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Das war der 12-Uhr-Termin

Die Bewerberin war zum vereinbarten Termin um 12 Uhr nicht da, selbst (und da sind wir schon viel zu gnädig) bis 12:05 Uhr haben wir gewartet, inzwischen ist es eine weitere Viertelstunde später.

Das verbuche ich dann mal unter "kein Interesse". Falls die Frau sich doch noch wider Erwarten melden sollte: Interesse besteht auf unserer Seite jetzt auch nicht mehr…

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Kommentare

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T am :

Also mit 12.05 sehe ich das sehr streng. Und ich habe die Situation von beiden Seiten erlebt. Mit 12.20 bin ich da definitiv auf deiner Seite...


Allerdings wenn sie sich jetzt doch melden würde. Sagst du ihr dann rigoros ab oder hörst du dir erstmal die Gründe an? Je nachdem könnte es schließlich einen triftigen Hindernisgrund geben, der auch rechtfertigt eben nicht daran gedacht zu haben anzurufen / nicht in der Lage zu sein anzurufen...

Asd am :

Nee, 12:05 ist nicht zu streng.
Bei einer Bewerbung zeigt man seine Schokoseite. Wenn die darin besteht unpünktlich zu sein ist das schlecht. In Deutschland heißt 12 Uhr nunmal 12 Uhr und nicht fünf nach.
Björn hat Schichten, da kann er niemanden brauchen, der nicht zuverlässig zum Schichtbeginn da ist. Sowas bringt sonst alles durcheinander.
Außerdem kann man von der Pünktlichkeit auf die Zuverlässigkeit schlussfolgern. Bei den Summen, die so eine Kassiererin manchmal in der Kasse hat, auch nicht ganz unwichtig.

T am :

Klar zeigt man sich bei einer Bewerbung von seiner Schokoseite. Aber ich finde, auch dafür kann es triftige und sinnige Gründe haben. Die muss man halt nur vorbringen. Ein "Bus hatte Verspätung" reicht da sicherlich nicht, wenn man nicht gerade einen Bus nimmt der nur alle Stunde fährt nimmt man halt einen früher...

Übrigens ist zu früh kommen auch nicht gerade geil. Ich hatte mal einen Bewerber, der kam 20 Minuten zu früh und war dann beleidigt weil ich noch was zu tun hatte und erst 5 Minuten vor dem eigentlich geplanten Termin Zeit für ihn hatte.

HACCP am :

"und da sind wir schon viel zu gnädig"

Gnade ist bekanntlich ein Privileg des Herrschenden, und es ist ja auch kein Geheimnis, dass Arbeitgeber sich gegenüber ihren Mitarbeitern ebenso als König verstehen, wie der Kunde den König im Verkaufsvorgang darstellen sollte.

Das HGB untermalt das noch einmal, indem es vom "Prinzipal" und vom "Handlungsgehilfen" spricht.

Allerdings ist es ja ebenso bekannt, dass Pünktlichkeit die Höflichkeit der Könige ist, und insofern ist es weniger nachvollziehbar, wenn man 5-minütiges Warten auf eine Bewerberin für "schon viel zu gnädig" erachtet, während das 3-minütige Wartenlassen von Bewerberinnen - wenngleich mit Ansage - nicht etwa für eigene Unhöflichkeit, sondern anscheinend für völlig in Ordnung gehalten wird: http://www.shopblogger.de/blog/archives/18380-Termin-und-weg!.html

Björn Harste am :

"mit Ansage", das ist der Punkt.

Hätte dann für die Bewerberin genauso gegolten. Mal eben was sagen und alles wäre gut gewesen.

Ist jetzt aber auch egal, da es ja nicht an besagten fünf Minuten scheiterte, sondern da sie überhaupt nicht mehr aufgetaucht ist.

Raoul am :

Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige, weil die früher als einzige eine Uhr hatten. Wer eine Uhrzeit in Erfahrung brinen kann, kann auch pünktlich sein.

HACCP am :

"Wer eine Uhrzeit in Erfahrung brinen kann, kann auch pünktlich sein."

Dachte ich auch mal. Ich bin aber als Bewerber bisher bei kaum einem Vorstellungstermin mal pünktlich drangekommen; erstmal ganz ohne Ansage eine Viertelstunde in der Besucherecke zu hocken, ist schon fast die Regel.

Ich bin zwar wegen sowas noch nie abgehauen oder erkennbar stinkig geworden; mir ist das auch relativ wurscht, weil ich mir sowieso Zeit mitbringe, denn die Gespräche dauern auch gern mal ziemlich lange.

Wenn jedoch jemand den Termin mit mir, den er selbst gesetzt hat, nicht einhält, aber dann im Gespräch mir gegenüber den Pedanten raushängen läßt ("Wir legen größten Wert auf Pünktlichkeit" o. ä.), dann denke ich mir meinen Teil.

Vor ein paar Wochen hatte ich einen Termin, zu dem mein Gesprächspartner ohne Ansage gar nicht erschienen ist, obwohl er mir drei Tage zuvor höchstselbst den Termin telefonisch durchgegeben und ihn von mir schriftlich bestätigt bekommen hatte.

Das ist die Wirklichkeit, die ich mit Arbeitgebern erlebe, und ich glaube, die sind eigentlich alle in der Lage, eine Uhrzeit in Erfahrung zu bringen.

(Ist vielleicht für den Blogbetreiber auch mal eine interessante Perspektive von der anderen Seite. Na ja, wie das so ist, die von der "lockeren Sorte" gibt's überall, und die anderen beider Seiten müssen es mitunter ausbaden)

Raoul am :

Ja, gebe Dir in allem Recht - aber wenn Du zu spät wärst, hättest Du doch auch eben kurz angerufen und Bescheid gesagt, oder? (Würde ich zumindest auf jeden Fall machen.)

HACCP am :

Ja, ich bin aus verkehrstechnischen Gründen schon mal richtig zu spät gekommen (ca. 1,5 Stunden); als sich das abzeichnete, hab ich dann angerufen und gefragt, ob man den Termin absagen und einen neuen vereinbaren soll. Sollte man nicht; man hat dann freundlicherweise auf mich gewartet.

Jan am :

Ich hatte mal so einen Fall: Ein Bewerber hatte auf dem Weg zu uns einen Fahrradunfall. Er hat sich dann erst Stunden später aus dem Krankenhaus gemeldet... Wir haben dann einen neuen Termin vereinbart.
Er kam zwei Tage später dann pünktlich, aber mit einigermaßen verbeultem Gesicht zum Gespräch.
Letztlich kamen wir nicht zusammen, aber an der (unverschuldeten) Verspätung lag es nicht.

0815 am :

Zu einer Bewerbung erscheint man pünktlich. Im Zeitalter von Smartphones kann man zumindest erwarten rechtzeitig abzusagen. Inzwischen ist es auch Mode geworden Arbeitsverträge zu unterschreiben und dann gar nicht erst zum Arbeitsantritt zu erscheinen.

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