich gar nichts mehr, wenn besagte Person tatsächlich geklaut hat.

Aber wenigstens hat man dann das Gesicht mal gesehen und entdeckt denjenigen bei seinem nächsten Besuch hier im Laden rechtzeitig...

Die Hormone im Frühling

Ist doch schön, wenn sich zwei Kollegen nicht einigen können, wer von ihnen jetzt der netten Kundin an der Kasse die bestellte Handyguthabenkarte überreicht.

In meiner Rolle als Geschäftsinhaber gebührte mir ja eigentlich diese Ehre, aber ich habe großmütig darauf verzichtet. :-P

Leckere Dame

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man für Bewerbungen keine außergewöhnlichen privaten Mailaccounts verwenden sollte. Dass sich "geiler_hengst@xyz..." oder "ergebener_satans@xyz..." in einer Bewerbung nicht so sonderlich gut machen, sollte einem eigentlich auch schon der gesunde Menschenverstand sagen.

Wissen aber viele nicht oder denken einfach nicht darüber nach. Der bislang außergewöhnlichste (wenn auch weniger anstößig als die oben genannten Beispiele) Absender erreichte mich jüngst in einer Kurzbewerbung per E-Mail: "Delicious Lady" nannte sich die Dame im Realnamen neben den eher kryptischen Kürzeln vor dem At-Zeichen.

"Lady" vielleicht, das werde ich bei einem Vorstellungsgespräch ja sehen. Was den Rest betrifft: Too much information. :-)

Ist aber durch das freundliche Anschreiben und auch die korrekte Rechtschreibung darin in die nähere Auswahl gekommen und hat jetzt eine Chance auf einen Job neben ihrem Studium.

Feldforschung

Eine junge Frau hat sich als Aushilfe beworben. Sie möchte sich etwas Geld verdienen, neben ihrem Psychologie-Studium.

Psychologie?!?

Spontaner Ausruf von mir: Die MUSS hier arbeiten. Die würde bestimmt ganz gut hier in das Team passen. Wer Psychologie studiert, ist hier bestimmt bestens aufgehoben.

Antwort einer Kollegin: Stell die bloß nicht ein. Die will hier doch nur Feldforschung betreiben. Am Ende sind wir hier noch das Thema ihrer Diplom- oder Doktorarbeit.

Hihihihi.

(Ich werde ihr übrigens die Chance geben!)

Blubb!

In diesem Beitrag ist nicht vom Verona-Spinat die Rede. Die sämige, weiße Masse in dem Eimer war auch nicht die Sahne für eben jenes Tiefkühlgemüse.

Trotzdem machte es "Blubb!".


Dummerweise war das auch gleichzeitig der Moment, in dem sich einer meiner Mitarbeiter herunterbeugte und sein iPhone ihm aus der Brusttasche ausgerechnet in den vollen Eimer mit weißer Wandfarbe fiel. Nun hoffen wir jedenfalls beide, dass die "Handyklinik" das Ding wieder hinbekommt. :-|

Verschollen

Wenn ein relativ neuer Kollege am Vortag nicht an seinem Arbeitsplatz erschienen ist, sich seit dem weder selber gemeldet oder durch Dritte eine Nachricht hat überbringen lassen und auch in keiner Weise telefonisch erreichbar ist – dann mache ich mir schon lange keine Sorgen mehr.

Komisch bleibt's trotzdem...

Handschriftliche Ergänzung

Eben an der Eingangstür entdeckt: Mein gedrucktes Schild mit dem Hinweis auf die geänderte Öffnungszeit hat ein Kollege um eine handschriftliche Erweiterung verlängert.

Kann man so oder so sehen. Für mich wären die zusätzlich genannten Zeiten selbstverständlich gewesen...


Zu lang, der Tag

"Du hast mir eine SMS geschickt mit den Arbeitszeiten für die nächste Woche", erklärte mir eine Kollegin.

"Ja."

"Hättest mir das aber auch ins Gesicht sagen können, ich bin doch die ganze Zeit jetzt hier."

Ach, ja. Jetzt, wo sie's gerade erwähnt...

Der Tag war wohl doch zu lang. Oder ich bin noch mit den Gedanken zu sehr bei der verrückten Aufforderung zum Tanzen von heute Morgen. Mal gucken, ob nachher auf dem Rückweg auch wieder jemand auf dem Balkon steht und runterruft. :-)