Die Maler hatten im Januar 2025 zwei Haken rausgerissen, an denen die letzte Leuchte eines unserer Lichtbänder hing. Nachdem die Ladendecke gestrichen war, hatten sie die Reihe mit Klebeband und einem Sicherungsband eines Rollcontainers fixiert und so hing die Konstruktion nun ein paar Tage Wochen Monate etwas länger als gewollt, aber die Zeit vergeht so unheimlich schnell.
Dabei war die Arbeit schnell erledigt: Neue Löcher anzeichnen und Bohren, Hohlraumdübel reindrehen, Haken ran, das Lichtband wieder einhängen, fertig. Aber es kommt irgendwie immer etwas dazwischen, was dann doch in dem Moment wichtiger ist.
Aber nun ist auch diese Baustelle endlich erledigt:
Als der große Container für die Einweggebinde aus unserem Leergutautomaten, aka Rücknahmegerät, wieder zurückgebracht wurde, habe ich mal eine Kamera auf dem Hof aufgestellt. In der oberen rechten Bildecke ist ein Stück Edelstahlrohr unserer Kühlanlagen zu sehen. Das war mir nicht aufgefallen, als ich mein altes Handy da auf einem Kabel balanciert hatte.
Das Video ist eigentlich nicht weiter spektakulär: Ein Abrollcontainer wird abgestellt.
Nicht mehr und nicht weniger.
Aber man sieht hier mal ganz gut, wie unsere Rampe "funktioniert". Wir hatten beim Bau ja ganz genau geplant, dass an der Stelle ein Container stehen wird, der auch ganz sicher beim Abstellen und Aufnehmen an der überstehenden Betonplatte der Rampe entlangkratzen wird. Ein Grund, weshalb die Rampe mit Stahlprofilen eingefasst ist.
Die graue Fläche unmittelbar unter dem Geländer sieht zwar aus wie Beton, ist aber die Außenkante eines massiven U-Profils aus Stahl. Die Konstruktion hält was aus und darum kann der Container beim Abstellen da einfach dran entlangkratzen. Was praktisch ist, um ihn relativ dich an die Rampe stellen zu können – immerhin kippen wir mehrmals täglich die Wanne aus dem Leergutautomaten dort hinein und ein größerer Abstand wäre da wirklich hinderlich.
Unsere inzwischen über 20 Jahre alten und immer wieder mit Klebeband geflickten Puzzlekartons haben die lange, intensive Nutzung nicht alle überstanden. Zwei waren so sehr verschlissen, dass da wirklich nichts mehr zu machen war.
Eine Kollegin hatte Mitleid und hat über Kleinanzeigen zwei gebrauchte Puzzles organisiert, deren Kartons genau die richtigen Maße haben. Die Teile liegen nun in den kaputten falschen Kartons, sind aber natürlich noch vorhanden. Falls also jemand das Hundemotiv oder den kleinen Vogel auf der Gießkanne zum selberbasteln haben möchte, ich würde sie gerne abgeben. Aber nur ohne Originalverpackung.
Nach knapp einem Jahr ist nun von einem weiteren unserer Rollhocker ein Rad abgebrochen. Nummer Eins hat nun auch eines seiner drei Räder eingebüßt.
Sie hatten es wohl so verstanden, dass wir hier Zweiräder mögen. (Nein, eigentlich ist das nicht witzig. Da gibt man viel Geld aus und kauft Dinge, die hier im gewerblichen Einsatz täglich benutzt werden und dann hält das Zeug von Zwölf bis Mittag …)
Wie so ziemlich alle Kühlregale halten auch unsere die Temperatur durch einen Luftstrom im Zaun, der vor der Ware nach unten läuft. Bei unseren Regalen wird die Luft durch einen Diffusor aus vielen aneinandergereihten Waben geleitet, so dass sie relativ gleichmäßig nach unten strömt.
Kühlregale sind ein besonderer Anziehungspunkt für Schmutz. Konstruktionsbedingt (Luftströmungen) haben sie viele Hohlräume im Hintergrund, der permanente Staub aus der Luft wird dort mit eingesogen, dann kommt noch viel Feuchtigkeit dazu und schon bildet sich auch gerne mal Schimmel. Wer schon einmal ein altes Kühlregal von innen gesehen hat, weiß, wovon ich rede.
Aufgrund der relativ großen Oberfläche (hochgerechnet hat so ein Streifen (unteres Bild) rund 2 Quadratmeter Fläche) sind diese "Wabengitter" besonders anfällig für die typischen Verschmutzungen und so gehört in unsere "Jahresanfangsroutine" unter anderem, dass diese Gitter einmal komplett gereinigt werden. Ausbauen, spülen, schrubben, noch mal spülen, trocknen und wieder einbauen. Gute zwei Dutzend haben wir von den Streifen, man ist also eine Weile dabei …
Tipp für die Ingenieure, die bei AHD die zukünftigen Kühlregale entwerfen: Bei so einem Bauteil muss die Reinigung leichter sein, definitiv.
Zum bequemeren Laden wollte ich meine Wallbox hier in der Firma installieren lassen. Da ich mir das originale Gerät von Tesla gekauft, das aus unerfindlichem Grund mit 22 kW spezifiziert ist, obwohl man die Autos ohnehin nur mit 11 kW laden kann, muss sie zwingend von einem Elektro-Fachbetrieb angebaut werden. Zwingend deshalb, da der Netzbetreiber den Betrieb genehmigen muss, ohne eine Anmeldung vom Meisterbetrieb braucht man da erst gar nicht etwas zu versuchen.
Beim Termin hier vor Ort kam wieder ein Thema auf den Tisch, das auch schon vor zwei Jahren bei den Überlegungen zur Solaranlage eine Rolle spielte: Die Wallbox, montiert an der alten Technik hier bei uns mit dem Messwandler, würde so mit ziemlicher Sicherheit keine Absegnung vom Netzbetreiber bekommen. Es fehlen die Möglichkeiten zur Fernsteuerung der Box, so wird das vermutlich alles nichts.
Also werde ich wohl in den sauren Apfel beißen und die gesamte Technik hier neu machen lassen. Dann haben wir auch schon die vorbereitete Infrastruktur für eine Solaranlage, falls die doch noch kommen wird und wir uns hier in der Hausgemeinschaft darüber nicht weiter uneinig sind. Und ob mit Solaranlage und Wallbox oder ohne diese Technik – dann ist hier alles neu und nicht mehr mehrere Jahrzehnte alt. Das hat ja unter Umständen durchaus Vorteile, falls ich den Laden hier eventuell möglicherweise vielleicht mal irgendwann nicht mehr selber betreiben und an jemanden anders vermieten möchte.
Kaum zu glauben, aber unser Leergutautomat ist nun schon seit fünf Jahren bei uns im Einsatz. Es tut mir wirklich Leid, dass der Unterhaltungswert nicht so groß ist wie bei den alten Trautwein-Geräten und ich wenig über ihn berichte, aber unser Automat läuft einfach. Er macht im Grunde keine Probleme, wenn wir Totalausfälle in der Zeit hatten (die so rar sind, dass ich sie nicht zählen oder mich überhaupt ad hoc an einen solchen erinnern kann), wurden sie auf jeden Fall immer schnellstmöglich und nachhaltig erledigt ohne dass es mehrere Nachbesserungen oder nur halbherzige Lösungen gab.
Durch die deutlich wartungsfreundlichere Konstruktion als bei unseren alten Automaten sieht auch das Innenleben auf der Kundenseite noch fast wie neu aus und besteht nicht aus irgendwelchen Dreck-Getränkereste-Krusten, garniert mit Haaren und Kronkorken.
Die Maschine ist einfach absolut top und wenn irgendjemand von euch selber einen Supermarkt betreibt und gerade vor der Überlegung steht, einen Rücknahmeautomaten anzuschaffen – ich würde auf jeden Fall wieder und ohne überhaupt darüber nachdenken zu müssen ein Gerät von Sielaff kaufen!
PS: Für diese Lobhudelei bekomme ich das nächste Gerät günstiger.
Man merkt, dass sich hier technisch kaum was ändert und sich offenbar sogar minimale jahreszeitliche Schwankungen innerhalb eines Jahres wieder relativ gut ausgleichen.
Die Jahresabrechnung für 2025 kam gerade von Lichtblick per Post und weist aus, dass wir hier im vergangenen Jahr 192.869 kWh verbraucht haben. Das sind zwar ein paar hundert Kilowattstunden mehr als im Vorjahr, aber bei nur vier Promille Abweichung kann man wohl sagen, dass wir grundsätzlich beim gleichen Wert wie im Vorjahr liegen.
Gekostet hat uns der Strom übrigens etwas über 52.000 Euro. Das ist stattlich.
Zentralseitige Info aus der IT-Abteilung: Die bei uns aktuell eingesetzte Kassenhardware befindet sich im Status "End of Life" und wird seitens des Herstellers nicht mehr supportet. Damit die Kassentechnik hier im Markt die Voraussetzungen für die neue Kassensoftware erfüllt, ist ein entsprechender Austausch notwendig. Mal wieder. Wie oft wir hier neue Kassenhardware bekommen haben, kann ich schon gar nicht mehr zählen.
Mit dem Austausch der reinen Kassen-PCs ist es natürlich nicht getan. Wir brauchen auch neue Scanner, Waagen, Kundendisplays und den ganzen Firlefanz drumherum (Halterungen, Kabel, Verteiler etc.) – kurz: Alles neu. Aber die neuen Kassen sind chic, es handelt sich um die POS-215 von 4POS, bei denen Bildschirm und Computer in einem eleganten Gehäuse stecken. Die Verkabelungen werden augenscheinlich nur mit USB vorgenommen und dürften hinterher sehr viel übersichtlicher als bisher sein. Unter der Prämisse sollte man sich auf die neue Hardware freuen.
Dieser Austausch geschieht natürlich nicht aus reiner Nettigkeit, sondern muss von den Einzelhändlern bezahlt werden. Bei uns beläuft sich die Summe auf knappe 8000 Euro netto, die dann auch noch mal eben außerplanmäßig investiert werden muss. Wenn die Hardware dann wieder wenigstens acht Jahre hält, ist eigentlich alles gut. Wer weiß, was hier in acht Jahren ist. Ich habe zwar eine Idee, in der ich sogar eine nicht unwichtige Rolle spiele, aber dazu schreibe ich irgendwann mal mehr.
Warum die Kamera, die hier den Lagereingang mitsamt Leergutautomat im Blick hat, trotz ausreichender Beleuchtung (also kein IR-Modus) neuerdings ein Schwarzweißbild liefert, erschließt sich mir nicht.
Das weiß vermutlich nur Deus Observatorius, der Gott der Videoüberwachung.
Ich weiß gar nicht, WIE LANGE die Decke bei uns in der Herrentoilette schon so aussieht. Irgendwann muss wohl mal jemand beim Auswechseln der Glühbirne (aka des LED-Lampe mit E27-Gewinde) zu kräftig an der Leuchte gerissen haben, ich mutmaße, dass das beim Abnehmen des Glasdeckels passiert ist.
Die Befestigungsschrauben der Leuchte sind aus der Decke gerissen und durch den Ruck und/oder das Eigengewicht der Leuchte wurde das Stromkabel auf ca. 30 cm Länge aus dem Putz der Decke geschält. So hängt die Leuchte dort schon seit wohl einer Weile und tut eigentlich keinem weh und da man in dem kleinen Raum mit dem WC auch meistens nicht nach oben guckt,
Aber um auch solche Details will sich gekümmert werden. Ich hatte erst die Idee, ob man die Decke nicht einfach mit Holz (Profilholz mit Nut und Feder) oder Gipskartonplatten verkleidet. Dann könnte man eine nette Einbauleuchte dort installieren und müsste nicht wieder mühsam in die Strohputzdecke schrauben, was bei entsprechend grobmotorisch veranlagten Leuchtmittelauswechslern wieder zu einem Ausreißer führen würde. Ines ist knallhart für die pragmatische Methode: Wir gipsen das Kabel wieder ein und schrauben die Lampe wieder fest. Warum mehr Geld und mehr Arbeit als nötig investieren? Hallo, das ist eine Toilette, da interessiert es doch niemanden, wie die Decke aussieht. Merkt ja jetzt schon keiner, dass das Kabel da auf halb Acht hängt.
Ja, darauf wird es wohl dann demnächst hinauslaufen …
Die genaue Geschichte unseres Hauses hier in der Gastfeldstraße kennt wohl niemand mehr. Die Ursprünge und Vorgängerbauten reichen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Wie viele unterschiedliche Gebäude auf diesem Grundstück standen und wie weit diese nur umgebaut oder abgerissen und neu gebaut wurden, kann niemand mehr sagen. Selbst unsere Bauakte, die mir vollständig vorliegt, gibt nicht so viel her, da eben doch viele Informationen fehlen.
Wo jetzt unser Laden ist (also der Flachdach-Anbau an das Wohnhaus), standen früher wohl mehrere kleinere Gebäude. Wie genau diese aussahen und wie weit sie zusammenhingen, bleibt ein Mysterium. Auf jeden Fall war hier einst die Fleischwarenfabrik "Ludwig Fischer" ansässig, zu der übrigens auch das jetzige Moschee-Gebäude gehörte. Wenn die wüssten, was für eine schweinische Vergangenheit das Haus hat … Die Fleischwarenfabrik Ludwig Fischer war Mitte der 60er-Jahre nach Delmenhorst neben den dort neu gebauten Schlachthof umgezogen. Was ist den Jahren passierte, bis hier dann Anfang/Mitte der 70er-Jahre der erste Lebensmittelmarkt einzog, ich glaube, es war sogar schon der Tengelmann, kann ich nicht sagen.
Unser Wohnhaus bestand früher aus zwei unterschiedlichen Gebäuden, wie auf der Zeichnung zu sehen ist. Gewisse Parallelen zur alten Anordnung erkennt man noch. Von rechts nach links: Die Tür von meinem Nachbarn mit seinen beiden Schaufenstern, dann den Eingang zum Wohnhaus. Wo einst die Durchfahrt zum Hof war, befindet sich nun meine Ladentür und die kleinen Fenster links mit der Tür unter "waren" von der Fleischwarenfabrik existieren in der Form gar nicht mehr.
Überhaupt kann ich nicht sagen, ob das Haus links im Bild, das auf der Zeichnung den anderen Teil deutlich überragt a) abgerissen und neu gebaut oder b) grundlegend umgebaut wurde. Die Alternative c) wäre, dass schlichtweg die Zeichnung nicht stimmt. Für a) oder b) spricht, dass der Gebäudeteil ein eigenes Treppenhaus hat, das ursprünglich durch die inzwischen nicht mehr vorhandene Tür zu erreichen war und nun durch einen Gang mit dem Treppenhaus des anderen Gebäudes verbunden ist.
Hier seht ihr die Zeichnung der Front aus der Bauakte und darunter ein relativ aktuelles Foto von unserem Gebäude: