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Geld-"Entsorgung"

Unser Geldentsorgungsunternehmen hatte auf dem Zählbeleg, den ich immer via E-Mail bekomme, für eine unserer abgeholten Tageseinnahmen eine Differenz vermerkt: 50 Euro fehlten in dem Paket. Nanu?!

Nun zähle ich sämtliche Banknoten sogar zweimal, bevor sie auf die Reise gehen. Dazu schiebe ich sie bei jeder Zählung anders ausgerichtet (vorne/hinten und oben/unten vertauscht) durch die Zählmaschine, um zu verhindern, dass es Zählfehler aufgrund zusammenklebender oder sich an Eselsohren und anderen Knicken verhakender Scheine gibt. (Ja, theoretisch hat die Maschine auch eine Echtheitsüberprüfung, aber die hat ihr eigenes Mimimi, so dass ich sie nicht benutze.) Offenbar kann man sich auch mit Zählmaschine trotzdem mal verzählen. Auch zweimal hintereinander. Und abschließend möchte auch nicht vollständig ausschließen, dass ich nicht auch selber der Depp bin, der mit der Zählmaschine nicht umgehen kann.

Am nächsten Tag kam die Aufklärung, wieder per E-Mail: Es war ein falscher Fünfziger dabei. Wortwörtlich in diesem Fall. Den hatte ich nicht erkannt und auch die Geldzählmaschine hat es nicht bemerkt und die Banknoten dementsprechend ganz optimistisch als echtes Geld mitgezählt. Rechnerisch war also hinsichtlich der Anzahl der Banknoten im Safebag alles richtig, nur die hat die Europäische Zentralbank ganz offenbar versäumt, diesen einen Schein als offizielles Zahlungsmittel ebenfalls in ihren Bestand aufzunehmen.

Unterm Strich bleiben 50 Euro Verlust für mich und die Erkenntnis, dass zweimaliges Zählen zwar die korrekte Anzahl der Scheine bestätigt, aber leider nicht deren Existenzberechtigung in unserem europäischen Finanzwesen.

Unser Geldentsorgungsunternehmen hat seinem Namen diesmal jedenfalls alle Ehre gemacht. (Ich wollte den Wortwitz unbedingt mit einbauen, aber stimmt das mit der "Entsorgung" eigentlich nicht so ganz. Das Werttransportunternehmen hat die Blüte natürlich nicht entsorgt, sondern zur genauen Überprüfung an die Fachabteilung der Kriminalpolizei weitergeltet …)

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Kommentare

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Filialkasper am :

Sind dieses Jahr extrem viele.
Nicht nur schlechtes „Movie Money“ sondern auch echt gut gemachte habe ich dieses Jahr rausgefischt. Unser Cash Management erkennt das sehr zuverlässig und verzählt sich nie.
GLORY CASHINFINITY CI-100

someone am :

Verbraucher können sich relativ einfach gegen falsche Scheine schützen, auch wenn sie weiter mit Bargeld zahlen wollen: So passend bezahlen, dass man maximal Münzen zurückbekommt.

Und Scheine nur aus dem Geldautomaten entgegennehmen. Denn selbst wenn der mal falsche Scheine ausgeben sollte, sind sie so "echt" dass der Normalmensch das nicht merken kann (womit nicht nur jeglicher Vorsatz entfällt sondern es auch sonst nirgendwo auffallen wird).

Georg am :

Auch Münzen werden gefälscht:
https://www.dw.com/de/gef%C3%A4lschte-euro-m%C3%BCnzen-aus-spanien-vermutlich-in-ganz-europa/a-68919225

https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/bargeld/falschgeld/leitfaden-muenzen/leitfaden-muenzen-599700

Also immer Brav einen Magneten in der Tasche mit nehmen

TOMRA am :

Werde wir über die Ermittlungsergebnisse auch auf dem Laufenden gehalten?

AM am :

Beim Aldi wollte ein Kunde mal eine Kleinigkeit mit einem 200-Euroschein bezahlen. Das wunderte mich, da die meisten Geschäfte, in die ich gehe, gar keine 200-Euroscheine mehr annehmen. Die Kassiererin befasste sich lange mit dem Schein, vermutete eine Fälschung, rief ihren Kollegen aus dem Büro, der nahm den Schein mit, kam irgendwann wieder und meinte, er sei echt. So stand man 15 Minuten in der Schlange bis es weiterging. Da der Kunde dubios wirkte, fragte ich mich, ob der Aldi-Mitarbeiter wirklich sicher war, dass es keine Fälschung war.

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