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Der selbstgemachte SotF-Dino

Obwohl ich selber wirklich viel (aber auch sehr bewusst) mit KI-Anwendungen herumspiele, war es mir zugegebenermaßen gar nicht in den Sinn gekommen, dass die Packungen hier aus der Tiefkühltruhe mit den Urzeitviechern mit KI-generierten Motiven ausgestattet sind. War natürlich irgendwie naheliegend und ich hätte auch den Hinweis "KI-generiertes Bild" am Rand jeder Schachtel selber entdecken können, aber da hat mich die Edeka wortwörtlich eiskalt erwischt.

Das musste ich natürlich auch mal selber Testen: "Erstelle mir doch mal einen T-Rex aus Brokkoli."

Das Ergebnis war ein grimmig guckender T-Rex aus Brokkoli, genau der aus dem Bild unten, der jedoch in einer wilden Urzeitlandschaft mit zerklüfteten Felsen und Farnen stand.

"Der Ansatz ist gut. Kannst du ihn in eine "frostige" Umgebung stecken? So als würde er in einer (rechteckig gestalteten (bitte!)) Höhle aus Eis stehen?"

Nach ein paar Augenblicken hatte ich dieses Bild vorliegen. Es ist wirklich gut geworden, auch die eckige Eishöhle ist super – aber ich glaube, mit derart gestalteten Motiven würden sich die Kunden nur erschrocken von unseren Tiefkühltruhen abwenden. ;-)


Der alte Mann und die Weintrauben

Ein 76-jähriger Mann hat sich im Vorbeigehen eine Packung Weintrauben vom 1-Euro-Angebot aus der Platzierung neben unserer Eingangstür vor dem Laden genommen.

Ein Kollege hatte das mitbekommen und war ihm hinterhergelaufen. Er begleitete den Mann, der die bereits halb aufgegessene Packung in der Hand hielt, zurück in den Laden und schrieb dessen Personalien auf.

Ich habe den Mann auch gesehen: Alt, schwach, heruntergekommen, barfuß mit dreckigen Füßen in seinen Sandalen. Insgesamt ein mitleiderregender Anblick. Der Mann hatte Hunger und schien mit der Welt im Allgemeinen überfordert.

Ach sch … auf die Anzeige.

Nachtrag: Gelöschte Rezensionen

Ich habe für meinen Laden bei den Google-Rezensionen 4,3 Sterne bei aktuell knapp 540 Bewertungen. Das ist nicht viel, aber dafür habe ich auch noch nie auch nur eine einzige Rezension löschen lassen.

Ein anderer Markt hier aus Bremen hat 4,6 Sterne bei über 850 Rezensionen. Aus der Sicht könnte man meinen, dass der Laden bei den Kunden besser ankommt, als meiner – aber wenn man dort ins Google-Profil geht, wird einem dieser kleine Hinweis angezeigt:

Dass ich anders ticke als die meisten anderen Menschen, habe ich schon längst begriffen. Die Leute lassen sich gerne blenden und denken nicht um die Ecke – aber ich persönlich habe lieber meine 4,3 ehrlichen Sterne, als 4,6 nur deswegen, weil knapp ein Viertel der Bewertungen gelöscht wurden.

Berg-Bau auf dem Container

Dass unser Einwegcontainer dringend geleert werden muss, erkennt man an einer neuen Stufe der Wachstumsevolution des Inhalts. Die Oberkante des Behälters dient nur noch als grobe Orientierung, noch etwas mehr und wir bräuchten eine eigene Baugenehmigung für den Inhalt.

Aber Rettung kommt ja … :-)


Bitburger WM-Caps

Pünktlich zum Start der Fußball-WM 2026 haben wir in den letzten Tagen per Paketdienst einen ganzen Karton Bitburger-Schirmmützen mit dem Aufdruck der Fußball-Nationalmannschaft bekommen.

Warum wir sowas knapp drei Monate nach dem WM-Finale bekommen … Ach, egal, nicht darüber nachdenken. Wir werden sie erstmal hier im Lager unterbringen und vielleicht fällt uns noch ein, was man damit anstellen kann. :-P


SPAR-Markt in Mutare / Simbabwe

In der Herbert Chitepo Street in Mutare, einer Stadt ganz im Osten von Simbabwe, befindet sich dieser SPAR-Markt.

Vielen Dank an Nikolai, der mir auch diese Bilder geschickt hat. Wer den ersten Beitrag verpasst hatte, findet hier noch einmal den Link zu seinem Blog, wo er noch einmal ausführlich etwas zum Lebenseinkauf dort im Lande schreibt.

Für die große Ansicht auf das Bild klicken!


Leider gibt es auch dort keine Bilder von Google Street View, aber dafür hat Nikolai ein paar Fotos von den dort angebotenen Lebensmitteln mitgeschickt. Auch dort findet man eine Eigenmarke von SPAR und selbst Produkte von Knorr stehen dort in den Regalen – aber natürlich nicht für Rahmspätzle oder Rouladen, sondern beispielsweise "Fruit Chutney Flavour Curry" oder auch "Chicken Lasagne". :-)




Grüße von der Servicezentrale

Wollte nur ins Blog … :-D

Das Telefon klingelte, ich meldete mich wie immer.

Der Anrufer: "Ja, hi, hier ist die Servicezentrale. Ist die Marktleitung im Haus?"

"Ja, sogar am Telefon."

"Die Vertretung?"

"Nein, die richtige Marktleitung.

"Herr Björn Harste?"

"Ja, genau."

"Oh, schöne Grüße. Ciao!"

[Klick!]

Noch im Rahmen (oder so ähnlich …)

Mit einer der letzten Lieferungen an Leerkisten, um unseren Überschuss an Bierflaschen entsorgen zu können, haben wir von unserem Getränkegroßhändler das hier bekommen.

Und da sollen wir jetzt Glasflaschen reinstellen und das Gesamtkunstwerk hinterher sicher auf eine Palette mit weiteren Kisten stapeln.

Wie gut, dass wir immer rollenweise Stretchfolie vorrätig haben …


Es kommen neue Bodenbeläge in Büro und Pausenraum!

Es ist beschlossen und beauftragt: Beide Räume, unser Kassenbüro (mitsamt der kleinen Treppe davor) und vor allem der Aufenthaltsraum bekommen neue Fußbodenbeläge und neue Fußleisten. Leider "nur" PVC, ich bin davon eigentlich kein Freund, aber es gab auch kaum gescheite Alternativen hinsichtlich Praxistauglichkeit hier in der Firma zu dem Material.

Es wird in beiden Fällen übrigens Stavanger Oak Brown werden. Im Büro war's mir egal, für den Aufenthaltsraum ist das ein angenehmer, warmer Holzton, der etwas Gemütlichkeit bringt.

Ich bin gespannt. :-)

Links 834

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Geboxt

Eine Stammkundin stand in der Kassenschlange und geriet mit einem anderen Kunden aneinander. Was genau ursächlich für die Auseinandersetzung war, ist mir unbekannt. Ein Kollege sagte, der andere Kunde habe sie geboxt, in der Videoaufzeichnung sah es so aus, als hätte sie ihn versehentlich mit dem Einkaufswagen (wie kräftig auch immer) touchiert und er hätte nur reflexartig reagiert und sie dadurch weggeschubst. Im Nachgang ist das für einen Außenstehenden schwer zu beurteilen.

Die Kundin wollte sich noch bei mir beschweren, denn sie vertrat nach Aussage eines Kollegen die Ansicht, dass wir/die anwesenden Mitarbeiter sich einmischen und Partei hätten ergreifen müssen. Letztendlich dauerte die ganze Sache nur ein paar Augenblicke und was auch immer da passiert war, erwachsene Leute, die in der Lage sind, einzukaufen, sollten sowas auch selber regeln können. Notfalls hätten da ja noch Warentrenner und Sektflaschen auf dem Kassenband gelegen. Das wäre dann allerdings schon ein Grund für uns gewesen, einzugreifen. Notfalls tatsächlich auch durch einen Anruf bei der Polizei …

Ich bin ja immer froh, wenn sowas nicht eskaliert. Meistens gibt es innerhalb eines Supermarktes ja auch relativ wenig Konfliktpotential. Am häufigsten ist dabei aber tatsächlich das Gedränge und die Nähe in der Kassenschlange. Zu geringe Abstände, vor allem seit Corona, und mit einem Einkaufswagen von hinten angefahren werden sind definitiv die Top-Streitursachen.

"Was wäre, wenn der Laden …?" – die KI-Versionen | Folge 1

In diesem Blogeintrag vom 13. April 2024 ist ein simpler und nicht weiter überlegter Schnappschuss hier aus dem Laden zu sehen. Ich stand zum Zeitpunkt der Aufnahme vor einer der Tiefkühltruhen mit Kuchen und Torten und hatte durch den Hauptgang in Richtung Eingang geblickt.

Aus einer Laune heraus hatte ich ein paar Dinge mit dem Bildgenerator von ChatGPT ausprobiert und dazu war mir ausgerechnet und eher zufällig genau dieses Bild in die Finger gefallen. "Mach mal was draus", diktierte ich per Prompt – wichtig war dabei nur, dass die Perspektive und der Wiedererkennungswert möglichst erhalten bleiben sollten. Beim Rest durfte sich die KI frei austoben. Wir haben immer mehr ausprobiert und am Ende hatten wir sehr viele Bilder, die alle in einem Spektrum zwischen Kopfkratzen und stürmischer Begeisterung lagen. Ihr glaubt gar nicht, was man aus so einem profanen Supermarkt alles machen kann, wenn der limitierende Faktor nur die Vorstellungskraft ist.

Auch wenn die Bilder digital ohne menschliches Zutun entstanden sind, sind die Ergebnisse teilweise erschreckend beeindruckend. Inzwischen war mein Laden schon an Orten und in Zuständen, bei denen selbst die vermutlich entspannteste Gebäudeversicherung längst kapituliert hätte. ;-)

Das heutige Thema lautet: Bonbons


Frisch gekocht für die Mülltonne

Bei einer internen EDEKA-Veranstaltung stolperte ich über die Aussage, dass Muscheln vor ihrer Entsorgung abgekocht werden müssen. Bitte was? Damit keine Krankheitskeime in die K3-Tonne gelangen können? Schlagartig ploppte in meinem Kopf ein dickes Fragezeichen auf.

Wir haben keine Fischabteilung, einige größere EDEKA-Märkte dagegen schon. Entsprechend wenig hatte ich bislang mit den Eigenheiten des Muschelverkaufs und schon gar nicht der Muschelentsorgung zu tun. Aber warum sollte man etwas erst kochen, bevor man es wegwirft? Ich hatte so gar keine Idee und recherchierte zu Hause erst einmal.

Die Erklärung dafür ist jedenfalls ein ganz wunderbares Beispiel dafür, was passiert, wenn Lebensmittelrecht und Tierschutzrecht frontal aufeinanderprallen.

Frische Muscheln werden nämlich (meistens) lebend verkauft. Ein Teil der lebend angebotenen Muscheln wird heute in verschlossenen Verpackungen unter Schutzatmosphäre (mit Sauerstoff angereichert) verkauft und trägt ein Verbrauchsdatum. Ist dieses abgelaufen, darf die Ware nicht mehr verkauft werden – auch wenn die Muscheln darin noch leben.
Bei loser Thekenware gibt es nicht zwingend diese kalendarische Grenze. Sollen aber noch lebende Muscheln aus irgendeinem Grund entsorgt werden, müssen sie ebenfalls zuvor vorschriftsmäßig getötet werden.

Auf jeden Fall beschreibt das Verbrauchsdatum nicht nicht die verbleibende Lebenserwartung der Muschel, sondern den Zeitraum, in dem sie als sicheres Lebensmittel verkauft werden darf. Ist das Datum abgelaufen, darf der Händler sie nicht mehr verkaufen – selbst wenn sie noch ausgesprochen lebendig vor sich hinmuschelt.

Damit beginnt auch schon der zweite Teil des behördlichen Gesamtkunstwerks: Lebende Tiere dürfen nicht einfach in der Abfalltonne ersticken, vertrocknen oder auf irgendeine andere Weise langsam verenden. Nach der Tierschutz-Schlachtverordnung müssen Muscheln in stark kochendem Wasser oder in über 100 Grad heißem Dampf getötet werden.

Am Dienstag darf also der Kunde die Muschel kaufen, kochen und essen. Am Mittwoch lebt dieselbe Muschel noch immer, darf aber nicht mehr verkauft werden. Also muss der Händler sie kochen und anschließend wegwerfen. Natürlich ordnungsgemäß in die K3-Tonne.

So wird aus einem lebenden Tier zunächst ein Lebensmittel, danach unverkäufliche Ware und anschließend ein frisch zubereiteter Abfall …