Bevor sie alle für 1 Euro weg waren, habe ich mir auch selber einen von den kleinen Bonsai-Bäumchen gerettet. Er steht nun hier in meinem Büro neben meinem Bildschirm und versperrt die Sicht auf ein wichtiges Dekostück an meiner Wand.
So schlimm sieht's aber zum Glück nur auf dem Foto aus. Durch eine leichte Kopfbewegung kann man das süße Sinalco-Mädel ja wieder erkennen.
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Als wir hier in der Gastfeldstraße Anfang 2000 "eingezogen" sind, haben wir schnell erkannt, dass eine WG hier in der Gegend auf Plakaten in ihrem Fenster öffentlich zu Ladendiebstahl aufgerufen hat.
Damals hatten wir denen eine persönliche Nachricht in den Briefkasten an der Tür geworfen. Der Wortlaut war exakt folgender:
Liebe Hausbewohner,
da Ihr offensichtlich Ladendiebstahl befürwortet, möchte ich Euch bitten, unseren SPAR-Markt in der Gastfeldstraße zu verschonen.
Wir betreiben diesen Markt privat, jeder Euro, der geklaut wird, geht aus unserer eigenen Tasche.
Wir gehen ja auch nicht in euer Haus und beklauen Euch.
Eine Versicherung zahlt den Schaden nicht, der durch Diebstahl entsteht; das könnten wir gar nicht bezahlen.
Hier schlug Tina vor ein paar Jahren in einem Kommentar mal vor, eine "virtuelle Spendendose" einzurichten, z.B. mit einem PayPal-Konto.
Bevor ich hier irgendein Spendenkonto einrichte und die Summe weiterleite und mir bei dieser Arbeit als "Treuhänder" irgendein Fehler vorgeworfen wird oder sogar passiert, könntet ihr eigentlich auch direkt spenden.
Es ging zwar damals um das Kinderhilfswerk, aber ich möchte an dieser Stelle einer Organisation zu ein paar Spenden verhelfen, die leicht übersehen wird: Sea Shepherd.
Dass das oft sehr stark kritisierte Unternehmen Müller ausgerechnet mit dem von der BILD geschaffenen "Wir sind..."-Spruch wirbt, passt irgendwie genau ins Bild. Wir sind Milch.
Wenn irgendwo Fleisch verarbeitet wird, vom Transport-LKW über Metzgereien bis hin zur Imbissbude, sieht man immer lachende Schweine, Rinder, Hühner. Ziemlich absurd und sehr weit fern der Realität.
Fast schon erschreckend realistisch fand ich dagegen diese Bemalung auf einer Würstchenbude auf dem Hamburger Dom: Ganze Schweine rein, Würstchen raus, grillen – und auf den Tisch.
Hat zwar gerade üüüüberhaupt nichts mit dem Laden hier zu tun, aber aus gegebenem Anlass muss ich das mal eben loswerden:
Als Alternative für "Freund", "Mann", "Lebensgefährte" oder auch "Partner" wählen weibliche Angehörige des Prekariats (bei anderen ist mir das jedenfalls nie aufgefallen) sehr gerne den Begriff "Menne", wenn sie mit Dritten reden. ("Mein Menne geht morgen mit mir ins Kino.")
Ich finde den Begriff jedenfalls absolut grausam und mir klappen sich immer wieder die Zehennägel hoch, wenn sich jemand so ausdrückt. Aussterben will dieses Wort aber leider überhaupt nicht.
Dieses Foto habe ich übrigens noch in meinem Handy gefunden. Entstanden ist es am Morgen des A380-Palma-Trips in der Tiefgarage des Frankfurter Flughafens.
Viele der Deckenleuchten in der Garage waren nicht eingeschaltet und man könnte meinen, dass dies möglicherweise aus Vergesslichkeit geschehen ist oder dass da tatsächlich so viele Leuchtstoffröhren nicht funktionieren – aber, nein:
Die meisten Werbeanrufe bekomme ich definitiv von irgendwelchen Krankenkassen oder Agenturen, die eine solche vermitteln wollen. Erstaunt sind alle spätestens dann, wenn ich sogar das "kostenlose und unverbindliche Vergleichsangebot" ablehne.
Warum? Ganz einfach:
Selbst wenn irgeneine andere Krankenkasse etwas günstiger sein sollte als meine jetzige – wer weiß, auf was für einen Service ich mich einlasse. Ich habe mit meiner Krankenkasse noch nie Probleme gehabt und fühle mich dort gut aufgehoben. Das ist mir definitiv mehr wert als ein paar möglicherweise gesparte Euro.
Dachbodenfund 2: Eine Titelseite der Happy Computer aus dem Jahr 1989. Darauf eine Anzeige für einen Nadeldrucker, auf dem mit dem Schriftbild geworben wird. Damit könnte man heute aber nicht mehr die Wurst hinterm Ofen hervorlocken.
Dachbodenfund: Eine große Kassette voller 3,5"-Disketten, darunter viele eigene Arbeiten, viele gekaufte Programme und unzählige "Public-Domain"-Software, die es damals diskettenweise für ein paar Mark zu kaufen gab.
Also mal eben schnell den MEGA-ST4 aus der Ecke gekramt und aufgebaut. Leider nur mit dem winzigen s/w-Monitor, aber dafür mit 40MB-Festplatte – das Ding war damals schier unbezahlbar.
Schade nur, dass der Rechner irgendein Problem hat und wie zufällig mal nach ein paar Sekunden, mal nach ein paar Minuten neu startet. Aber immerhin: Auf einer Diskette (Das PD-Spiel "Mienenfeld", vergleichbar mit dem Windows "Minesweeper") war sogar noch mein alter Highscore gespeichert...
Hoffentlich haben die Disketten im Laufe der Jahre (immerhin 16!) nicht allzu sehr gelitten und mal gucken, ob ich noch ein paar Schätze entdecke.
Supertolles Werbegeschenk von Vodafone an meine Privatadresse (Woher haben die die eigentlich?!?): Eine Pre-Paid-SIM-Karte mit 1 Euro Startguthaben. Wow.
Tolles Geschenk, da ein Einsatz ja bedeuten würde, zukünftig zu horrenden Gesprächskosten telefonieren zu müssen. Ich habe mich so sehr darüber gefreut, dass ich die Karte gleich mitsamt Guthaben und Anschreiben in den Schredder gedrückt habe.
In unserem Tiefkühlhaus hängt ein MAD-Magazin aus den 70er-Jahren. Das Heft war seit vielen Jahren in meinem Besitz und immer gut erhalten – bis es vor Jahren hier im Laden aus irgendeinem Grund nass geworden war.
So ein Tiefkühlhaus ist keine Anlage zur Gefriertrocknung, aber irgendwas sagte mir, dass es dort besser aufgehoben ist, als irgendwo anders. Und so legte ich es damals auf eine kleine Ablage in dem Kühlraum – mit der es seit dem eine innige Verbindung hat.
Mal schauen... Eigentlich müsste ich den Raum demnächst sowieso abtauen und die Decke mit einer abwaschbaren(!) (hirnige Idee der Kontrolleurin der Lebensmitelüberwachung) Verkleidung versehen. Vielleicht lässt sich die MAD ja noch irgendwie halbwegs retten.
Lesen hier zufällig auch Lebensmittelproduzenten mit, die sich auf ein kleines Experiment einlassen würden? Dazu gehören alle Produzenten, die ihre Ware im weiteren Umfeld oder sogar (inter)national verkaufen. Also keine Hofläden.
Ich möchte noch nicht allzu viel verraten. Nur, dass es außer etwas Zeitaufwand nichts kostet, aber evtl. zukünftig mal viel Werbung bedeuten könnte.
Nachtrag: Durchatmen, liebe Leser. Keine Werbung hier im Blog!
Diese drei Gutscheine für das FRoSTA-Bistro in Hamburg hingen hier bis gerade eben noch an meiner Pinnwand im Kassenbüro. Tzja, die sind jetzt ein Fall für das Altpapierrecycling, denn das Bistro ist inzwischen seit über einem halben Jahr geschlossen.
Oh, und ich sehe gerade, dass ich zu dem Beitrag im FRoSTA-Blog ja auch schon einen Kommentar geschrieben und auf die Gutscheine hingewiesen habe. Naja, mach' ich mir zum Mittag eben eine Tüte Bami Goreng in der Mikrowelle heiß. Schmeckt auch.