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Selbststreiterei

Gedanken schießen einem bekanntlich in Sekundenbruchteilen durch den Kopf. Wie aus dem Nichts stritten plötzlich zwei oder mehrere Kunden oder Kundinnen so im Laden oder vielleicht auch vor der Leergutannahme, dass die Geräuschkulisse laut bis in mein Büro zu vernehmen war.

Panisch schreckte ich auf: Was ist da los? Prügeln sich da welche? Sollte ich oder überhaupt jemand aus dem Team eingreifen? Sofort die Polizei rufen? Und wenn die direkt handgreiflich werden oder vielleicht sogar Waffen dabei haben? Shit!

Da ich hier an oberster Stelle stehe und mich am wenigsten vor Problemen drücken sollte, ging ich pflichtbewusst und zügig in Richtung Laden.

Dort traf ich sage und schreibe eine Kundin an. Eine uns bekannte Frau um die 60, deren genaues Problem sich uns nicht erschließt, die aber schon durch so manches seltsames Verhalten hier auffällig geworden ist. Eine Kollegin tippt auf massive psychische Probleme, vielleicht Schizophrenie. Ich habe keine Ahnung, ich bin kein Psychiater.

Um zu sehen, was da vorher passiert war und ob sich der mutmaßliche Mob tatsächlich so schnell aufgelöst hatte, guckte ich mir die Videoaufzeichnung der vergangenen Minuten an.

Erkenntnis: Kein Mob, keine anderen Leute, kein Streit. Die Frau hat einfach nur mit sich selbst gestritten und dabei alles gegeben …

Gut gemeint, aber …

Wir versuchen bei uns ja immer irgendwie zu vermeiden, dass Lebensmittel im Müll landen. Auch mal länger abgelaufene Produkte "verschenken" wir oft genug für einen symbolischen Preis von 5 oder 10 Cent.

Manchmal sind die Sachen einfach nicht mehr zu retten, da ist sowas dann zwar gut gemeint, aber Möhren in diesem Zustand möchte ich hier einfach gar nicht mehr anbieten.

Wie seht ihr das?

Löffeldieb

Ein junger Mann hat zwei Becher Joghurt gekauft und da ihm die Löffel dazu fehlten, hat er sich einfach eine Packung Kunststoff-Mehrweglöffel genommen, diese aufgerissen und zwei der zehn Löffel mitgehen lassen.

Entdeckt hatten wir das alles, da Ines und ich bei unserer morgendlichen Runde durch den Markt die aufgerissene Packung zufällig im Toilettenpapierregal gefunden hatten …


Grasfrosch bei der Halle

Dass der "Garten" hinter dem Gebäude (ein ca. zwei Meter breiter Grünstreifen, der die beiden nicht von der Straße sichtbaren Seiten unserer Halle einfasst) tendenziell eher verwildert ist, tut zumindest der Natur gut. Mich stört es nicht und solange da keine Pflanzen wachsen, die dem Gebäude schaden können (große Bäume oder Efeu an den Wänden), sehe ich auch keinen Grund, daran etwas zu ändern.

Ab und zu muss man da aber eben doch mal hin und dann begegnen einem Tiere, die man ansonsten in der Stadt eher selten zu sehen bekommen. Zum Beispiel diesen Grasfrosch, der plötzlich zwischen unseren Beinen hin und her hüpfte:


Warten auf den Bon

Eine Frau stand vor dem Leergutautomaten und bewegte sich nicht. Während ich auf meinem Weg zum Lager immer näher kam, stand sie weiterhin regungslos vor dem Automaten.

Offenbar gab es irgendein Problem und weil ich in so einer Situation immer zu helfen versuche, blieb ich stehen, als ich auf ihrer Höhe war und wollte gerade fragen, ob ich helfen könne, als der Automat den automatischen Bondruck startete. Sie griff danach und wollte sich gerade umdrehen, als ich mich einmischte und ihr sagte, dass sie mit einem Druck auf den gelben Button "Bon drucken" die Wartezeit umgehen könne.

Sie klärte mich auf, warum sie gewartet hatte: Natürlich wüsste sie auch, dass man einfach die Taste drücken kann, aber sie liebt diese Funktion mit dem automatischen Bondruck nach einer gewissen Wartezeit. So muss man nämlich nicht auf das dreckige Display fassen.

Mit der Aussage, dass es bei uns zum Glück nicht so schlimm ist wie in anderen Läden, zauberte sie noch ein kleines Lächeln in meinen Schädel. :-)

3D-Datei für die Ersatz-Armlehnen

Das Projekt, die Armlehnen vom zweiten Bürostuhl mit dem 3D-Drucker neu zu bauen, nimmt langsam Gestalt an. Für einen 3D-Druck braucht man zunächst eine entsprechende Datei, da sich sowas nicht passend irgendwo in den vielen 3D-Archiven finden ließ, habe ich kurzerhand die Lehne halbwegs originalgetreu mit einem CAD-Programm nachgebaut.

Erste Skizze, um überhaupt einen Anfang zu haben und natürlich, um die Maße irgendwo festzuhalten. Der eine oder andere von euch wird da schon Schnappatmung bekommen – Zentimeter und Millimeter in einer Zeichnung verwendet. Aber ich wusste ja, was gemeint ist:



Dann musste ich diesen Körper nur irgendwie konstruieren. Ich habe es dann so gemacht: Ein paar Kegelstümpfe mit unterschiedlichen Radien zusammengefügt, vorne und hinten jeweils ein gestauchtes Kugelsegment als Abschluss dran, dann viele Halbkugeln als Rotationskörper aus dem Objekt ausgeschnitten, um die strukturierte Oberfläche zu bekommen und am Schluss noch ein 22,5er-Sackloch in das Ding rein – fertig ist die 3D-Vorlage für die neuen Armlehnen des Bürostuhls.

Jetzt fehlt mir nur noch das TPU-Filament und etwas Übung im Umgang damit. Aber das werde ich am Wochenende mal in Ruhe zu Hause ausprobieren. :-)


Die Dichtheit des Daches

Nachdem im Sommer 2024 hier zuletzt großzügig Regenwasser durch das Dach in unser Lager lief, hatte sich nach Beauftragung durch unsere Hausverwaltung ein paar Tage später ein Dachdeckerunternehmen darum gekümmert und seitdem war es auch dicht – oder wir hatten einfach nur keine so heftigen Regenereignisse mehr, beides ist möglich.

Gestern Nachmittag hatte mir der Kollege während eines heftigen Regenschauers diese Bilder geschickt. Ich verfalle nicht in Panik, darunter steht im Lager keine Ware sondern maximal etwas Leergut, aber da muss der Dachdecker wohl noch einmal ran. Gleich im Anschluss an diese Zeilen werde ich eine Mail an unsere Sachbearbeiterin bei der Hausverwaltung schreiben, damit sie noch einmal den Dachdecker zu uns schickt …


Idee: (teilweise) Vermietung der Halle

Wir sind ja nun schon seit Monaten dabei, bei uns in der Lagerhalle aufzuräumen und vor allem gewaltig auszumisten. Dabei haben wir uns viele Gedanken gemacht, wie es mit dem Gebäude weitergehen soll.

Fakt 1: Die Immobilie gehört mir und ist schuldenfrei. Sie frisst kein Brot, wie man hier sagt. Grundsteuer, Fegedienst, Alarmanlage mit Aufschaltung auf eine Leitstelle und ab und zu mal etwas Gartenarbeit sehe ich als zu vernachlässigen an. Es besteht jedenfalls keine Not, das Gebäude zu verkaufen.

Fakt 2: Der Lagerplatz ist wirklich unglaublich praktisch. Private Dinge und natürlich vor allem Zeugs aus der Firma lassen sich dort bequem unterbringen. Aber die komplette Fläche brauchen wir dafür inzwischen nicht mehr.

So schwankte ich seit einer Weile zwischen den Stühlen hin und her? Was damit anfangen? Verkaufen würde ich das Objekt nicht gerne, auch wenn die Anfragen reichlich sind. Aber einfach nur so für alle Zeiten herumstehen lassen hat auch nichts.

Vor ein paar Wochen kam mir eine Idee, auf die wir derzeit hinarbeiten: Die Halle und den unteren Teil des Bürotrakts, ein großer Büroraum, eine Dusche, eine Toilette, Heizungsraum und ein kleiner Vorraum zur eigentlichen Halle werden wir vermieten und den oberen Bereich des Bürotrakts, der durch eine dicke Tür komplett getrennt ist, werden wir für uns behalten. Das sind dann etwa 40 Quadratmeter, die wir noch selber nutzen können und alle sind glücklich.
Dann gehören ja auch noch zwei Garagen dazu. Ob man davon eine behält oder beide mit in die Vermietung gibt, ist noch offen. Aber hinsichtlich dieser Überlegungen besteht auch noch gar keine Eile, so weit sind wir noch nicht.

Collab --> Restetisch

In mehr als einem Monat war auch für einen Euro pro Dose kaum etwas von dem Collab-Aufsteller verkauft worden.

Das war's jetzt. Nun sind die Dosen mit 80 Cent auf roten Sonderpreisetiketten auf dem Restetisch gelandet. Ich glaube, viel mehr kann man zur Schadensbegrenzung bei so einem Artikel nicht machen. Vom Restetisch verkauft sich bei uns eigentlich alles, da bin ich zuversichtlich, dass wir die Collab-Dosen loswerden.

Bin mal gespannt, wann die ersten Leute fragen, ob wir das Getränk wiederbekommen können. Die werde ich dann aber enttäuschen müssen …


Fluginsekt auf Kamera 11

Keine Ahnung, was für ein Tierchen da insgesamt rund eine Viertelstunde lang die Linse von Kamera 11, die unsere zweite Kasse im Blick hat, belagert hat. Objekte genau auf der Linse sind im Bild unscharf, es ist nur eine längliche Form auszumachen. Also tippe ich auf eine Wespe oder Biene, vielleicht auch eine Raubfliege oder eine Bremse, möglicherweise auch ein Weichkäfer. Irgendwie sowas.

Falls von euch jemand den kleinen Kerl identifizieren kann – bittesehr …


Vertreter für Lebensmittel aus Osteuropa

Ich war gerade dabei, den von mir selbst bestellten Bio-Wein zu packen, als mich ein junger Mann mit Aktentasche und diversen Papieren in der Hand ansprach.

Er stellte sich vor als Mitarbeiter einer Firma, die Lebensmittel aus Osteuropa importiert, dabei wohl vor allem aus Polen und aus der Ukraine.

Während er mir dies erklärte, drückte er mir deren nicht ganz dünnen Katalog in die Hand. Mit einer ausschweifenden Geste fasste ich unseren kompletten Laden ein und antworte wahrheitsgemäß, dass wir einfach keinen Platz für ein derartiges zusätzliches Sortiment hätten und dass wir aufgrund unserer Größe mit den Artikeln, die wir über unser Edeka-Großlager beziehen können, mehr als ausreichend versorgt sind.

Das Sortiment des Importeurs war umfangreich und umfasste mindestens Tiefkühlprodukte, Getränke und viele Artikel aus dem Trockensortiment. Mit einem bedauernden Kopfschüttelnd gab ich ihm den Katalog dennoch wieder zurück. Er wollte ihn mir zwar überlassen, aber der dicke Papierstapel hätte hier nur herumgelegen und wäre früher oder später ungenutzt im Altpapier gelandet. Dafür war der mindestens einen Zentimeter dicke Katalog nun wirklich zu schade, auch wenn es mich natürlich nichts gekostet hätte.

Warum sollte man diese Ressourcen nicht sparen und unnötiges Altpapier vermeiden?

Frosty Pocket zurückgerufen im Lager

Tzja, das war es dann mit "Frosty Pocket". In Slush ist oft Glycerin drin, hier ist der Wert wohl zu hoch, wie man u.a. bei lebensmittelwarnung.de nachlesen kann.

Mit dem Außendienst der Agentur habe ich bereits schon kommuniziert und die Ware wird natürlich zurückgenommen. Hier steht sie daher schon nicht mehr im Verkauf und so hat sich die Überlegung, ob Ladenhüter oder nicht, ohnehin erledigt …