Beim
Auspacken der alten Leuchtstoffröhren sind mir auf einem der Kartons noch diese beiden Aufkleber aufgefallen: Colli-Etiketten, wie sie früher sowohl bei meinem Ausbildungsbetrieb (Extra) als auch bei uns bei der SPAR im Großlager verwendet wurden.
Im Grunde trug jedes Versandstück / jeder Umkarton, der aus dem Lager in die Märkte ging, so einen Aufkleber. So auch zumindest einer dieser fünf alten Kartons mit Leuchtstoffröhren. Die vorgegebenen Beschriftungen auf den Etiketten waren pink, was zu "unseren" Schildern passen würde. Die wesentlichen Informationen fehlen leider:
ABER: Manchmal (wann und warum diese gedruckt wurden, kann ich nicht sagen), waren Aufkleber dabei, auf denen einfach nur die Kundennummer in großen Zahlen stand, die wie
ASCII-Art aus den jeweiligen Ziffern zusammen gesetzt war. Auch hier ist nicht mehr viel zu erkennen, aber unsere alte SPAR-Kundennummer lautete 033251 (
hier mal im Blog erwähnt), wobei die abschließende Eins nur eine Prüfziffer war. Die eigentliche Kundennummer lautete "03325" und dass die beiden großen Ziffern rechts auf diesem Etikett eine Zwei und eine Fünf sind, macht die Sache eindeutig: Diese Leuchtstoffröhren sind nicht wie im oben verlinkten Beitrag von heute Morgen vermutet eine Altlast von Tengelmann, sondern ich hatte sie offenbar tatsächlich irgendwann selber mal bei uns über die Großhandlung bestellt.
Das nur mal für die Akten.
Wisst ihr, was ein Zählbrett ist? Nein? Ich zitiere mal aus der
Wikipedia:
Ein Münzbrett […] ist ein offener Kasten (»Brett«), in welchem Geldmünzen verschiedener Nennwerte und Größen sortiert werden können, wodurch Zählen und Berechnen des Gesamtwertes der Münzen vereinfacht werden.
Dass mein intuitives Verstehen technischer und logischer Zusammenhänge meist recht schnell greift, ist Fluch und Segen zugleich. Es erleichtert
mein Leben ungemein, sorgt aber auch unbeabsichtigt wie unbewusst immer wieder dafür, dass ich anderen, die nicht über diese Gabe verfügen, zu verständnislos begegne.
Wie weit ein Zählbrett durch seine reine Konstruktion und Beschriftung selbsterklärend ist, weiß ich nicht. Ich kann damit umgehen und bislang war mir noch niemand begegnet, der es ebenfalls nicht geschafft hat. Spätestens der Hinweis, dass dort Kleingeld einsortiert werden kann, sorgt für die geistige Starthilfe um hinter die Funktion eines Zählbrettes zu kommen.
Tzja …
Und dann war da diese eine Kundin in etwa meinem Alter, die angefragt hatte, ob sie bei uns Kleingeld wechseln dürfe. Sie hielt ein Plastiktütchen in der Hand, dessen Inhalt eine etwa zehn bis 15 cm durchmessende Kugel bildete. "Das müssten Sie aber bitte selber in ein Zählbrett einsortieren, sonst können wir das nicht annehmen", erklärte mein Mitarbeiter ihr. Sie nickte und bekam ein leeres Zählbrett mit auf den Weg. Eine unserer Tiefkühltruhen durfte sie als Arbeitsfläche nutzen und nach einer Weile, es war wohl fast eine halbe Stunde, kam sie wieder zum Lager und wollte ihren Schatz eintauschen.
Man kann nicht viel falsch machen, wenn man Münzen in ein Zählbrett einsortiert. Zu kleine Münzen in die großen Fächer sortieren und Lücken in den Einsätzen durch vergessene Münzen lassen dürften die einzigen nennenswerten Fehlerquellen sein. Die Kundin kombinierte beides großzügig, so dass ich zeitweise schon überlegte, ob sie die Funktion des Zählbrettes gar nicht verstanden und stattdessen ihr Sammelsurium einfach nur bestmöglich in die Einsätze hineingelegt hat. Kaum zu glaube, aber wahr …
Mit der letzten Hauptlieferung hatten wir noch mehr Exemplare der Fan-Shirts bekommen, diesmal eine ganze Kiste voll in Kindergrößen. Mit dem
Restbestand vom ersten Aktionstag haben wir also eine stattliche Menge dieser Shirts hier liegen.
Ich habe keine Ahnung, ob bei uns im Speziellen mal wieder alles anders als in anderen Edeka-Märkten ist, oder ob die Aktion generell ein Flop war. Auf jeden Fall weiß ich, dass die Ausgabe der Shirts streng reglementiert ist und auch weiterhin keine Staffelung (1 Shirt ab 50 Euro Einkauf, 2 Shirts ab 100 €, 3 ab 150 € usw.) erlaubt ist. Verkaufen (z.B. zum Sonderpreis über den Restetisch) dürfen wir sie auch nicht (was evtl. markenrechtliche Gründe mit dem DFB hat) – und so sehe ich uns schon mit dutzenden dieser T-Shirts, die wir irgendwie verwerten müssen. Einfach an Kunden verschenken hat auch nichts, das wäre ein Schlag in die Fresse für die, die beispielsweise extra viel bei uns gekauft haben, um so ein Fanshirt zu bekommen.
Vielleicht kommt ja noch intern ein Verwendungshinweis, ich bin gespannt … (Oder vielleicht werden wir sie ja auch alle morgen im Laufe des Tages los, so genau weiß das ja niemand.)
Im Laufe der Jahre haben wir viele, viele alte Leuchtstoffröhren hier angehäuft. Zwischendurch habe ich immer mal wieder welche zur Schadstoffsammelstelle gebracht, aber alleine fünf Kartons mit jeweils 25 Röhren lagen hier noch im Kriechkeller neben dem Eingang. Ich weiß daher nicht einmal, ob die überhaupt von mir sind oder ob das sogar noch ein Überbleibsel aus den Zeiten vor mir hier ist, also von Kaiser's oder Tengelmann. Dazu kommen noch ein paar Dutzend Röhren, die hier überall und vor allem auch im Keller herumstehen, die definitiv von mir sind. Es sind insgesamt bestimmt knapp 200 Röhren.
Momentan bin ich dabei, alle auszupacken, die Röhren müssen nämlich ohne Verpackung an der Sammelstelle abgegeben werden, und den gesamten Bestand an alten Leuchtstoffröhren ordentlich zusammenzutragen und sicher und vernünftig zwischenzulagern.
Ein langweiliger und dreckiger Job, aber irgendjemand muss ihn ja machen …
Ich hatte mir von einem anderen Edeka-Markt hier in Bremen die Google-Rezensionen angesehen und war über eine Bewertung gestolpert, die nur einen Stern hatte und mit folgendem Satz anfing: "Habe die SB-Kasse genutzt und erst zuhause gesehen, dass ein Artikel gleich dreimal berechnet wurde. […]"
Ja, so habe ich auch geguckt.
In einer WhatsApp-Gruppe eines Sportvereins, mit dem wir zu tun haben, hat eine Mutter ihre Tochter wegen einer Verletzung abgemeldet:
Warum sie das englische Wort "Cut" eingestreut hat, statt einfach "Schnitt" zu schreiben, erschließt sich mir nicht. Gut, das sind vier Buchstaben weniger! Mit der gesparten Lebenszeit hätte sie die Bibliothek von Alexandria ins Klingonische übersetzen oder sämtliche Sandkörner der Sahara nach Größen und Gesteinsarten sortieren – alternativ einen mehrstündigen TED-Talk über nachhaltiges Buchstabeneinsparen in Kurznachrichten vorbereiten können. Ja, es gibt viele Anglizismen in unserer Sprache, so wie es viele Begriffe aus unserer Sprache in anderen Ländern gibt. Manche sind seit vielen Jahrzehnten im Einsatz, andere kommen aus modegründen oder auch aufgrund fehlender Alternativen dazu. Aber Cut statt Schnitt?
Why? WARUM?
Passend dazu die Beschreibung vom aktuellen
Deutschlandburger von McDonald's:
Ein fluffiges Bun in schwarz, rot, gold trifft auf ein saftiges Beef Patty mit 100% Rindfleisch aus Deutschland und knusprigen Bacon. Dazu zartschmelzender Cheese mit Cheddar im perfekten Zusammenspiel mit Tomaten, Zwiebeln und knackigem Salat. Vollendet wird die Geschmacksoffensive, von einer perfekt positionierten Steak Bull Sauce und der legendären Sauce im Kräuterbutter Style. Jeder Biss ein Volltreffer.
An "Bun" statt Hamburgerbrötchen hat man sich schon längst gewöhnt und dass diese flachen Fleischscheiben eher ein "Patty" als eine Frikadelle sind – okay. Bei "Cheese" statt Käse war ich aber augenverdrehend raus und der "Kräuterbutter Style" hat mir endgültig den Rest gegeben.
Das liegt allerdings daran, dass "herb butter" die meisten wiederum nicht verstanden hätten und man diesen Begriff nicht einstreuen konnte, ohne irritierte Gesichter zu hinterlassen.
Meine Anfrage an zwei Tierheime wurde jeweils positiv beantwortet. Also hatte ich in den letzten Tagen mal ein paar Kisten aus der Halle geholt und die Sachen nach drei Kriterien sortiert:
1. Kann man noch zu verkaufen versuchen, z. B. auch hier im Laden.
2. Müll, weil defekt oder verschimmelt.
3. Spende, ab in einen der Kartons.
Zwei Kartons hat das Tierheim hier in Bremen in der Hemmstraße bekommen, die anderen beiden Kisten gingen an den
Tierschutzverein Delmenhorst, der für den Tierschutzhof (aka Tierheim) auch immer Unterstützung gebrauchen kann.
Ich habe nicht mitgerechnet, aber der Inhalt der vier Kartons dürfte einen Verkaufspreis von einer kleinen vierstelligen Gesamtsumme haben. Vereinzelte Stücke lagen ursprünglich bei mehreren zehn Euro – was auch kein Wunder ist, schließlich sind das alles Markenprodukte und teilweise aus echtem Leder gefertigt.
An Halsbändern und Leinen war das der Löwenanteil. Wir haben aber noch mehr Artikel in der Halle stehen, die werde ich demnächst mal aussortieren und wenn es sich lohnt, daraus noch einmal eine Spendenlieferung zusammenstellen …
Schon immer hatten wir Einkaufskörbe auch mitten im Laden stehen, da uns schon sehr früh aufgefallen war, dass es eben immer und immer wieder Kunden gibt, die ohne Korb oder Einkaufswagen losziehen und sich dann doch mehr und mehr Artikel einpacken, bis es irgendwann unhandlich wird.
Die Idee dazu, dieses Angebot derart zu beschriften, hatte ich vor Jahren mal als Bild aus einem anderen Edeka-Markt bekommen. So lange lag das Projekt hier auf Halde, aber nun habe ich es endlich mal umgesetzt.
Bei mir im Büro steht seit Jahren eine Dose mit den "Krachern" von Maoam, die ich immer wieder mal mit Ware aus dem Regal
oder auch mit Sondersorten auffülle.
In all den Jahren hatte ich noch nie einen kaputten Kracher dabei, aber in einer Tüte mit der Fußball-WM-Edition lag ein halbes Kaubonbon. Die andere Hälfte fehlte.
Pech für alle Fußballfreaks: Das war nämlich das diesjährige Orakel für die deutsche Mannschaft. Die bringt diesmal nur die
halbe Leistung und fliegt daher im
Halbfinale raus. Oder vielleicht auch schon in der ersten gespielten
Halbzeit des ganzen Turniers. Also macht euch vorsichtshalber nur noch die
halbe Hoffnung, dann fällt die Enttäuschung am Ende auch nur
halb so groß aus. Mir als bekennender Fußballapathiker ist das sowieso alles komplett egal.
Diesen SPAR-Markt in
Kristiansund gibt es auch
nach zehn Jahren noch und er sieht auch noch genauso aus, wie man auf diesem Foto von Leserin Ruth gut erkennen kann. Vielen Dank für die Zusendung des Fotos.
Dieses Lädchen gibt es übrigens auch bei Google Street View zu begucken.
PS: Das bunte Kreuz über dem Eingang ist übrigens das Zeichen von "Norsk Tipping", einer staatlichen Lottogesellschaft in Norwegen. Mehr dazu gibt es in der
Wikipedia nachzulesen.
Ich verstehe dieses Problem absolut. Regaletiketten haben eine mehr oder weniger feste Größe und können aus technischen Gründen einfach nicht größer sein. Die Schriftgröße ist auch nicht beliebig zu verkleinern, selbst der aktuelle Ist-Zustand ist schon teilweise schwer zu entziffern – aber es muss immer mehr an Informationen auf den kleinen Schnipseln untergebracht werden.
Beim Etikettenstecken hatte ich mal wieder so einen WTF-Moment. "Vital.Veg.Kn.Berry Wh.Ch.400g", was soll
das denn schon wieder sein. Vitalis habe ich zweifelsfrei identifizieren können, der Rest ließ durchaus Spielraum für Interpretationen.
Letztendlich war es das
Vitalis
Veganes Müsli
Knusper
Berry White
Chunks. Ist doch wohl nicht so schwer.
Ich habe auch noch unsere alte SB-Gemüsewaage in der Halle stehen. Das Ding war mal teuer, ist eine richtig gute von Mettler-Toledo und hat in dem Dreivierteljahr von unserer Eröffnung bis zur Umstellung auf Scannerkassen mit Check-Out-Waagen immer brav ihren Job gemacht.
Keine Ahnung, ob es dafür noch einen Abnehmer gibt. Ist eben schon ein sehr spezieller Anwendungsfall. Ich würde sie auch längst mal bei Ebay reingestellt haben, wenn ich den Papierkram noch wiederfinden würde. Wir hatten lange Zeit einen dicken braunen Umschlag herumfliegen, wo das Handbuch und ganz viele Einleger für das Tastenfeld drin waren. Ich hoffe, dass ich den nicht irgendwann mal als "kann weg, braucht man nie wieder" entsorgt habe, Das wäre schade.
Danke, Mama.
Der mitgebrachte Blumenstrauß musste aus Tradition sein. Selbst an mir war, ich gebe es ehrlich zu, das sechsundzwanzigste Jahr meiner Firma relativ emotionsfrei vorbeigegangen.
Vielen Dank an Blogleser Markus, der mir in den letzten Tagen nebst einem kleinen Poster eines ebenfalls kleinen Elefanten auch fünf Euro in Bargeld als Spende für die Elis geschickt hat. Von mir gibt es verdoppelnderweise auch fünf Euro dazu, macht insgesamt 10 € für den REA e.V. / David Sheldrick Wildlife Trust.
Dieser "Hot Chip Challenge"-Kartoffelchip-Strichcode ist passenderweise mit einer Peperoni hinterlegt. Gefunden von … tataaa … Honza. Danke für die Zusendung.
Dass es die Dinger immer noch kaufen gibt und offenbar auch gekauft werden, ist irgendwie unfassbar. 10 Euro (!) für
einen Kartoffelchip, der eben nur abartig scharf gewürzt ist. Füllmenge einer solchen Packung: 2,5 Gramm. Das macht also mal eben einen Kilopreis von 4000 Euro. Okay, man bekommt die Schachtel und die Story und die Handschuhe – aber knackig ist der Preis schon.