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Die schmuddeligen Leuchtbuchstaben über der Tür

Gerade mal gut sieben Jahre ist die Außenwerbeanlage mit (unter anderem) meinem Namen in großen LED-Buchstaben alt. Im Gegensatz zu einer Technik mit Leuchtstoffröhren, die man alle paar Monate mal für den Austausch der Röhren öffnen können muss, sollte sollte es nach meiner Auffassung kein Problem sein, die Anlage mit LED-Technik vernünftig versiegeln zu können.

Man guckt da ja gar nicht so oft hin, aber die weißen Blenden habe viele dunkle Schatten, die nach meinem Verständnis von Verschmutzungen auf der Innenseite her stammen. Irgendwie stört es mich jetzt. Nun weiß ich, dass der Dreck da drin ist, nun quält es mich, dass die Leuchtbuchstaben nicht mehr strahlend weiß funkeln.

Das hauseigene Handwerker-Duo wird sich die Sache in den nächsten Tagen mal ansehen. Wenn wir die Buchstaben öffnen und reinigen können, machen wir das selber. Ansonsten werde ich die Fachfirma mal anrufen, die das Ding installiert hat. Vor meinem geistigen Auge sehe ich Banknoten mit kleinen Flügelchen wegflattern …


Endlich wieder eine vernünftig befestigte Eistafel

Vor rund zwei Jahren hing die Eistafel über der Kleineistruhe. Etwas schief, aber sie hing. Wie sie an der Decke befestigt war, weiß ich nicht mehr, das war ewig lange ein Mix aus Klebehaken oder Magneten an den alten Lampenreihen. Nach den Malerarbeiten vor gut einem Jahr waren die Haken endgültig verschwunden und seitdem stand die Tafel immer irgendwie rund um die Truhe auf dem Boden.

Für die Kunden war die Information nur eher zusätzlich, da wir ja für die Bestellungen die regulären Preisschilder an der Truhe hängen haben. Da die Tafel in ihrer Ecke zwischen der Eistruhe und dem Regal dahinter auch nicht immer in meinem Fokus stand, rutschte diese Baustelle immer wieder durch. "Eistafel vernünftig aufhängen" stand nun seit Ewigkeiten schon auf meiner To-Do-Liste, aber andere Sachen hatten immer irgendwie Priorität.

Dabei ist die Arbeit für Ines und mich nur ein Klacks gewesen: Mit dem Kreuzlinienlaser eine gerade Linie in einer Flucht mit der Eistruhe an die Decke projiziert, zwei Punkte im Abstand von 25 cm angezeichnet, mit einem 12er-Bohrer zwei Löcher in die Strohputzdecke gebohrt, die beiden Spreizdübel eingesetzt, zwei Gewindeösen in die Dübel drehen und schließlich die Eistafel mit vier Haken und zwei Stückchen Kette aufhängen.
Für uns als handwerklich begabtes Team, das vor allem Hand in Hand arbeiten kann, war das wirklich nur eine Kleinigkeit. Das ist so normal für uns, andere wären schon Besteigen der Leiter ausgestiegen, vom Umgang mit dem Material ganz zu schweigen … :-)


Ein neues "Kasse geschlossen"-Schild

Vor sieben Jahren hatte ich von Alexander ein 3D-gedrucktes "Kasse geschlossen"-Schild bekommen. Das Teil wollte ich nie an der Kasse verheizen und so steht es seitdem hier bei mir im Büro als Dekoration herum. Aus der Zeit (oder war Alexander erst durch mein neues Schild inspiriert worden), stammte auch der (zweite) Speisekartenhalter, der nun auch viele Jahre einen guten und erfolgreichen Job hier an der Kasse gemacht hat.

Inzwischen war es jedoch ziemlich ramponiert und von den Kollegen mehrfach mit Tesafilm geflickt worden und sah in der Summe recht bescheiden aus, um es mal vorsichtig auszudrücken. Zu sehen ist das inzwischen feierlich entsorgte alte Teil auf dem Bild unten neben dem neuen Schild.

Am Wochenende hatte ich die Idee, einfach eines mit dem 3D-Drucker selber zu bauen. Es sollte ein einfacher Entwurf sein ohne viel Schnickschnack. Eine Halterung mit einer Mulde für ein einzuklebendes Schild und das Schild mit dem Text, das in einem zweiten Schritt gedruckt werden sollte. Ständige Filamentwechsel innerhalb eines Druckes arten bei Geräten mit nur einem Druckkopf in Verschwendung aus und so habe ich das Layout entsprechend konstruiert. Mit einem CAD-Programm war das relativ schnell erledigt: Die Halterung besteht aus zwei senkrecht zueinander montierten Quadern mit einem 5 mm tiefen Ausschnitt auf der Vorderseite. Das Schild mit dem Text ist eine 5mm dicke Grundplatte, aus welcher der Text 2,5 mm hoch hervorsteht. Gelb auf schwarz für maximalen Kontrast, das transparente Regenbogenfilament für die Halterung war einfach noch übrig.

Hier ist das Schild in der zusammengesetzten 3D-Ansicht zu sehen:



Hier ist noch etwas Videomaterial vom Druck. Die Zeitrafferaufnahme aus der internen Kamera des Druckers hat irgendwas Hypnotisches. Diese beiden Säulen (Bäume), die vor der Stele gedruckt werden, unterstützen den 5 mm großen Überhang aus der Mulde für die Tafel mit dem Text. Freifliegend klappt sowas nur bedingt:



Und so sieht das Schild nun fertig aus. Das lässt sich sicherlich noch optimieren, am meisten stört mich nun eigentlich, dass die gelbe Schrift links und rechts zu sehr bis an den Rand der Platte reicht, da hätte der schwarze Rahmen etwas breiter sein müssen. Aber das lässt sich in einer Version 2.0 ändern. Sowieso bin ich gespannt, wie lange das Teil hier halten wird. Das PLA-Filament ist recht stabil, aber ständige Stürze auf den Boden wird es auf Dauer nicht unbeschadet überstehen.