Von Kunde zu Kunde
Ein regelmäßiger Stammkunde bezahlte seinen Einkauf und hatte dabei sein kleines, schwarzes Portemonnaie auf den Rand unseres Kassentisches gelegt. Weil man sich kennt, schnackte er auch mit meiner Mitarbeiterin, war dann kurz abgelenkt und hat die Geldbörse dort vergessen, wo er sie abgelegt hatte.
Der Kunde unmittelbar hinter ihm, den wir maximal als Gelegenheitskunden kennen, erkannte und nutzte seine Chance, sich das schwarze Etui anzueignen. Er hätte natürlich dem anderen Kunden, der ja noch da war und am Packtisch seinen Einkauf verstaute, Bescheid sagen können. Oder zumindest der Kassiererin – aber, nein, er beschloss, das Portemonnaie heimlich an sich zu nehmen und es schließlich in seiner linken Jackentasche verschwinden zu lassen. Ist rechtlich wohl kein Diebstahl aber mindestens eine Unterschlagung und rein menschlich betrachtet so oder so nicht nett.
Jegliche Ausreden, dass er die Geldbörse unbeabsichtigt und aus Versehen eingesteckt hat, würde ich übrigens nicht durchgehen lassen. Falls das von euch jemand anders sieht, dürft ihr das gerne in den Kommentaren begründen …
Der Kunde unmittelbar hinter ihm, den wir maximal als Gelegenheitskunden kennen, erkannte und nutzte seine Chance, sich das schwarze Etui anzueignen. Er hätte natürlich dem anderen Kunden, der ja noch da war und am Packtisch seinen Einkauf verstaute, Bescheid sagen können. Oder zumindest der Kassiererin – aber, nein, er beschloss, das Portemonnaie heimlich an sich zu nehmen und es schließlich in seiner linken Jackentasche verschwinden zu lassen. Ist rechtlich wohl kein Diebstahl aber mindestens eine Unterschlagung und rein menschlich betrachtet so oder so nicht nett.
Jegliche Ausreden, dass er die Geldbörse unbeabsichtigt und aus Versehen eingesteckt hat, würde ich übrigens nicht durchgehen lassen. Falls das von euch jemand anders sieht, dürft ihr das gerne in den Kommentaren begründen …
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Comments
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Crazy_Borg on :
Aber den Einkauf mit 'nem Hunderter bezahlen.
Nötig hatte er es wohl nicht.
Jemand on :
Ulf on :
Kassenbon ausdrucken und der Polizei mit entsprechendem Hinweis übergeben, falls nicht schon geschehen.
Die Polizei fragt dann bei Payback die Kundendaten an. Kann Erfolg bringen, sofern es nicht eine unregistrierte Karte ist (Punkte sammeln geht auch ohne Registrierung, erst für die Einlösung muss die Karte registriert sein).
Shoppingqueen24 on :
Micha on :
Wer im Gladhaus sitzt und so
Micha on :
bli on :
Micha on :
Dass ich daran nicht selbst gedacht habe.
eigentlichegal on :
Der eine spendet für Elefanten, der andere für die Hilfsorganisation "Bier für eigentlichegal"
Letztendlich hat in beiden Fällen der Eigentümer sein Geld nicht mehr und ärgert sich. Und in beiden Fällen dürfte es Unterschlagung sein.
Micha on :
Kleines Gedankenexperiment:
Ich gehe zu Björn, und klaue den Rucksack voll, mit dem Ziel, das an die Tafel zu spenden. Sollte ich erwischt werden, bezahle ich natürlich alles.
nicht der andere on :
Horst-Kevin on :
eigentlichegal on :
Mich hat das Video davon überzeugt, dass das Absicht war. Wenn der das sofort eingesteckt hätte: Okay.
Aber je länger man das so (reichlich versteckt) in der Hand hält desto eher müsste einem doch der "Hey, das gehört gar nicht mir"-Gedanke kommen.
Private Joker on :
Das einzig Gute on :
Private Joker on :
Möglicherweise hat es auch mit dem zusätzlichen Aufwand der Fundsachenbearbeitung zu tun.
Das einzig Gute on :
Andererseits habe ich für das gedankenlose Liegengelasse und allgemeine Unachtsamsein immer weniger Verständnis. Heute gibt es fast überall omnipräsente optische wie akustische Hinweise darauf, doch mal auf den eigenen Kram zu achten, ein paar absolute Grundregeln zum Beibehalt des Besitzes zu achten und auch nicht den halben Hausstand zurückzulassen. Und was passiert? Die Fundsachenberge (und entsprechenden Kosten) wachsen und wachsen; und wenn sich doch mal jemand etwas abholt, wird oftmals eine besonders zuvorkommende Behandlung und "natürlich" keinerlei Kostenübernahme erwartet (die Opferrolle auf Kosten der Mitkundschaft geht vielen einfach zu leicht von der Hand, obwohl sie zumeist völlig selbstverschuldet in ihre Lage geraten sind). Da spielt natürlich auch rein, dass Gebrauchsgegenstände und Accessoires so billig (sic!) wie nie zuvor verramscht werden und daher lieber kurz der Bestellbutton getoucht wird, als den Hintern zum Abholen des Krams umzusetzen.