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Chipsversteck

Ein Gastronomie-Kunde bestellt bei mir in unregelmäßigen Abständen immer wieder Kartoffelchips in kompletten Kartons, die ich direkt beim Großhändler für ihn bestelle und die natürlich hier in den Laden geliefert werden.

Da die Artikel zum Zeitpunkt der Bestellung nicht lieferbar waren, vertröstete ich den Gastronomen und sagte zu, mich zu melden, sobald ich ihm Genaueres sagen kann.

Rund drei Wochen später tauchte bereits die Vormerkung für die Lastschrift bei mir in den Kontoumsätzen auf und ich vermutete (korrekt, aber dazu später mehr), dass die Lieferung nun auf dem Weg zu mir ist. Ich sparte mir die WhatsApp-Nachricht und dachte mir, dass ich in ein oder zwei Tagen schreiben kann, dass die Ware nun endlich abholbereit ist.

Die Ware kam und kam aber nicht, inzwischen aber die Rechnung per E-Mail, und weil das alles nicht unmittelbar meine Baustelle war, dachte ich überhaupt nicht mehr an die Chips. Anderthalb Wochen später bekam ich eine Nachricht: "Hallo Björn, gibts was Neues von der Chips-Front? :-)"

Oh, ganz vergessen. Ich schrieb die Lieferanten an, ob die Ware schon unterwegs ist oder ob sie allgemein etwas zum Sendungsstatus sagen könnten. Ein paar Minuten später bekam ich schon eine Antwort, diese irritierte mich jedoch ziemlich. Laut Sendungsverfolgung sind alle drei Kartons am Montag vor einer Woche bereits erfolgreich bei uns zugestellt worden.

Ich ahnte Schlimmes und machte mich auf die Suche – und fand die Ware schließlich vollständig und unversehrt in einer Ecke im Lager hinter Leergutpaletten versteckt.
So macht man das. Statt sich um gelieferte Ware zu kümmern (Achtung, macht Mühe!), wird sie getreu des Mottos "Aus den Augen, aus dem Sinn" irgendwo im Lager versteckt. Nach mir die Sintflut und noch ein schönes Leben. :-(

Gönrgy als Aufsteller

Rein geschmacklich bin ich immer noch kein Freund von Gönrgy, alle von mir probierten Sorten (mit und ohne Zucker) waren nur bedingt bis gar nicht lecker – aber zumindest unsere Kunden scheinen die Influenzer-Brause zu mögen. Das hat mich nun dazu inspiriert, sogar mal ein Display davon zu bestellen

Es sind die neusten Sorten und nachdem die Kollegen den Aufsteller gestern am frühen Abend schon in den Laden gestellt hatten, dieses Foto war noch im Lager entstanden, fehlt nun schon fast ein Dutzend der Dosen. So schlecht kann die Entscheidung, das Ding zu bestellen, also nicht gewesen sein.

Aber solange wir unsere Kunden damit machen – meinetwegen … ,)


Der Gemischtwaren-LD

Ein uns allen nicht bekannter Mann betrat den Laden und füllte sich nach und nach die unterschiedlichsten Artikel in die Tasche.

Angefangen hatte er am Kühlregal mit 2 Bechern Joghurt. Es folgten 4 Packungen Milka-Kekse, 4 große Flaschen Jägermeister und 2 Packungen Jacob's-Kaffee. Anschließend hockte er sich in der Getränkeabteilung hinter eines der Kopfregale und sortiere den ganzen Kram aus der einen in die andere Tasche um. Danach nahm er sich noch 3 Packungen Oreo-Kekse, 2 Flaschen Müllermilch, 1 frischen Smoothie und 2 Packungen fertige Sandwiches aus dem Kühlregal.

Danach verließ er durch den Eingang den Laden. Nicht völlig unbemerkt, da die an Kaffee und Jägermeister angebrachten Etiketten den Alarm der Warensicherungsanlage auslösten, aber leider konnte er doch unerkannt entkommen.


Lustige Strichcodes – 840

Diesen Strichcode hat Blogleser Andreas in der Schweiz auf einer Flasche Mineralwasser von Lidl aufgefallen: Quasi ein "Strichcode mit Bildungsauftrag", der noch grafisch den Gebirgszug mit den Höhenmetern darstellt. Ortskundige müssten jetzt nur noch mal erklären, ob die Anordnung der Gipfel so in etwa korrekt dargestellt wurde. :-)

Auf jeden Fall vielen Dank für die Zusendung.


Til salg: Nissedøre

Non-Food ist ja eher nicht so unser Geschäft, aber in diesem Jahr verkaufen wir auch mal Wichteltüren (-"Startersets") mit Zubehör. Damit steigen wir jetzt also offiziell auch ins Immobiliengeschäft ein. Die Objekte sind etwas klein, dafür aber ohne Maklerprovision und mit überschaubarem Reinigungsaufwand. ;-)

Bei uns zu Hause gehört der Wichtel auch schon seit vielen Jahren Adventszeit. Unsere Tochter freut sich nach wie vor jedes Jahr, wenn er offiziell einzieht. Die Tür samt Briefkasten klebt da ganzjährig an der Tapete in unserem Esszimmer. Um bei dem Gang mit dem Immobiliengeschäft zu bleiben: Offenbar lohnt es sich nicht, die Immobilie für elf Monate Leerstand jedes Mal vollständig wieder zurückzubauen.

Pünktlich zur Adventszeit liegen dann plötzlich die Fußmatte und ein Paar kleine Stiefel davor. Nach und nach kommt immer mehr Zubehör hinzu, wortwörtlich über Nacht. Morgens gibt es dann für unsere Tochter wieder etwas zu entdecken. Ist der Tisch mit den beiden Stühlen da? Der Adventskranz? Die Karaffen für Wasser? Ich mag diese kleinen Veränderungen, die aus einer Ecke der Wohnung für ein paar Wochen einen ziemlich besonderen, geradezu magischen Ort machen.

Bei uns hält sich der "Untermieter" allerdings mit seinen Aktivitäten zurück. Er verteilt kein Mehl in der Wohnung und hinterlässt auch sonst keine Verwüstung, die anschließend unter "Weihnachtszauber" bei Instagram und Tiktok verbucht werden muss. Wie weit man das treiben möchte, muss wohl jeder selber wissen, ich habe mal ein Video von einer Frau gesehen, die da eine ziemliche Sauerei veranstaltet und gefühlt eine ganze Packung Mehl in ihrer Wohnung verteilt hat. Sorry, nein, auch nicht für Klicks.

Unser Wichtel darf gerne einziehen, die Vorfreude auf Weihnachten mitbringen und seine Stiefel vor die Tür über der Fußleiste stellen – wenn er anfängt, unser Haus umzubauen, ist der Spaß vorbei.

Aber mal im Ernst: Der Brauch mit der Nissedør (Wichteltür) wird seit Jahren auch hier in Deutschland immer beliebter und er tut ja auch niemandem weh. Jeder kann, wenn er denn will, so eine Tür irgendwo in der eigenen Wohnung installieren. Es gibt unfassbar viel Zeugs und Zubehör zu kaufen und es gibt darunter auch viele Dinge, die Ines und ich nur kopfschüttelnd abtun – aber jeden Abend oder früh morgens mal eben eine Kleinigkeit zu verändern, die das Kind dann freudig überrascht entdeckt, tut doch nun wirklich nicht weh.

Mal gucken, ob die Sets laufen oder hier zum Ladenhüter werden.

Wie findet ihr diesen Brauch?

PS: Gerade beim speichern dieses Beitrags kam mir die Idee, ob man so eine Tür nicht an auffällig-unauffälliger Stelle hier im Laden anbringt. Ich lass den Gedanken mal sacken. :-)


Ich würde sagen, das ist okay!

Abgesehen von dem Lüfter im Kühlraum (Punkt 1 im Bericht) hatte der Kontrolleur vom "Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst des Landes Bremen" (LMTVet Bremen) nur noch zwei weitere Dinge bei seiner planmäßigen Routinekontrolle beanstandet: Punkt 1 im Bericht: In zwei Regalen im Laden hatte sich in den untersten Fachböden hinter langsam drehender Ware, resp. unter Körben, in denen wir Ware präsentieren, Staub angesammelt. Ebenso im Lager unter einem Leergutstapel, in dem nur wenig Bewegung ist. Das war der dritte Punkt im Kontrollbericht. Unterm Strich war es also eigentlich nichts.

Punkt 4 und die Abschlussbemerkung seht ihr unten in dem Auszug aus dem Kontrollbericht. Ich denke, damit muss man sich nicht verstecken. Bei unserem Durchsatz an Kunden und Material ist ein Schmutzeintrag überhaupt nicht zu vermeiden und auch wenn hier ständig irgendjemand irgendetwas saubermacht – man kommt kaum dagegen an. Aber, siehe amtliche Kontrolle, das ist alles so in Ordnung.

Kontrollbericht LMTVET Bremen / September 2026

Andere Länder, andere Läden – 018

Die Norweger grillen gerne. Sobald es das Wetter erlaubt (oder auch nicht), verbringen sie Zeit draußen mit Familie und Freunden am Grill oder Lagerfeuer und brutzeln Fleisch und Fisch aller Art.

Diese Bedientheke in einem EUROSPAR-Supermarkt in Nordnorwegen, in dem Grillfleisch wortwörtlich bergeweise angeboten wurde, ist wohl der beste Beweis dafür.

Ein Lebensmittelkontrolleur hätte hier in Deutschland vermutlich Schnappatmung bekommen. Die Nakkekoteletter (Nackenkoteletts) sind jedenfalls weit über die maximal zulässige Füllhöhe der Theke aufgetürmt worden. (Zumindest unterstelle ich das mal mit meinem Wissen um solche Geräte.)

Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass die dort nicht alt geworden sind. :-)


Leere Eispackung im Laden

Im Gewürzregal lag eine leere Packung "Bio-Eispralinen Himbeere" der Marke Gelato Classico. Boah! So oft hatten wir es schon, dass Leute irgendwas im Laden aufgegessen oder sich den Inhalt in die eigene Tasche umgefüllt haben … Augenverdrehend pfefferte ich die aufgerissene und entleerte Schachtel in die Papppresse.

Er danach fiel mir ein, dass ich das Produkt noch nie zuvor gesehen hatte. Klar, woher auch? Wir haben es nämlich gar nicht im Sortiment. Offenbar hatte sich die Eispralinen jemand mitgebracht und unterwegs gefuttert.

Dennoch verdrehe ich die Augen, wenn auch nicht ganz so weit: Kann man sowas nicht im Mülleimer entsorgen? Muss man sowas in ein Gewürzregal in einem Supermarkt stecken?! Eben!


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Fristlos gekündigt – und trotzdem morgens zum Dienst

Vor einigen Jahren hatten wir einen Aushilfsmitarbeiter, der offenbar ziemlich unzufrieden mit seiner damaligen Lebenssituation war. Dass man mit einem Aushilfsjob bei uns nun einmal nur ein paar hundert Euro verdient, gehörte offenbar ebenfalls zu den Dingen, die ihm zunehmend gegen den Strich gingen.

Eines Abends entlud sich dieser Frust dann bei mir per WhatsApp. Mutmaßlich war dabei reichlich Alkohol im Spiel. (Nicht auf meiner Seite ;-) ) Jedenfalls bekam ich eine kleine Tirade getextet, in deren Verlauf unter anderem die Begriffe "Arschloch" und "Scheiß Kapitalist“ fielen. Damit war das Arbeitsverhältnis dann auch ziemlich abrupt beendet: Es folgte bei unserer nächsten Begegnung die fristlose Kündigung durch mich. Das "Arschloch" sollte als Begründung ausreichen, wäre die Sache tatsächlich vor einem Gericht gelandet, hätte die Tatsache, dass es nur eine Aushilfsjob und keine Festanstellung gewesen ist, mir ohnehin wahrscheinlich in die Tasche gespielt.

Er quittierte die Kündigung mit der Bemerkung, dass das hier ohnehin eine Scheißfirma ist und er es nicht nötig hat, sich für ein paar Kröten für einen Kapitalisten kaputtzumachen, bla, bla, bla …

Jetzt könnte man meinen, dass wir damit geschiedene Leute waren. Aber, nein, das sah er (nun Ex-) Kollege wohl anders. Am nächsten Morgen erschien er nämlich wieder ganz normal zur Arbeit. Nicht zum Entschuldigen, nicht für weitere Diskussionen und auch nicht, um irgendwelche Sachen abzuholen.

Nein. Er kam einfach zur Arbeit. Hatte sich am nächsten Morgen hier von mir zunächst unbemerkt "reingeschlichen" und um 8:37 Uhr ganz regulär eingestempelt und hat mit der Arbeit in der Getränkeabteilung begonnen.

Ja, nee, ist klar – am Vorabend noch Arschloch und Scheißkapitalist, am nächsten Morgen wieder Friede, Freude, Eierkuchen. Manche Menschen haben wirklich eine beeindruckend kurze Halbwertszeit für Konflikte. Aber da der Drops gelutscht war, durfte er seine Sachen packen und gehen.

Danach habe ich wirklich nichts mehr von ihm gehört und gesehen, zumindest nicht hinsichtlich unseres Beschäftigungsverhältnisses. Dass er immer noch als Kunde kommt und sein Geld hier lässt, nun, das ist nett. :-)

Erinnerung an die alte Brötchenküche

Die Leute von der Moschee (Alte Betreiber) hatten vor ein paar Jahren mal ein paar Schlaglöcher hier auf dem Hof mit Mörtel aufgefüllt. Nicht professionell, aber immerhin. Sicherlich nicht, um mir eine Freude zu machen, sondern um ihre hier geparkten tiefergelegten Prollkarren der Besucher nicht unnötigem Stress auszusetzen. Um Material zu sparen, hatten sie sich bei unserem berühmten Schutthaufen bedient, dessen Nicht-Entsorgung mir irgendwann immer mehr Spaß gemacht hat, je wilder sich die von der Moschee darüber beschwert haben – erfolglos, da mein Schutt auf meinem Hof. :-P

Was auf den ersten Blick gar nicht so sehr auffällt: Unter anderem mindestens eine der alten Anti-Rutsch-Fliesen aus dem Fußboden unserer alten Brötchenküche hat es auch in eine dieser Schlagloch-Auffüllungen geschafft. Die Arbeiten wurden damals eher dilettantisch ausgeführt und so guckt eben neben Fußabdrücken auch noch eine der alten Fliesen halb aus dem Mörtelhaufen heraus. Eine letzte Erinnerung an den damaligen Raum, der gleichzeitig der Vorraum vor meinem alten Büro war.

Naja, irgendwann muss der Parkplatz hier ohnehin noch einmal gänzlich überarbeitet werden. Die Schlaglöcher voller Trinkwasser für die Vögel sind eigentlich nicht Sinn der Sache. (DAFÜR braucht es dann natürlich irgendwann mal adäquaten Ersatz.)


"Sie haben 29 Negativbewertungen …"

E-Mail:

Schöne Grüße nach Bremen,

bei meiner kurzen Prüfung ist mir aufgefallen, dass auf Ihrem Google-Profil Edeka Markt Björn Harste aktuell 29 negative Bewertungen sichtbar sind – zum Beispiel diese: "Das Personal ist unfreundlich, respektlos und behandelt Kunden wie Müll. Dies schadet dem Image enorm."

Ich möchte Ihnen anbieten, unseren Service kostenfrei auszuprobieren, wir übernehmen die Entfernung der ersten Rezension kostenfrei.

Wäre eine kostenlose Entfernung einer Google-Rezension für Sie interessant?

Prüfen Sie in wenigen Klicks online, ob wir die Rezension entfernen können …
[KLICK] "Als Spam melden" – und den Absender blockieren …

Kraken-Quellensicherung

Ich hatte den Begriff hier im Blog ja schon mehrfach erwähnt. Eine Quellensicherung (auch "Source Tagging" genannt) ist ein Verfahren im Einzelhandel, bei dem Warensicherungsetiketten schon bereits während der Herstellung, Montage oder Verpackung eines Produkts angebracht werden – und nicht erst nachträglich im Geschäft. Auf diese Weise können die Etiketten auch versteckt und unerreichbar und damit manipulationssicher angebracht werden, zum Beispiel in den Kammern einer Schuhsohle oder im Innenfutter einer Jacke.

Bei Lebensmitteln kannte ich bislang noch keine Quellensicherung, aber der "Spiced Rum" der Marke Kraken (mit einer wie ich finde ziemlich coolen Flasche) hat damit jetzt den Anfang gemacht. Bei meiner Flasche zu Hause wunderte ich mich über den Aufkleber am Boden und musste natürlich nachsehen. Es ist "nur" ein RF-Etikett (Radiofrequenz) und kein AM-Etikett (akustomagnetisch) und damit nicht mit unserer Anlage kompatibel (Egal, der Kraken steht ohnehin in der Vitrine), aber dass das überhaupt gemacht wird, finde ich durchaus erwähnenswert!


Limette Maracuja: -1

Ein Kollege hielt mir die leere Verpackung einer Tafel Zotter-Schokolade der Sorte "Limette Maracuja" vor die Nase: "Hier, das hab ich in der Getränkeabteilung zwischen der Fritz-Kola gefunden."

In der Videoaufzeichnung war der Ablageort der Verpackung leider nicht einsehbar, aber dafür das Zotter-Regal. Da in dem Sortiment nicht so viel Bewegung ist, ließen sich die wenigen Veränderungen schnell in der Aufzeichnung einsehen und innerhalb weniger Minuten hatte ich bereits den richtigen Moment gefunden: Ein uns nicht näher bekannter Mann hat sich die Tafel gegriffen und auf dem Weg in die Getränkeabteilung bereits die Tafel komplett ausgepackt. Papier und Folie knüllte er zusammen, die Schokolade steckte er schließlich unverpackt in die Jackentasche. Hm, lecker.