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Illegal erstellte digitale Zahlungskarten

Eine Kriminalkommissarin aus einer Kleinstadt in NRW rief an und bat um Mithilfe. Ein Betrüger hatte sich als Bankangestellter ausgegeben und es geschafft, von seinen Opfern die Onlinebanking-Daten zu bekommen und daraus digitale Zahlungskarten erstellt.

Mit diesen digitalen Kartenkopien hatte er (oder ein Komplize) sich schließlich in diversen Supermärkten via der angebotenen Cashback-Funktionen Bargeld vom Konto der Geschädigten auszahlen lassen. Alleine bei mir waren es insgesamt rund 420 Euro. Zweimal 200 Euro Cashback und jeweils der vorhergehende / dazugehörige kleine Alibi-Einkauf.

Immerhin verlief der Weg der Strafanzeige bis zur Kontaktaufnahme bei uns diesmal relativ schnell und dauerte nicht mehrere Wochen – so konnten wir die Vorgänge in der Videoaufzeichnung finden und die Bilder des Täters sichern. Ob es der Polizei weiterhilft, vermag ich nicht zu beurteilen, aber ich helfe immer gerne dabei mit, bösen Menschen das Leben schwer zu machen.

Ohne den Opfern einen Vorwurf machen zu wollen – warum man am Telefon irgendwelche wichtigen Bankdaten herausgibt, erschließt sich mir beim besten Willen nicht. Vielleicht bin ich auch einfach nur einlullresistenter als andere Menschen …

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Kommentare

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eigentlichegal am :

??? WTF???
Man kann aus den verfügbaren Daten digitale Zahlungskarten erstellen? Das würde mich ja doch mal interessieren, wie das gehen soll.

Nobody am :

Mich auch, ich muss für jeden pups ne photoTAN bemühen…

bartdude am :

Der übliche Weg für sowas ist es, erst mal die Zugangsdaten zum Online-Banking abzuphishen ("Ihr Konto ist gesperrt, sofortiges Handeln erforderlich!!1!einself!") und in einem zweiten Schritt das zukünftige Opfer etwa durch einen fingierten Anruf der (angeblich) eigenen Bank dazu zu bringen, eine Transaktion mit dem zweiten Faktor zu bestätigen ("Wir hatten da ein IT-Problem. Wir senden Ihnen eine Transaktionsanforderung, die Sie bitte bestätigen müssen, damit wir wissen, dass es wirklich Sie selber sind"). Hat beides Erfolg, hat der Schmutzfuß z.B. eine virtuelle Kreditkarte, die er etwa in Google Wallet importieren kann.

Technisch ist der Krams soweit sicher, aber Social Engineering ist die Achillesferse.

Ulf am :

Und mit einer virtuellen Kreditkarte gibt es dann an der Kasse Bargeld? Ist dazu keine Girocard als physische Karte erforderlich erforderlich? Oder tut es da auch eine virtuelle Girocard?

Auf der Edeka-Marktseite steht bei Björn nur "Bargeldauszahlung" ohne weitere Angaben, hier im Blog habe ich nur 20 Euro Einkaufswert bei der Suche gefunden.

Ulf am :

Okay, ich kann mir die Frage selber beantworten.... man sollte nur mal richtig suchen. In einem Blogbeitrag vom April 2026 steht, dass jemand mit Kreditkarte unrechtmäßig Geld bekommen hat und die Kamerabilder 4 Tage aufgehoben werden.

Link: Kreditkartenbetrug und Videoaufzeichnung

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