Allsamstäglich leere ich die
Spendenbox und trage die Summe der sich darin befindlichen Bons in meine Datei ein. Seit Jahren schon verdopple ich dabei den jeweils höchsten Bon der Woche auf eigene Rechnung.
Heute war der höchste Bon mit über sechs Euro (okay,
einen Cent darüber, aber immerhin) mal wieder auffällig hoch. Meistens ist bei höchstens drei Euro (+ Nachkommastellen) Schluss. Auch diesen Bon habe ich natürlich verdoppelt und so hat sich heute der Inhalt der Box auf ungewöhnliche hohe 31,91 Euro summiert.
Insgesamt sind seit Beginn der Aktion übrigens schon 13.871,57 € zusammengekommen!
Vom privatwirtschaftlichen Unternehmen Creditreform habe ich ein mehrseitiges Schreiben mit Fragebogen bekommen. "Wichtig für Sie! Aktualisierung der Wirtschaftsauskunft über Ihr Unternehmen", heißt es dort in der Betreffzeile.
Im Text erklärt man mir, dass eine positive Bonitätsauskunft ein wichtiger Baustein für positive Geschäftsabschlüsse ist und es daher wichtig ist, dass ich aktiv an der Gestaltung der Wirtschaftsauskunft über mein Unternehmen mitwirke.
Zur Bonitätseinschätzung möchte man die Jahresabschlüsse haben und zudem wird darum gebeten, in den Verteiler für die Bilanz beim Steuerbüro aufgenommen zu werden.
Im Fragebogen werden natürlich erst einmal die grundlegenden Firmendaten von der Adresse über Kontaktdaten bis hin zu Steuernummer und Registernummer abgefragt. Dann möchte die Creditreform noch wissen, welche Immobilien das Unternehmen besitzt, wie groß sie sind und welchen Verkehrswert sie haben, wie hoch die Umsätze der letzten Jahre sind, wie viele Mitarbeiter man im jeweiligen Jahr hatte und wie die Belegschaft strukturiert ist (Aushilfen / Festangestellte, Männlich / Weiblich), ein paar Eckdaten aus der Bilanz und die Bankverbindungen werden abgefragt und schließlich möchte man noch eine eigene Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung seines Unternehmens wissen.
Nicht eine dieser Fragen beantworte ich. Warum sollte ich auch? Ich habe mit der Firma nichts zu tun und niemand aus meinem geschäftlichen Umfeld hat die Entscheidung, mit mir zusammenzuarbeiten, von einem Unternehmen wir der Creditreform abhängig gemacht. Ist mir jedenfalls nicht bekannt. Aber die Daten, die andere niemals irgendeinem Fremden anvertrauen würden, werde ich diesem Unternehmen sicherlich nicht auch noch seitenweise auf einem Silbertablett liefern.
So hatte das Anschreiben zwar gutes Potential für einen Blogeintrag, aber nun liegt es als Puzzle für lange Winterabende in meiner Altpapiertonne.
Heute ist übrigens der
World Elephant Day.
Als Spezies sind uns Menschen die Elefanten zwar nicht besonders verwandt, doch zeigen Elefanten viele Eigenschaften, die wir Menschen von uns selbst kennen. Die Rüsseltiere führen ein intensives Sozialleben, pflegen innige Bindungen zu Mitgliedern der eigenen und verwandten Herden. Ihre gegenseitige Hilfsbereitschaft und ihr Zusammenhalt sind beeindruckend, Elefanten trauern um verstorbene Artgenossen, sie zeigen Gefühle wie Zuneigung, Freude, Trauer, Witz, Angst und Zorn. Sie gehören zu den intelligentesten und alleine schon wegen ihrer Erscheinung zu den beeindruckendsten Wesen auf diesem Planeten und sind jeden Preis wert, geschützt zu werden.
Wer an den REA e.V. spenden möchte, kann es
hier via PayPal tun.
Dass ich diesem krampfhaften Gegendere ziemlich kritisch gegenüberstehe, habe ich hier schon häufiger erwähnt. Nichts gegen inklusive Sprache, aber wenn die Sprache komplett unlesbar wird bei dem Versuch, auf jeden Fall irgendwie "jeden" (ist ja auch schon wieder nicht richtig. "jed*innen"?) in einem Text zu erfassen, wird es absurd. Warum belässt man es nicht bei "Sehr geehrte Mitarbeiter" und "einen schönen Gruß an die Köche". Hat in der Form immer funktioniert und ich kenne niemanden, der sich dabei ausgeschlossen gefühlt hat. Wenn man nun doch dieses generische Maskulinum als zu ausgrenzend empfindet, kann man ja gerne beide Formen schreiben und sprechen. "Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" und "einen schönen Gruß an die Köchinnen und Köche".
Und was ist mit den anderen "neuen" Formen? Mitarbeiter*innen geht ja noch (ich erwähnte bereits mehrfach, dass ich selber vor über 30 Jahren schon diese Formen mit angehängtem "/-innen" verwendet hatte – ohne dass dabei irgendjemand von "Gendern" gesprochen hätte), bei "Köch*innen" bin ich endgültig raus; was soll ein Köch sein? Meinetwegen kann man das ja (für sich) so schreiben, aber jeder, der es ernsthaft so spricht ("Köch" [hicks] "Innen") kann einfach nicht alle Latten an der Zwiebel habe.
Was ich eigentlich wollte: In einer Bewerbung hatte ein junger Mann die folgenden beiden Sätze geschrieben: "Ich beschreibe mich selbst als kommunikative und freundliche Persönlichkeit, die es als motivierende Herausforderung sieht, Kund*innen kompetent und zuvorkommend zu beraten. Zudem bin ich sehr daran interessiert, meine Deutschkenntnisse im täglichen Kundenkontakt weiter zu festigen."
Da merkt man wieder, wie absurd inkonsequent das alles ist. Statt "Kund*innen" hätte er einfach "Kunden" schreiben können, was beide oder meinetwegen auch sämtliche anderen Geschlechter eingeschlossen hätte. Warum muss man ein Wort so verunstalten, nur um dann im nächsten Satz das gerade zuvor vermiedene generische Maskulinum wieder zu verwenden?! Der Kundenkontakt müsste folglich konsequenterweise zum Kund*innenkontakt werden. Hört auf zu lachen, es gibt Leute, die das alles wirklich ernst meinen.
Bei Innenkontakten freut sich der Elektrotechniker, während ich kopfschüttelnd dastehe …