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Drei (zwei) neue alte Kameras

Nicht gezielt oder nach einem festen Turnus, aber doch ab und zu mal gucke ich bei Ebay oder kleinanzeigen.de nach gebrauchten Kameras von Jovision. Es gibt leider keine neuen mehr, aber mit der alten Technik bin ich sehr glücklich. Unkompliziert und funktional – mehr will ich doch gar nicht.

Ich hatte drei gebrauchte Stiftkameras bei den Kleinanzeigen entdeckt. Leider stellte sich heraus, dass eine wohl doch kaputt war, aber da habe ich mich mit dem Verkäufer einigen können. So habe ich zwei weitere Kameras, die uns demnächst eventuell vollkommen neue Blicke auf unsere Firma zeigen können … :)


Immer stellen Sie alles um!

Dass in Supermärkten buchstäblich über Nacht regelmäßig alles umgeräumt wird, ausschließlich mit dem Hintergedanken, die Kunden maximal zu verwirren, ist seit vielen Jahren hinlänglich bekannt.

Die Schilder über den Regalen nicht vergessen. ;)


Countdown: 1100

Heute sind es noch 1100 Tage bis zum Ende der kuriosen Konstellation mit den beiden Mietverträgen zwischen mir und der Edeka. Dabei wird an dem Tag gar nichts Aufregendes passieren. Es ist vermutlich so, als wenn man plötzlich 18 ist – man fiebert dem Datum entgegen und dann ist doch alles so wie am Tag zuvor …

1100 Tage. Manche zählen mühsam Schäfchen zum Einschlafen, ich zähle erfreut die Hunderter, um wach zu bleiben. :)

Der Butterkäsedieb

Ein Mann kam mit leeren Händen an die Kasse und hielt sich das Handy ans Ohr. Ob er tatsächlich mit jemandem telefonierte oder sich nur das ausgeschaltete Gerät an den Kopf drückte, ließ sich nicht ermitteln. Jedenfalls tat er so, als wenn es das gesuchte Produkt nicht gegeben hätte und er hielt sich auch während des (Selbst-)Gesprächs demonstrativ im Bereich der Kasse und meines dort stehenden Mitarbeiters auf. Das sollte wohl suggerieren, dass es sich bei ihm um einen ehrlichen Kunden handelt, denn ein Bösewicht würde doch schließlich so schnell wie möglich aus dem Laden zu rennen versuchen.

Als der Typ den Antennen unserer Warensicherungsanlage zu nahe kam, entpuppte er sich schlagartig eben doch als Bösewicht, denn in dem Moment rannte er sofort los. Mein Mitarbeiter reagierte geistesgegenwärtig und sprang auf und versuchte, den Ladendieb noch einzuholen, aber leider vergeblich.

Der Dieb war weg, bekannt kam der Mann auch niemandem vor, und die Ware war auch weg. Geklaut hat er insgesamt sieben Packungen geschnittenen Butterkäse unserer Eigenmarke. Zunächst hatte er drei Packungen genommen und im nächsten Quergang in seinen Rucksack gestopft, danach noch einmal vier weitere.

Warum Käse? Warum immer Käse? Wann ist Käse denn nur DAS Diebesgut Nummer ein geworden, zumindest hier in Bremen? Es ist unfassbar.


SPAR-Markt in La Seyne-sur-Mer / Frankreich

Ein weiterer SPAR-Markt, den Christian in seinem Urlaub in Frankreich entdeckt hat. Dieser hier befindet sich in der Küstenstadt La Seyne-sur-Mer und liegt nur wenige Meter vom Hafen / Meer entfernt. Vielen Dank für die Zusendung.

Hier ist der Laden bei Google Street View zu sehen. Lustig, dass sich da gerade das Klischee (Eigentlich eher eine Tatsache als ein Klischee …) erfüllt, dass Franzosen, wenn sie vom Einkauf kommen, immer irgendwie ein Baguette tragen oder zumindest eines irgendwo aus einer der Einkaufstüten herausguckt. :)

Für die große Ansicht auf das Bild klicken!

Bevorstehender Blogumbau!

Wichtige Info in eigener Sache:

Dass die Optik von Serendipity (der Blogsoftware) und meinem Blog im Speziellen etwas oldschool ist, ist die eine Sache. Wenn sicherheitsrelevante Dinge nicht mehr funktionieren, ist das leider eine ganz andere. Ich weiß nicht, warum das einst passiert ist, aber die Konfiguration dieser Installation meiner Blogsoftware hat von Anfang an irgendwo einen Fehler gehabt, so dass Updates gar nicht funktionierten. Das geht natürlich eine Weile gut, aber irgendwann überholt es einen und spätestens mit dem aktuellen PHP-Problem war ein weiterer Schritt notwendig.

Zusammen mit Manitu kommt hier demnächst also alles neu. Als vorbereitende Maßnahme werde ich hier vorab einiges ausdünnen, z.B. die Seitenleiste mit ihren Plugins.

Wundert euch also nicht, wenn plötzlich und ohne weitere Ankündigung mal gar nichts mehr zu sehen ist oder alles anders aussieht, da wird dann im Maschinenraum gearbeitet!

Die Antwort ist 42 (Gramm)

Douglas Adams soll einst einen Bäcker gefragt haben, warum das Universum existiere. Der Bäcker verstand nur Bahnhof "Hefewürfel", reichte ihm exakt 42 Gramm und sagte: "Damit expandiert alles." Der Bäcker dachte an seine Brötchen, Adams dagegen schrieb die Zahl sofort auf und den Rest kennen wir. So oder so ähnlich soll sich die Geschichte wohl zugetragen haben. ;)

Hefe findet man im Supermarkt in zwei üblichen Erscheinungsformen: Als trockenes Pulver im Backregal und als kleinen, leicht bröseligen Würfel im Kühlregal. Wobei die Sache mit dem Finden der Würfel im Kühlregal schon zu so manch kuriosen Beschilderungen geführt hat. Offenbar tarnen sich die kleinen Würfelchen in den großen Kühlregalen ladenübergreifend sehr erfolgreich.

Letzterer wiegt übrigens grundsätzlich 42 Gramm – aber warum ausgerechnet 42? Ist das die ideale biologische Hefemenge? Eine geheime Bäckernorm? Hat Douglas Adams vielleicht doch etwas damit zu tun? Illuminati? Bill Gates? Sie?!

Die Erklärung ist erfreulich bodenständig: Früher bekamen Bäcker ihre Hefe in Blöcken zu 500 Gramm. Diese wurden in zwölf gleich große Portionen geteilt, wobei jede Portion für ungefähr ein Kilogramm Brot vorgesehen war. 500 geteilt durch zwölf ergibt 41,66666 […] Gramm. Da niemand Lust hatte, beim Hefeverkauf bis in die Unendlichkeit hinter dem Komma weiterzuschneiden, wurden daraus gerundete 42 Gramm.

Diese Größe hat sich gehalten, obwohl heute vermutlich kein Bäcker mehr mit einem Lineal vor einem halben Kilo Hefe steht und sich die benötigte Hefemenge abteilt.

Der Hefewürfel ist damit ein kleines Stück lebendige Wirtschaftsgeschichte, dazu im wahrsten Sinne des Wortes: Millionen einzelliger Pilze, zusammengepresst zu einer Verpackung, deren Größe nur deshalb existiert, weil die Zwölf einfach kein besonders eleganter Teiler von 500 ist.

42!!! :)


Geld-"Entsorgung"

Unser Geldentsorgungsunternehmen hatte auf dem Zählbeleg, den ich immer via E-Mail bekomme, für eine unserer abgeholten Tageseinnahmen eine Differenz vermerkt: 50 Euro fehlten in dem Paket. Nanu?!

Nun zähle ich sämtliche Banknoten sogar zweimal, bevor sie auf die Reise gehen. Dazu schiebe ich sie bei jeder Zählung anders ausgerichtet (vorne/hinten und oben/unten vertauscht) durch die Zählmaschine, um zu verhindern, dass es Zählfehler aufgrund zusammenklebender oder sich an Eselsohren und anderen Knicken verhakender Scheine gibt. (Ja, theoretisch hat die Maschine auch eine Echtheitsüberprüfung, aber die hat ihr eigenes Mimimi, so dass ich sie nicht benutze.) Offenbar kann man sich auch mit Zählmaschine trotzdem mal verzählen. Auch zweimal hintereinander. Und abschließend möchte auch nicht vollständig ausschließen, dass ich nicht auch selber der Depp bin, der mit der Zählmaschine nicht umgehen kann.

Am nächsten Tag kam die Aufklärung, wieder per E-Mail: Es war ein falscher Fünfziger dabei. Wortwörtlich in diesem Fall. Den hatte ich nicht erkannt und auch die Geldzählmaschine hat es nicht bemerkt und die Banknoten dementsprechend ganz optimistisch als echtes Geld mitgezählt. Rechnerisch war also hinsichtlich der Anzahl der Banknoten im Safebag alles richtig, nur die hat die Europäische Zentralbank ganz offenbar versäumt, diesen einen Schein als offizielles Zahlungsmittel ebenfalls in ihren Bestand aufzunehmen.

Unterm Strich bleiben 50 Euro Verlust für mich und die Erkenntnis, dass zweimaliges Zählen zwar die korrekte Anzahl der Scheine bestätigt, aber leider nicht deren Existenzberechtigung in unserem europäischen Finanzwesen.

Unser Geldentsorgungsunternehmen hat seinem Namen diesmal jedenfalls alle Ehre gemacht. (Ich wollte den Wortwitz unbedingt mit einbauen, aber stimmt das mit der "Entsorgung" eigentlich nicht so ganz. Das Werttransportunternehmen hat die Blüte natürlich nicht entsorgt, sondern zur genauen Überprüfung an die Fachabteilung der Kriminalpolizei weitergeltet …)

Volles, einladendes Bake-Off-Regal

Eine so prall gefüllte Backstation sieht auf einem Foto beinahe selbstverständlich aus. Ist sie aber gar nicht, von alleine geht das nämlich auch nicht.

Zunächst machen wir uns natürlich nichts vor: Was dort liegt, ist kein klassisches Bäckerhandwerk. Bei uns steht nachts niemand in einer romantisch in den ersten Sonnenstrahlen wabernden Wolke aus Mehl und knetet hingebungsvoll den Teig mit bloßen Händen nach einem seit Generationen überlieferten Familienrezept. Wäre schön, aber es handelt sich durchgängig um industriell vorgefertigte Ware, die wir im Laden aufbacken. Punkt. Kein Hexenwerk, nur Tiefkühlkost.

Trotzdem entsteht so ein Anblick nicht von alleine. Jedes Blech muss vorbereitet und gebacken, jede Sorte an den richtigen Platz geräumt und anschließend immer wieder nachgefüllt werden. Auch vorgefertigte Ware kann lieblos reingeworfen in ein paar halb leeren Fächern herumliegen – oder eben so aussehen, wie es der Kollege am Morgen vorbereitet hat.

Vielleicht fotografiere ich unsere Backstation deshalb immer wieder gerne. Nicht nur, weil das alles appetitlich aussieht, sondern weil das Bild einen dieser kurzen Momente festhält, in denen einfach alles stimmt und "schön" aussieht und ein wenig das restliche Gewusel hier im Laden ausblendet.

Industrieware oder nicht, einige Artikel sind sehr lecker. ;)


Wenn MA im eigenen Restaurant essen …

Früher, vielleicht bis vor maximal ein paar Jahren, hatte ich immer folgenden Gedanken, wenn ich in ein mir unbekanntes Restaurant oder einen mir unbekannten Imbiss gegangen bin: Wenn die Mitarbeiter dort selber essen, kann und wird es wohl nicht so schlecht sein. (Sofern man gerade Mitarbeiter gesehen hat, die sich aus dem eigenen Angebot nehmen.)

Das war früher.

Heute ist das für mich KEIN entscheidendes Kriterium mehr.

Warum? Nun:

Die alte Sichtweise impliziert ausschließlich, dass die Gastronomiebetriebe mutwillig und im vollen Bewusstsein ihres Handels verdorbene oder minderwertige Ware an ihre Kunden abgeben. Das passiert vermutlich jedoch sehr selten.

Man braucht sich nur einmal durch die Veröffentlichung gem. § 40 1a LFGB der Lebensmittelüberwachung des Landes Bremen anzusehen und gründlich durchzulesen, um darauf zu kommen, dass das Problem ein ganz anderes ist.

Es ist nicht "mutwillig verdorbene Ware" sondern das eigene nicht vorhandene Hygienebewusstsein der Imbiss- und Restaurantbetreiber, vor denen man Angst haben sollte. Es stört sie nicht, so zu arbeiten, wie sie arbeiten und natürlich essen sie auch ihre eigenen Produkte. Fleisch, dass in einem Müllsack gelagert wird und langsam bei Zimmertemperatur im eigenen Saft auftaut? Normal. Ungekühlt gelagerte Milchprodukte? Easy. Eine Toilette im Küchenbereich eines Imbisses, nur durch einen Vorhang abgetrennt und ohne Handwaschmöglichkeit? Gab es auch schon in den Berichten in irgendeinem Dönerladen hier in Bremen. Entschuldigt mich, wenn ihr jetzt schon beim Gedanken daran kotzen müsst.

Es stört den Mitarbeiter nicht, sich nach dem Toilettengang nicht die Hände zu waschen und es denkt auch gar nicht an die Keime, die im Bereich der Toilette oder von irgendwelchen Bedarfsgegenständen auf diese Weise mittels Kontaktinfektion auf die Hände gelangen und sich von dort in die zubereiteten Lebensmittel weiterverbreiten. Der Mitarbeiter sieht da kein Problem drin, weil er nämlich daran gar nicht erst denkt, und natürlich würde er selber die Produkte auch noch essen. Das Hygienebewusstsein und die Ekelgrenze ist bei jedem anders. In einer Food-Sharing-Gruppe wurde mal selbstgemachter Kartoffelsalat angeboten (da fängt bei mir schon die Überlegung an, wie die Leute wohl in ihrer eigenen Küche arbeiten), der von einer Party am Vorabend (wer hatte seine Finger da drin, stand der den ganzen Abend ungekühlt herum?) übrig geblieben war und nun "zum Abholen" im Vorgarten stand – ungekühlt bei sommerlichen Temperaturen. Während sich mir der Magen umgedreht hat, haben andere sich fröhlich für das Angebot bedankt …)

Wie auch immer: Es ist nicht das mutwillige Anbieten mangelhafter Lebensmittel, es ist das fragwürdige Hygieneempfinden, das manche Leute an den Tag legen, gepaart mit einer gehörigen Portion Dummheit und/oder Ignoranz.

DAS ist der Grund, warum ich nicht in unbekannten Gastronomiebetrieben essen mag, auch WENN die Mitarbeiter augenscheinlich selber ihre zubereiteten Speisen verzehren.

Die eigenen Zubereitungen zu essen ist für mich inzwischen auf jeden Fall schon lange kein Garant mehr für "muss in Ordnung" sein.

Der Papst und die Tortillas

Bei manchen Produktnamen lohnt es sich, kurz über die Übersetzung nachzudenken. Diese "Salsa-Sauce" unserer Eigenmarke zum Beispiel ist, wenn man das spanische Wort direkt ins Deutsche übersetzt, eine Sauce-Sauce.

Natürlich weiß man hierzulande ziemlich genau, was mit Salsa gemeint ist: Eine fruchtig-scharfe Tomatensauce, in die man beispielsweise Tortillachips tunkt. Insofern ist die Bezeichnung durchaus verständlich. In Spanien bedeutet "Salsa" allerdings schlicht "Sauce". Die sprachliche Präzision erschließt sich also vor allem dann, wenn man des Spanischen eher weniger mächtig ist. :P

Andererseits finde ich diese doppelte Absicherung doch durchaus beruhigend. Bei einer einfachen Sauce könnte man schließlich noch Zweifel haben, selbst nach dem Kauf. Aber eine Sauce-Sauce? Die wird wohl hundertprozentig eine Sauce sein. Dazu trinkt man einen Chai-Tee und schon ist auch die Versorgung mit Tee-Tee gewährleistet.

Nein, ich bin nicht päpstlicher als der Papst und ich lege auch wirklich nicht jedes Wort hier auf die Übersetzungs-Goldwaage legen. Aber ein bisschen schmunzeln wird man wohl noch dürfen …


SPAR-Markt in Bandol / Südfrankreich

An der Straße Quai Charles de Gaulle in Bandol hat Christian diesen SPAR-Markt entdeckt. Wenn man aus dem Laden heraustritt, guckt man direkt aufs Mittelmeer.

Bei Google Street View sieht man nicht viel von dem Markt. Nur der Schriftzug "SPAR" auf der rechten Markise lugt durch die Bäume hindurch, wenn ihr euch in der Ansicht aber einmal um 180 Grad nach hinten dreht, könnt ihr das Wasser sehen. Okay, auch nur erahnen, aber es ist da!

Vielen Dank für die Zusendung des Bildes. :)

Für die große Ansicht auf das Bild klicken!

Schimmeliger Kuchen und der Rückruf

Vor einer Weile hatte ein Stammkunde einen Kuchen aus dem Trockensortiment, also ohne Kühlung haltbar, reklamiert. "Als wir den essen wollten, haben wir entdeckt, dass da überall so kleine Schimmelstellen dran sind", erklärte er.

"Igitt", bestätigte ich und erklärte ihm, dass das immer mal passieren kann. Es reicht ja schon, wenn da irgendwie bei der Produktion die Verpackung nicht richtig geschlossen wurde und sie so Luft ziehen konnte. Diskussionsfrei nahmen wir den verdorbenen Kuchen zurück und er freute sich über einen neuen im Austausch.

Ein paar Tage später haben wir eine Warenrücknahme bekommen. Genau dieser Kuchen mit diesem MHD sollte aus dem Verkauf genommen werden, da es zu "vorzeitigem Verderb" kommen könne.

Dass das passieren kann, konnte ich definitiv bestätigen.