Thursday, September 2. 2010
Big Yogi hat eine Frage: hi björn,
lange lese ich nun in deinem blog, aber aus aktuellem anlaß habe ich nun mal eine frage:
wann dürfen, bzw. wann liefern deine lieferanten an? ab welcher uhrzeit ist das denn okay? Nun, die Nachtruhe endet um 6 Uhr. Da wir hier auch erst gegen 6 Uhr anfangen, ergibt sich so eigentlich immer, dass die Lieferanten auch erst ab 6 Uhr tätig werden.
Nach 22 Uhr bekommen wir auch keine Ware mehr. Die letzten Lieferanten sind, wenn es sich wirklich mal verzögert, am späten Nachmittag oder frühen Abend dran.
Wenn mal irgendwelche außergeöhnlichen Zeiten sein müssen (oder auch während der Nachtschicht waren), achten wir zumindest darauf, dass alles möglich leise vonstatten geht, denn zu nachtschlafender Zeit wirken selbst relativ leise Geräusche schon laut. Aber das ist ja zum Glück vorbei.
Wednesday, September 1. 2010
Kurioses Fundstück im Wurstblog.de:
Ob die Kunden den Unterschied bemerken würden, wenn diese Karte plötzlich über der Eistruhe hinge?
Bild von Jan aus dem Kaufland in Halle / Saale.
Gleich zugreifen.
Von Fritz habe ich ein Foto bekommen, das er Anfang des Jahres in Hong Kong gemacht hat. Ob es wirklich nur ein außergewöhnlich günstiges Angebot oder doch ein Fehler in der Preisauszeichnung war, blieb ungewiss. Auf jeden Fall haben sie damals beschlossen, vier Dosen (statt der geplanten zwei) zu kaufen.
(PS: 2 Dosen Bier 14,50 HK Dollar, 1 Dose Bier 15,10 HK Dollar...)
Am 17. Juli hatte mir Martin das folgende Bild geschickt. Dazu schrieb er folgende Zeilen: Hallo Björn,
mitte letzter Woche war ich mal wieder bei meinem Discounter um die Ecke hier in Berlin einkaufen. Nuja, ich habe es probiert.
Ich dachte erst die Kühlung wäre defekt, aber nein, es war schlicht und ergreifend alles ausverkauft.
Getränkeabteilung sah ähnlich aus  In der Getränkeabteilung glaube ich die Leere sofort.
Aber dass das Kühlregal ohne technischen Defekt so aussah, wundert mich. Nicht, dass es nicht möglich sein kann, aber komplett leer ist schon kurios – und das ohne Kühlanlagenausfall oder streikende Lieferanten?!?
Jens hat mir folgende E-Mail geschrieben: Hey Björn,
ich wohne hier in der Nähe eines NP Supermarktes. Bei der Renovierung vor ein oder zwei Jahren bekam der Laden auch eine neue Kühltheke, die seitdem immer mal wieder ausfällt. Hier in Osnabrück hatten wir am Wochenende Temperaturen um die 36-37 Grad [Die Mail ist schon ein paar Wochen alt. B.H.] und das Ding hat wieder mal seinen Geist aufgegeben. Laut der Mitarbeiterin gerade hatte die Theke heute in der Früh noch 25 Grad und die Lebensmittel darin sind komplett in die Tonne gewandert.
Meine Frage: Hast Du eine Ahnung, ob und wie man sich als Ladeninhaber gegen den immensen Schaden versichern kann, der bei sowas entsteht?
Und welche gesetzlichen Schranken gibt es eigentlich, um den verkauf von kurzzeitig gekühlter Ware (abseits von dem extremfall hier) zu
unterbinden. Laut der verkäuferin dürfen die nichts mehr verkaufen, was im Sommer auch nur stundenweise ungekühlt gelagert wurde - auch nicht z.B. zum halben Preis. Sowas ist ärgerlich, aber kann leider immer mal passieren und ist hier selber schon hin und wieder vorgekommen. Meine Tiefkühlware liegt hier zum Glück in insgesamt elf voneinander unabhängigen Kühlgeräten, so dass ein Ausfall immer nur maximal einen verhältnismäßig kleinen Teil der Ware vernichtet.
Es gibt Kühlgut-Versicherungen, aber die sind relativ teuer und meiner Meinung nach deshalb nicht sonderlich sinnvoll. Zumindest nicht für den durchschnittlichen Supermarkt.
Verkauft werden darf die Ware übrigens tatsächlich nicht mehr. Ob reduziert oder nicht spielt dabei keine Rolle. Das aufgedruckte MHD ist unverändert, aber die Ware wird mit großer Wahrscheinlichkeit vorher verderben oder mit (deutlich) mehr Keimen versetzt sein.
Sicherlich würde beim unmittelbaren Verzehr nichts passieren – aber das kann man nicht jedem Kunden so vermitteln. Die meisten würden die Sachen mit nach Hause nehmen (noch eine Unterbrechung der Kühlkette) und ggf. bis zum Erreichen des MHD im Kühlschrank (der aus Energiespargründen nicht 7 sondern 12 Grad hat) lagern und sich dann irgendwann wundern, wenn sie Magenschmerzen bekommen...
Ich hasse es, Lebensmittel wegwerfen zu müssen – aber in diesem Fall wäre es einfach angebracht!
Nee, nee, nee... Da bestellt man eine Palette mit relativ günstigen Gurken in (jaaaa, kein Kommentar dazu) Plastikeimern - und dann sehen nach eine Weile etwa zehn Prozent der Pötte so aus, wie auf dem Foto. Naja, man lernt daraus und bestellt so einen Artikel eben nicht noch einmal...
Grr... Welcher Held hat wohl gestern Abend am Backofen den Temperaturregler auf null Grad gedreht?
Und ich wunderte mich, dass die ersten Brötchen des Tages einfach nicht braun werden wollten.
Tuesday, August 31. 2010
Schilderung von Gregor:
Ein Kunde kauft zweimal das " Pitu-Starterset". Während der Abrechnung der ec-Karte entwickelte sich folgender Dialog: Kassierer: "Ja, dann mal guten Start."
Kunde: "Ja nee, ist eher so zum Ausklang einer Party gedacht, quasi der Rausschmeisser, meine Fete ist am Ende."
Kassierer, grinsend, "Ja, dann halt ein schönes Ende!" Doppeldeutigkeit wird bewusst, alle schmunzeln, Kunde packt ein und verabschiedet sich mit " Dir auch".
Hrhr.
Tido hat mir dieses Foto geschickt. Vielen Dank dafür: Moin Björn,
neulich bin ich bei einer Cachetour durch die tiefste ostfriesische Provinz auf einen SPAR-Kiosk gestoßen, den ich Dir nicht vorenthalten wollte. Direkt an der B72, zwischen Aurich und Moordorf, stach mir plötzlich die SPAR-Tanne ins Auge.
Leider hatte ich keinen richtigen Photoapparat dabei, daher gibt es nur ein Bild aus der Handyknipse.
Wer mich kennt, weiß, dass ich ziemlich viel ertrage und dass mir bei schlechten Gerüchen nicht gleich schlecht wird.
Von dem nach Kot und Urin stinkenden Typen, der eben versucht hat, irgendwie selbst beklebte (eigentlich pfandlose) Dosen am Automaten zu versilbern, ist mir immer noch schlecht.
Mich schüttelt's.
...fällt leider aus!
Der 31. Oktober ist dieses Jahr ein Sonntag und leider bekommen wir dafür keine Sondergenehmigung, um den Laden öffnen zu können. Ich möchte auch keine Strafe riskieren und so fällt der Tag diesmal einfach weg.
Auch Konstruktionen wie rein- oder rausfeiern haben nichts. Und auch eine ähnliche Veranstaltung außerhalb von Halloween halte ich für nicht angebracht.
Also erfreut euch noch einmal an den Bildern aus 2009 und wartet einfach noch das eine Jahr ab. Jetzt habe ich über ein Jahr Zeit, alles vorzubereiten und ich denke, es wird gut.
Zu meinem Scherz-Blogeintrag (den offenbar einige bis viele gar nicht als solchen erkannt hatten) " Gemahlene Säue" schrieb DJ Teac in einem seiner Kommentare, dass er auf seinen Einkaufszettel immer " Scheibenschwein" schreibt.
Erst danach ist mir aufgefallen, was wir hier im Sortiment haben – und das ist keine Photoshop-Arbeit...
Hannes hat eine Frage zur Artikelanzahl: Hallo Herr Harste,
da Sie der einzige mir "bekannte" Supermarktbesitzer sind, habe ich eine Frage an Sie: Wieviele Artikel (ca.) führt ein durchschnittlicher Supermarkt in Deutschland? Für die Berechnung des erwarteten Datenaufkommens in einem Forschungsprojekt wäre eine Schätzung hierfür sehr nützlich.
Vielen Dank und viele Grüße. Das ist vor allem deshalb schwer zu sagen, weil "Supermarkt" im allgemeinen Sprachgebrauch im Grunde jedes SB-Lebensmittelgeschäft einschließt – vom Harddiscounter bis zum SB-Warenhaus am Stadtrand.
Harddiscounter (Wie z.B. Aldi und Lidl) haben mit 1500-2000 Artikeln ein sehr überschaubares Sortiment. Die großen SB-Warenhäuser (wie z.B. real,-) haben dagegen durchaus mehrere zehntausend Artikel im Angebot. Natürlich nicht nur Lebensmittel, sondern eben auch große Non-Food-Sortimente.
Mit dem "durchschnittlichem Supermarkt" dürfte in der Frage aber vermutlich der typische Verbrauchermarkt als Nahversorger gemeint sein. So wie meine beiden Läden und im Grunde alle anderen selbstständig betriebenen Märkte.
Je nach Betreiberphilosophie und Ansprüchen an den Standort werden sich die Geschäfte aber in einem Bereich von 10-20 Artikeln pro Quadratmeter Verkaufsfläche bewegen.
Vor einiger Zeit war einer sehr alten Kundin (fast 100 Jahre, aber noch sehr fit!) hier im Markt ein kleines Missgeschick passiert, bei dem ihr ein Konservenglas zerbrochen war. Eine Kollegin half ihr dabei, die Tasche und den Boden wieder sauberzumachen. Eine alltägliche Selbstverständlichkeit für uns...
Für die Kundin offenbar nicht. Die hat sich jetzt mit einem selbstgestrickten und total plüschigen Schal bei meiner Mitarbeiterin bedankt. Das ist doch mal lieb.
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