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Der Butterkäsedieb

Ein Mann kam mit leeren Händen an die Kasse und hielt sich das Handy ans Ohr. Ob er tatsächlich mit jemandem telefonierte oder sich nur das ausgeschaltete Gerät an den Kopf drückte, ließ sich nicht ermitteln. Jedenfalls tat er so, als wenn es das gesuchte Produkt nicht gegeben hätte und er hielt sich auch während des (Selbst-)Gesprächs demonstrativ im Bereich der Kasse und meines dort stehenden Mitarbeiters auf. Das sollte wohl suggerieren, dass es sich bei ihm um einen ehrlichen Kunden handelt, denn ein Bösewicht würde doch schließlich so schnell wie möglich aus dem Laden zu rennen versuchen.

Als der Typ den Antennen unserer Warensicherungsanlage zu nahe kam, entpuppte er sich schlagartig eben doch als Bösewicht, denn in dem Moment rannte er sofort los. Mein Mitarbeiter reagierte geistesgegenwärtig und sprang auf und versuchte, den Ladendieb noch einzuholen, aber leider vergeblich.

Der Dieb war weg, bekannt kam der Mann auch niemandem vor, und die Ware war auch weg. Geklaut hat er insgesamt sieben Packungen geschnittenen Butterkäse unserer Eigenmarke. Zunächst hatte er drei Packungen genommen und im nächsten Quergang in seinen Rucksack gestopft, danach noch einmal vier weitere.

Warum Käse? Warum immer Käse? Wann ist Käse denn nur DAS Diebesgut Nummer ein geworden, zumindest hier in Bremen? Es ist unfassbar.


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Kommentare

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hndrk am :

Käse ist vermutlich aus LD-Sicht die beste Option zum Weiterverkauf:
- besser zugänglich und weniger gesichert als Spirituosen, Rasierklingen...
- absolutes Standard-Konsumgut, wo die Marke weniger eine Rolle spielt
- Wert zu Volumen recht hoch
- super stapelbar
- kann jeder Späti gebrauchen

phantom2786 am :

Wird glaub ich Zeit für einen kleinen Umbau? Damit der Weg von der Kasse zur Tür kürzer/schneller ist als der Weg von Warensicherungsanlage zur Tür (oder möglichst mit Hinderniss). Da wirds ja ggf. von Ladenbauern / Kassenherstellern auch Erfahrungswerte/Ideen geben.

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