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Essstörung in 3… 2… 1…

Eine Mutter mit einem kleinen Mädchen im frühen Kindergartenalter kaufte ein. Die Kleine steuerte Kühlregal direkt auf die süßen Snacks und Pudding zu und wollte einen Becher Paula haben. "Nein, die kaufen wir nicht, da ist Zucker drin."

Dann wollte das Kind Nudeln haben. "Nein, die kaufen wir nicht, da ist Zucker drin."

Die beiden Becher Mousse au Chocolat ließen die Augen des Mädchens erstrahlen, der Glanz verschwand jedoch gleich wieder, als die Frau erklärte, dass ein Becher für sie selber und einer "für Papa" wäre.

Die Frau verteufelte pauschal noch mehr Produkte, überall sei Zucker drin.

Jungejungejunge … Das Kind tat einem schon Leid. Kann natürlich sein, dass die Kleine eine Form von Diabetes oder eine andere Erkrankung hat, das können wir nicht beurteilen. Da die Mutter aber alternativlos alles abgetan hat, wirkte das auf uns für ihre Tochter eher wie ein aufgezwungenes "gesundes" Leben.

Wir haben so ein Mädchen auch im Umfeld. Als ich eine 1200g-Dose Maoam-Kracher heimlich mit auf das "Öko-Buffet" (vollkorn, glutenfrei und natürlich vegan) des Sommersfestes geschmuggelt hatte, die übrigens von allem Mitgebrachtem zuerst leer war, hatte das Mädchen, dem von ihren Eltern alles "Ungesunde" vorenthalten wird (Philosophie, nicht medizinisch begründet), sich davon außerhalb der Sicht ihrer Eltern händeweise einverleibt. :-P

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Kommentare

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Horst-Kevin am :

Kinder nicht an Zucker zu gewöhnen, halte ich ja für vernünftig. Sich selbst aber zu gönnen und das Kind außen vor zu lassen, ist willkürlich und fies, wenn die Eltern sich da nicht selbst vorbildlich verhalten. Wenigstens der gemeinsame Nachtisch muss doch drin sein. Man muss ja nicht die Milchschnitte als Pausenbrot mitgeben oder die offene Bonbondose in der Küche stehen lassen.

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