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Coronainfektionsprohylaxe

Unser Zahnarzt führt in seinen Rechnungen folgenden Posten auf: "Aufwand für erhöhte Hygieneanforderungen aufgrund der Coronainfektionsprohylaxe."

Ich stelle mir die begeisterten Gesichter unserer Kunden vor, wenn wir auf jeden Einkauf pauschal ein paar Euro draufschlagen. Was für Kosten? Nun: Die vielen Aushänge, Masken, Tests, CO2-Messgerät, Spuckschutz an der Kasse, Klebeband, Desinfektionsmittel, Desinfektionstücher, Desinfektionsmittelspender. Da sind in den vergangenen knapp zwei Jahren insgesamt schon viele hundert Euro zusammengekommen, die uns niemand erstattet hat.

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Kommentare

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beim Frisör am :

...gibts auch ein Hygiene-Aufschlag... zusätzlich dazu, dass mir da die Haare gewaschen werden müssen

Kasper Hauser am :

Der deutsche macht alles mit, wird schon irgend einen Sinn haben.

Leerer am :

Die Älteren können sich vielleicht noch an den Akkusativ erinnern... einEN

Dr. H.C. Caesar am :

Naja, der Unterschied könnte sein, dass der Lebensmitteileinzelhandel durch Corona ein Umsatzplus von 5 bis 7% hatte - der Zahnarzt hat womöglich weniger Umsatz, weil alle gerne "unnötige" Arztbesuche aufschieben.

Nicht der Andere am :

Das geht ja nicht, daß ausgerechnet Geringverdiener wie Zahnärzte nicht von vornherein vorgesehene Kosten selber tragen und Ihrem eigenen Geschäft, sprich Chance UND Risiko zählen.

Sei froh, daß du nicht Telefonauslage und Sprechstundenabnutzung in Rechnung gestellt bekommst.

Webwookiee am :

Genau.
Es weiß doch jeder, dass Zahnärzte von der Hand in den Mund leben. :-D

Sonstwer am :

Knapp daneben.
Zahnärzte leben von der Hand im Mund.

Nicht der Andere am :

Gibt's auch mehr oder minder stationär im Mund befindliche Hände? Ansonsten muss die Hand vorm Rauskommen erstmal in den Mund hinein gekommen sein und das dürfte sogar der wesentliche Teil alles Transitiven sein. Herausziehen ist immer einfach.

Schwachstromblogger am :

Bei einer großen grünen Mietwagenfirma zahlt man für den Reinigungsmehraufwand auch nochmal eine gesonderte Gebühr.

Einfach Eintritt nehmen 8-)

Madner Kami am :

Ich würde den Zahnarzt wechseln. Die Anforderungen an die Coronainfektionsprophylaxe sind die gleichen die ein Zahnarzt ohnehin einhalten sollte, nämlich Mundschutz und Einweghandschuhe und die gründliche Desinfektion der Arbeitsmittel. Im Umkehrschluss sagt der nämlich, dass er sowas außerhalb von Coronazeiten nicht macht...

Don Joe am :

Dass Mundschutz, Einweghandschuhe und Desinfektionsmittel seit Corona deutlich teurer geworden sind, hast Du aber schon mitbekommen, oder?

Nicht der Andere am :

Ja, kennt man ja von den Zahnärzten: Wenn Sie selbst mal eine Preissenkung bekommen oder ein Schnäppchen gemacht haben, dann drücken sie jedem Patienten beim Abschied 'nen Heiermann in die Hand.

Madner Kami am :

Und? Andere müssen zum ersten mal überhaupt das ganze Zeug in Masse kaufen. Der Zahnarzt bezahlt vielleicht 5 cent mehr pro Maske. Was ein großer Eingriff in seine finanzielle Sicherheit... Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass mein Arbeitgeber den erhebhlichen Mehraufwand an die Kundschaft weiterreicht...

Mitleser am :

Das klingt ja gerade so, als würdest du jeden Monat zum Zahnarzt gehen und deshalb ein Vermögen für den Corona-Zuschlag loswerden...

Es geht aktuell um knapp 7 € und letztes Jahr begann es mit fast 15 € und nächstes Jahr werden es im Q1 dann nur noch 4 € sein.

Vielleicht sollte man deinem Zahnarzt mal stecken, dass er bei dir den Faktor mal schön erhöhen soll ;-) :-D 8-)

Klabund am :

Und was hat der Zahnarzt für einen Mehraufwand... Mir fällt tatsächlich nur eine Plexiglasscheibe ein, die er vielleicht über den Tresen gehängt hat, und damit nach einem Tag über die Gebühren bereits refinanziert hat.

Nicht der Andere am :

Das Lustige/Tragische ist ja, daß er auch bei beliebiger Faktorerhöhung keine Gelegenheit zum Zusatzeinstreichen ungenutzt lassen würde: "Kostet jetzt eine Million. Plus 4€ Coronapauschale!"

Supporthotline am :

Wo ist das Problem. Für den Zahnarzt wird beim nächsten Einkauf natürlich eine extra Rechnung geschrieben.

Theo am :

Einfach den Preis fürs Klopapier erhöhen. Die Menge macht’s.

Horst-Kevin am :

Der eine legt die Preise am Markt fest, dem anderen werden sie vorgegeben. Haben alle Supermärkte zu hohe Kosten, werden sie im Akkord die Preise anziehen. Das können Zahnärzte gar nicht.

Nicht der Andere am :

Über welches bislang geheim gebliebene Gremium lassen denn "alle Supermärke [...] im Akkord die Preise anziehen"? Wie einigen die sich im hierzulande äußerst kompetitiven Lebensmitteleinzelhandel denn überhaupt, ob sie gleichzeitig entweder X Cent oder aber Y Prozent draufschlagen? In diesem beschworenen Kartell muss das gegenwärtige Preis-/Gewinn-/Macht-/Sonstwas-Verhältnis ja zwangsläufig aufrechterhalten werden.

Oder entscheidet eventuell doch jeder Selbstständige und jede Kette eigenständig, welche Einzelpreise sie aufrufen?

Die armen, armen Zahnärzte.Vollkommen ausgeliefert den viel zu niedrigen Abrechnungstabellen. Immer hart an Pleite und Transferleistungsempfang entlang. So reich und doch so arm.

die andere Seite am :

Unterscheidest Du auch zwischen Privat-Kunden und AOK-Kunden ?
Weil für letztere wird ja scheinbar das Hygienematerial über die GKVs gestellt.

Munter bleiben....

Nandus am :

Der Grund ist total einfach. Ein Supermarkt kann frei kalkulieren.
Ein Zahnarzt kann nicht mal eben die Preise anpassen wie er möchte, sodass Kostensteigerungen zum Beispiel von Handschuhen von 3€ auf 9€ irgendwie bezahlt werden müssen.

Nicht der Andere am :

Der freiberufliche Zahnarzt hat im Schnitt ein steuerpflichtiges Einkommen von über 170.000 Euro (Stand 2017). Soll er doch seine Tätigkeit einstellen und sich ins soziale Netz fallenlassen, wenn für ihn "Alles oder Nichts" gilt. Oder aber zu den geltenden Dingen weiterbehandeln und sein Topeinkommen mehr oder weniger halten. Oder gibt er auch Einsparungen und Kostensenkungen an seine Kundschaft weiter mittels Bonusleckerlis? Oder nimmt er sein finanzielles Geschick dann als gegeben und höchstverdiente Einkommenssteigerung hin?

Ist denn eigentlich ein einziger OP-Handschuhr von 3 auf 9 Euro gestiegen? Oder doch eher für 100 Stück, die auch dem allerschnellsten Serienabfertiger zumindest einen ganzen Arbeitstag lang ausreichen und sagenhafte 12 Cent pro Patient mehr kosten als zu billigsten Zeiten? Und wofür sonst sind denn 15 oder 7 Euro pro Patient berechtigt?

Theo am :

Es ist doch immer so dass Berufe mit den höchsten Vergütungen die längsten Rechnungen stellen. Ich war hier beim Notar und habe ein Hauskaufvertrag unterschrieben. Neben der üblichen Provision im fünfstelligen Euro Bereich war er sich nicht zu fein mir 80 Cent für Briefporto abzuknöpfen. Björn könnte sich Kassenbonpapier vergüten lassen.

Ulf am :

Da gäbe es doch einige Möglichkeiten im Supermarkt :-D

- 5 Euro Aufpreis für Fachberatung durch die gestelle Frage ans Personal, in welchem Gang und Regal sich ein gesuchtes Produkt befindet
- 2,50 Euro Aufpreis für Kleingeldannahme an der Kasse und dadurch erzeugten Kundenstau und Mehraufwand
- 0,75 Euro Aufpreis für besonders freundliche und ausführliche Verarbschiedung durch die Kassenkraft
- 9,50 Euro Aufpreis für den Mehraufwand, über den Kunden einen Blogeintrag zu schreiben
- 0,30 Euro Aufwand für besonders umweltfreundlichen blauen Bon
- 1,00 Euro für die Nutzung des Leergutautomatens
- 0,50 Euro automatische Spende ans Elefantenprojekt

Und bei den ganzen Posten natürlich noch:

- 1,25 Euro Servicepauschale für extra langen Kassenbonausdruck

Panther am :

Nun denn. Wenn es danach geht, muss es für die Nutzung des Leergutrücknahmeautomatens statt einer personalbedienten Leergutrücknahmestelle aber einen Nachlass statt Aufschlag geben; ebenso für lange Bons infolge zusammengefasster Teileinkäufe sowie 123,456 Metern an Logos, Floskeln und anderem Werbemüll auf dem Bon.

Asd am :

Mein Tierarzt verlangt pro Rechnung auch vier oder fünf Euro extra.

Ich bin derjenige, der teure, Delta-geprüfte Masken trägt. Der Tierarzt trägt entweder China-Masken, oder OP-Masken für ein paar Cent.

Ansonsten gibt es ne Plexiglaswand, ein paar Ausdrucke und einen Desinfektionsmittelspender, den noch nie jemand benutzt hat.
Der Tisch im Behandlungsraum wird sowieso nach jedem Tier gereinigt.

Ist halt jeder Zweck gut genug, um mehr Kohle abzuzocken. Für eine Viertelstunde Ultraschall berechnet der auch fast 300 Euro.

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