Rund um unsere Halle befindet sich auch etwas Vegetation auf dem Grundstück. Die ist zwar relativ pflegeleicht, erfordert aber doch ab und zu den einen oder anderen Eingriff. Da die Entwicklung so langsam abläuft, fallen Veränderungen kaum auf und so haben wir in den letzten Jahren kaum was gemacht. Der
Rückschnitt des Schmetterlingsflieders war ab und zu mal das höchste Maß der Dinge – aber nur, weil der große Busch regelmäßig den Bereich vor dem Eingang zugewuchert hat. Momentan dürfen wir ja nicht, aber im Herbst gibt es auch da wieder eine Radikalkur. Ansonsten haben wir uns natürlich brav daran gehalten, nur einen geordneten Formschnitt und keine radikalen Rückschnitte, da wir uns ja noch mitten in der Brut- und Setzzeit befinden.
Am schlimmsten getroffen hatte es in den letzten Jahren unseren Vorgarten. Da lagen noch Äste von abgebrochenen Bäumen herum und aus Tannennadeln und Wurzeln hatte sich im Laufe der Jahre ein rund zehn bis fünfzehn Zentimeter dicker Teppich auf der gesamten Fläche gebildet, der auch die beiden Wege aus Gehwegplatten eingenommen hatte. In all dem wuchsen Unmengen von Efeu und inzwischen auch schon rund zwei dutzend kleiner Eichenbäume, die dort nicht bleiben durften.
Nachdem Ines und ich trotz der teils extremen Temperaturen in der letzten Woche zwei Tage dort verbracht hatten, sah die Fläche wieder deutlich übersichtlicher aus. Sogar einige Nachbarn hatten die Veränderung bemerkt und positiv zur Kenntnis genommen.
Zweimal war unser Anhänger bis oben hin (verdichtet!) voll. Einmal 700 und einmal 680 kg Material haben wir insgesamt zum Recyclinghof gefahren. Diese Tannennadel-Wurzel-Schicht auf dem Boden hat für viel Masse gesorgt – und diese zu lösen zu noch viel mehr Schweiß. Aber beim Betrachten der Bilder denke ich, dass es sich wirklich gelohnt hat.
Ohne Vorher-Bild zum Vergleich noch einmal der Platz vor dem Eingang und den Garagen. Die drei Reihen Gehwegplatten am linken Bildrand (bis zum Regenfallrohr) hat man unter der zugewucherten Schicht schon nicht mehr sehen können:
"Critter Trail" heißen diese Produkte eigentlich. Das lässt sich auch prima zu "Critter Jail" oder "Critter Fail" oder "Critter Quäl" abwandeln. Alternativ zu "Critter Torture Trail" oder direkt zu "Critter Death Maze". Aber von vorne:
Die Marke Critter Trail kommt aus den USA und geht auf die modular erweiterbaren "Röhrenkäfige" der Marke Habitrail zurück, die es schon seit Jahrzehnten gibt. Was sie nicht besser macht. Wer in so einem Teil seinen Goldhamster oder irgendein anderes Wirbeltier hält, sollte sich ernsthaft überlegen, wie weit seine Tierliebe geht. So eine Plastikröhrenwelt ist eher ein Barbie-Haus als ein halbwegs erträglicher Lebensraum für einen Hamster. Warum das so ist, möchte ich gerne darlegen: In der Standardausführung sind diese Dinger viel zu klein und haben zu wenig Bodenfläche. VOR ALLEM haben sie viel zu flache Einstreu, so dass die Tiere nicht graben können. Ja, Hamster graben sich gerne tief ein. Dazu kommt, dass diese Dinger eine schlechte Belüftung haben und im Allgemeinen viel zu sparsam dimensioniert sind. Kurz: Sie sind scheiße.
Dumm ist nur, dass gerade Kinderaugen bei den farbenfrohen und "lustigen" Käfigen zu leuchten anfangen und getreu des Mottos, was in einer Zoohandlung verkauft wird, kann nicht schlecht sein, werden die Tierchen dann in diese Behälter gestopft. Lasst es bitte bleiben. Die Teile sehen zwar (für uns Menschen) durchaus interessant aus, bieten aber keinen artgerechten Lebensraum für die Tiere darin.
Wir hatten einige Produkte dieser Marke damals auch im Laden stehen. Waren eben bei "Picas Tierfutter" mit im Warenbestand dabei, den wir übernommen hatten. Auch wenn wir die Sachen damals in den Onlineshop eingepflegt hatten, verkauft haben wir nichts davon und das tut mir rückblickend auch nicht Leid. Seit dem Ende des Onlineshops standen die Produkte (ein oder zwei Käfige, ein paar dazu passende Laufräder und andere Anbauteile) bei uns herum, zum Teil in der Halle, zum Teil auf dem heimischen Dachboden.
Aber das Kapitel ist nun auch Geschichte. Die Teile sind samt und sonders auf dem Müll gelandet, resp. die Metallgitter im Altmetall. Nein, weint nicht darum. Wenn Tierhaltung wie ein ausgeufertes Murmelbahn-Projekt aussieht, kann es nicht gut sein. Daher …
Ich bin etwas erstaunt: Haben es die fertigen Werbezündhölzer mit dem
Aufdruck für Picas Tierfutter nie hier mit einem Foto ins Blog geschafft oder bin ich nur zu doof, um den entsprechenden Beitrag zu finden?
Wie auch immer, davon habe ich auch noch einige Kartons (= hunderte Zehnerpacks = tausende Streichholzschachteln) in der Halle entdeckt. Sie sind nicht ganz so alt, wie die Streichhölzer, die wir gerade bei uns hier im Supermarkt verschenken, aber so richtig geil dürften die auch nicht mehr sein. Ohnehin möchte/werde ich die hier nicht auch noch zum Mitnehmen anbieten, denn mit den alten SPAR-Zündhölzern gibt es ja zumindest noch einen Bezug zu uns hier, zu unserer Vergangenheit, aber mit "Picas" kann nun wirklich
niemand etwas anfangen.
Irgendwelche Ideen, was ich damit anfangen könnte ohne sie einfach in den Müll zu kippen? Immerhin ist das legendäre Bild darauf, das Uli Stein damals eigens für mich gezeichnet hatte. (Seufz, der ist nun auch schon fast seit sechs Jahren nicht mehr unter uns …

)
Irgendwelche Ideen, was ich
sinnvoll damit anstellen kann?
Inzwischen haben wir die alten Leinen und Halsbänder aus dem Picas-Bestand fast vollständig verteilt. Drei Kartons (es kamen nach meiner
Sortier-Aktion noch diverse Artikel aus den vielen Kisten in der Halle dazu. Einen Teil der Artikel habe ich zurückbehalten, um sie hier im Laden anzubieten, dazu aber ein andermal mehr.
Drei volle Kartons mit vor allem Hundeleinen, Hundegeschirren und Hundehalsbändern hat das Tierheim Delmenhorst von uns zur freien Verwendung bekommen. Damit ist jetzt (außer den Artikeln für uns selber) der gesamte Bestand an diesen Artikeln weg. Eine Altlast erledigt, aus dem Sinn, vorbei. Und hat auch gar nicht wehgetan, auch wenn der ursprüngliche Verkaufspreis eine nicht unerhebliche Summe ergeben hatte. Andererseits: Wir haben
Mitte 2012 angefangen, die Artikel für den Onlineshop zu sortieren und nachdem das Zeug nun
vierzehn Jahre nutzlos herumlag, ist es doch schön, dass wir damit jetzt vielleicht noch etwas Gutes getan haben.
In Delmenhorst lag ein Kater in einem Käfig auf einem Brett und hat mich ganz entspannt angeblinzelt. Ich hätte ihn ja am liebsten eingepackt und mitgenommen. Aber, nein, keine andere Katze wird unseren Eddie ersetzen können und so fragte ich erst gar nicht, ob wir uns mal gegenseitig beschnuppern könnten. Aber knuffig fand ich den schon.
Für den Verkauf hier im Laden hatten wir die Zotter-Trinkschokolade-Tabletts damals nicht bestellt. Sie waren für den Onlineshop, der nun bekanntlich seit einer Weile nicht mehr existiert.
Wie viele andere Sachen auch, haben die Tabletts sicher verpackt in einer Klappbox bei uns in der Halle die letzten Jahre überdauert – insgesamt 27 Stück.
Der Witz ist: Diese Tabletts gibt es offiziell gar nicht mehr. Auf der Website / im Onlineshop von Zotter bekommt man auf der
Seite mit den Tabletts den Hinweis angezeigt: "
Ausverkauft! Wird nicht mehr angeboten":
UND DANN KAM ICH MIT MEINER ZEITKAPSEL!
Die Tabletts habe ich nun
bei Ebay zum Sofortkauf für den ursprünglichen Preis von 9,50 € pro Stück eingestellt. Preisvorschläge werden übrigens ab 5 Euro akzeptiert und ich werde diese auch annehmen. Falls also jemand von euch da gerade die Chance auf ein Schnäppchen wittert oder sogar den ganzen Bestand haben möchte – ich bin da offen für Angebote.
Meine Anfrage an zwei Tierheime wurde jeweils positiv beantwortet. Also hatte ich in den letzten Tagen mal ein paar Kisten aus der Halle geholt und die Sachen nach drei Kriterien sortiert:
1. Kann man noch zu verkaufen versuchen, z. B. auch hier im Laden.
2. Müll, weil defekt oder verschimmelt.
3. Spende, ab in einen der Kartons.
Zwei Kartons hat das Tierheim hier in Bremen in der Hemmstraße bekommen, die anderen beiden Kisten gingen an den
Tierschutzverein Delmenhorst, der für den Tierschutzhof (aka Tierheim) auch immer Unterstützung gebrauchen kann.
Ich habe nicht mitgerechnet, aber der Inhalt der vier Kartons dürfte einen Verkaufspreis von einer kleinen vierstelligen Gesamtsumme haben. Vereinzelte Stücke lagen ursprünglich bei mehreren zehn Euro – was auch kein Wunder ist, schließlich sind das alles Markenprodukte und teilweise aus echtem Leder gefertigt.
An Halsbändern und Leinen war das der Löwenanteil. Wir haben aber noch mehr Artikel in der Halle stehen, die werde ich demnächst mal aussortieren und wenn es sich lohnt, daraus noch einmal eine Spendenlieferung zusammenstellen …