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Nachtrag: Gelöschte Rezensionen

Ich habe für meinen Laden bei den Google-Rezensionen 4,3 Sterne bei aktuell knapp 540 Bewertungen. Das ist nicht viel, aber dafür habe ich auch noch nie auch nur eine einzige Rezension löschen lassen.

Ein anderer Markt hier aus Bremen hat 4,6 Sterne bei über 850 Rezensionen. Aus der Sicht könnte man meinen, dass der Laden bei den Kunden besser ankommt, als meiner – aber wenn man dort ins Google-Profil geht, wird einem dieser kleine Hinweis angezeigt:

Dass ich anders ticke als die meisten anderen Menschen, habe ich schon längst begriffen. Die Leute lassen sich gerne blenden und denken nicht um die Ecke – aber ich persönlich habe lieber meine 4,3 ehrlichen Sterne, als 4,6 nur deswegen, weil knapp ein Viertel der Bewertungen gelöscht wurden.

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Kommentare

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Bernd am :

Angenommen die gelöschten Bewertungen waren 1-Sterne-Bewertungen, kommt man auf 1100 Bewertungen (statt 850) und einer Rechnung:

(850 x 4,6 + 250 x 1) / 1100 = 3,782

Der andere Laden hat somit nur eine Bewertung von 3,8 Sternchen.

DerBanker am :

Uffa. Bei einer derartigen Menge an gelöschten BW bin ich fast geneigt zu glauben, dass es da wegen irgendwas mal einen Shitstorm gab, zumal wenn er dann "nur" 4,6 hat.

nicht der andere am :

Ja, der Edeka am Bahnhof lässt massiv löschen. Noch 852 vorhanden, über 250 gelöscht, ein bis drei Sterne mit eisernem Besen ratzekahl weg gekratzt. Könnte sogar weit mehr als "knapp ein Viertel" sein, denn er hat schon die größmögliche Löschbemerkung.

Der ebenfalls dort liegende Rewe hat seine 1242 Bewertungen nicht angefasst und lebt mit seinem ehrlichen 3,8er Schnitt. Stammkundschaft, Loyalität, Wohlstand und positive Interaktion gibt's an solchen Standorten halt am wenigsten.

Offenkundig manipulieren die regiegeführten Discounterketten generell nicht die Bewertungen. Inhaber vertragen Kritik und Mängel nicht immer und zahlen aber gern an einschlägige Anwälte. Beim obigen Rewe ist frapant, daß kritische Bewertungen offenkundig mit pseudopersönlichen, pseudokommunikativen, inhaltsleeren Verweisen auf's zentrale Kontaktformular massenhaft von außen abgefertigt werden.

Vor kurzem war ja ein Pressartikel über einen Münchner Edeka Inhaber verlinkt, der sich über die hohe Diebstahlquote beklagte. Im Artikel stand da auch schon, daß er 10% seiner Mitarbeiter eben deshalb entlassen hatte. In seinen unberührten 1199 Bewertungen mit Schnitt 3,7 sieht man dann aber auch, daß im Laden selber einiges im Argen ist, was Warenzustand, Müll, Gänge, Kommunikation und Mitarbeiter angeht.

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